Lichtblick WP7+WP8 – Silvretta E-Auto Rallye, Tag 2

Foto: Tom-Leonhard FrägerDer zweite Tag der Silvretta E-Auto Rallye sollte besser werden. Menschlich gesehen, also auf die produzierten Ergebnisse bezogen, denn die drei German E-Cars Stromos haben brav ihren Dienst getan – fast, aber darauf komme ich später. Mensch und Maschine, dazwischen ein Roadbook und Stoppuhren. Das ginge noch, aber setzt man nun zwei Menschen in eine Maschine, dann kann es schon heiter werden. Will damit sagen: wir haben wirklich Spaß an der E-Auto Rallye. Bis dann die böse Stoppuhr ins Spiel kommt. Mal macht die Uhr, was sie will, mal nicht was sie soll und manchmal auch beides zusammen. ;-)

Gestern, am ersten Tag haben mein Co-Pilot Christian Stüker und ich uns vorgenommen: Wir können uns steigern. Das haben wir – in Teilen – auch so geschafft. Ein Highlight des heutigen Tages (Barthalomäberg) war die Wertungsprüfung 7 (WP7). Drei Prüfungen mit Zeitnahme, ineinander verschachtelt. Ich gucke mal, ob ich das Roadbook noch abfotografieren kann, denn das kann ich mit Worten nicht erklären, das muss man gesehen haben! Wie eine Wertungsprüfung überhaupt abläuft, habe ich in diesem Artikel erklärt.

Die schwierigste Prüfung bisher (so meine Einschätzung) und wir schaffen den 7. Platz von 32! Yeah, das tat gut! Gestern noch einen doofen Platz auf der zweiten Seite des Tagesergebnisses gehabt, waren wir am zweiten Tag auf die erste Seite gesprungen und haben uns um  12 Plätze verbessert! Das Team Georgi/Hechenberger auf Stromos 217 haben sogar den 2. Platz in der Wertungsprüfung 8 geschafft. Und in der Gesamtwertung liegt das Team Fräger am besten – kumuliert für beide Tage – auf Platz 16. Das sind nun kein mega Spitzenergebnisse, mag jemand denken, der noch nicht dabei war, aber wir freuen uns sehr über jedes Teilergebnis wie die Montafoner Schneekönige. Mit uns fahren Profi-Rallye-Sportler, die jetzt auch ihr Wissen für die E-Autos einsetzen,  gegen diese elektrisch anzustinken (emissionslos!) ist gar nicht mal so einfach. Wichtig ist uns, die Autos auf Bergfähigkeit zu erproben, das extreme Rekuperieren auszutesten, Zuverlässigkeit darzustellen und technische Daten auswerten zu können. Und da sind wir schon bei der Technik (oben angedeutet).

Vorweg genommen: es gab andere E-Fahrzeuge, die sind nur von der Startrampe am ersten Tag herunter gefahren und gleich wieder ins Ladezelt. Ich petze jetzt mal nicht, wer das war … steht aber heute auch auf dem letzten Platz der Tageswertung …  – die Relationen machen es eben aus. Ein winziges Problemchen beim Zwischenladen (in der Mittagspause) hatte heute das Team 217. Wir luden aber auch nicht an offiziellen Ladesäulen, sondern haben unser Technik-Team vorgeschickt, die eine Möglichkeit gefunden hatten, die nicht mit DIN und Norm versehen war. Fand ich also wirklich etwas schwach von der Silvretta Orga, dass dort nichts offizielles organisiert war. Im Nachhinein hätten wir das Zwischenladen nicht benötigt, aber es beruhigt eben ungemein, wenn man nicht ständig die Sparsocken anhaben muss. Wie gesagt, das kleine Ladeproblem kann, aber muss nicht am Stromos gelegen haben, unser Techniker hat es jedenfalls umgehend nach der Zieleinfahrt in den Griff bekommen, nun laden wieder alle drei Stromos ganz eifrig und nuckeln selig ihren Saft …

Das Dörfli-Fest war wieder sehr nett, man kann Stimmungen kaum wieder geben, daher versuche ich es einfach auch gar nicht. „Material“ folgt.

Doch vorher gab es noch etwas, was ich nur zur Hälfte beurteilen kann, weil ich die Begründung nicht kenne. Vor der einen Wertungsprüfung (Schotterstrecke) war das vorausfahrende Fahrzeug (Startnummer) mitten in einer Wertungsprüfung liegen geblieben. Warum? Ich weiß es – wie gesagt – nicht. Die Streckenposten erlaubten diesem Fahrzeug die Prüfung zu durchfahren (ohne Wertung) und noch einmal zu beginnen. Ich fragte dann den Streckenposten spaßeshalber, ob ich mir die Wertungsprüfung auch erstmal angucken darf und beim zweiten Mal erst gewertet werden könnte. Nun ja, sagen wir mal so: ich fand es unsportlich, dass das Team  darauf bestand noch einmal durchzufahren. Normalerweise wäre das volle Strafpunktzahl gewesen, egal ob technischer Defekt oder menschliches Versagen.

Sonst sind die Streckenposten übrigens sehr nett und kompetent, das war die erste Ausnahme!

Dies als kleiner – natürlich unvollständiger (zwinker) – Einblick in das 2. Tages-Etappen-Leben einer E-Auto Rallye-Pilotin, morgen geht es weiter, drückt uns weiterhin die Daumen, Stromos 217, 221 und 224! Elektrische Grüße an Emil Anders (einfach mal auf Facebook suchen), …

P.S. Fotos und Videos (sowie Links) reiche ich nach, die Bearbeitung dauert auf dem Netbook ewig lang und die Internetverbindung ist ein Graus, was Performance angeht.

UPDATE: hier ein paar Fotos (Danke an Bernd Georgi)

 

Disclosure: Dieser Artikel spiegelt meine eigene Meinung wieder. German E-Cars erstattet mir die Reisekosten bei der Teilnahme an der Silvretta E-Auto Rallye.

2 Gedanken zu “Lichtblick WP7+WP8 – Silvretta E-Auto Rallye, Tag 2

  1. Pingback: Nicole Y. Männl
  2. Pingback: Alex Kahl

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