Porsche Museum Stuttgart

Virtuelle Live-Führung im Porsche Museum

Museen sind alt und verstaubt? Falsch! Das Porsche Museum ist da anders. Wenn man verrückt nach Autos ist, sollte ein Besuch unbedingt auf der Agenda stehen. Doch für viele ist der Weg nach Stuttgart zu weit. Was tun? Noch haben wir keine VR-Brille parat, mit der wir durch das Porsche Museum gehen könnten. Also lassen wir doch einen der Guides, die sonst die Führungen vor Ort machen, eine Kamera in die Hand nehmen und einen Live Stream starten. Soweit die Idee, ich habe es in der Praxis getestet.

Virtuelle Live-Führung durch das Porsche Museum

Porsche startet durch, auch im Bereich Museum. Ab sofort kann man die Sonderausstellung „Neue Wege. Jedes Ziel. Immer Porsche.“ am heimischen Monitor sehen. Und auch (erfüllbare) kleine Sonderwünsche – wie beispielsweise Detailansichten oder ähnliches – werden gern auf Zurufbitte erfüllt. Was erstmal simpel klingt, ist jedoch eine Chance, um zu zeigen, dass man eine vernünftige (!) Digitalisierung nicht verschläft, sondern auf dem Laufenden bleibt. Selbstverständlich ist ein Erlebnis vor Ort einem virtuellem Erleben vorzuziehen. Sollte man aber auf reale Besuche verzichten müssen, kann ein virtueller Einblick Spaß machen.

Neue Chancen der Digitalisierung

Die Lösung ermöglicht es uns, die Marke Porsche und die einzigartige Historie des Unternehmens für einen erweiterten Personenkreis weltweit erfahrbar zu machen.“
Achim Stejskal, Leiter des Porsche Museums

Natürlich habe ich die virtuelle Führung sofort ausprobiert. Ich hatte Glück, denn die Pressemeldung lag frisch in meinem E-Mail-Postfach und der Andrang war erstmal noch nicht groß. Ich klicke also in meinem Browser auf den Button, der die Tour starten soll. Ein bisschen überrascht schaue ich schon, als auf einmal ein fremdes Gesicht erscheint und (ich im Büro sitzend) angesprochen werde. Übrigens sehr, sehr höflich und sympathisch. Aber ich muss mir keine Sorgen um meine Privatsphäre machen, denn meine Kamera bleibt aus. So ist das auch vorgesehen. 

Aus den zehn Minuten virtueller Führung habe ich drei Minuten zusammengestellt, in dem ich spontan mit meinem iPhone den MacBook-Monitor abgefilmt habe. An ein Screenrecording habe ich so schnell gar nicht gedacht, das fiel mir erst im Nachhinein ein. Daher entschuldige die etwas schlechtere Qualität, … am besten, einfach selber mal ausprobieren! Die Info dazu gibt es (am Ende dieses Artikels) im rotgerahmten Kasten!

Doch vor Ort im Porsche Museum? Dann mit App!

Porsche Museum mit App

Vielleicht hat die virtuelle Führung ja etwas Reiselust hervorgerufen und du entschließt dich dazu, doch ins Museum zu fahren? Oder du hast einen Besuch schon lange geplant und immer wieder aufgeschoben? In jedem Fall ist eine echte Führung natürlich superempfehlenswert. Doch nicht immer klappt es, dass man (kurzfristig) noch einen Guide bekommt. Da hilft dann eine App, damit man schnell und spontan etwas mehr „Betreuung“ bekommen kann. 

Die kostenfreie App „Porsche Museum“ (iOS und Android) bietet Informationen für den eigenen Rundgang durch die Ausstellung. Heißer Tipp: Noch im heimischen W-LAN installieren, denn nach Auswahl der Sprache (also schon mal anklicken, bevor es los geht) erfolgt ein Download von Daten. Im Porsche Museum kann man sich dann mit dem Museums-W-LAN verbinden. So funktioniert und startet dann der Audio-Guide. Man kann ihn also nur vor Ort nutzen. Ich habe die App live noch nicht ausprobiert, doch soll man unter anderem auch die technischen Daten zu den Exponaten abrufen können. Ganz lustig ist die Idee von Porsche, dass man Exponate als Favorit markieren kann. Diese können dann als elektronische Postkarte im sozialen Netzwerk geteilt werden. Like! 

Schnellübersicht zur virtuellen Führung im Porsche Museum

  • Virtuelle Führung: https://www.porsche.com/museum/de/
  • Zeitrahmen: circa 10 Minuten
  • Verfügbarkeit: Dienstag bis Sonntag, von 16 bis 18 Uhr
  • Voraussetzungen: Mikrofon + Lautsprecher/Headset
    (getestet im Chrome auf MacBook)
  • Preis: kostenlos

Feedback an das Porsche Museum ist erwünscht

Nach der Live-Führung wird noch eine kurze Umfrage eingeblendet. Drei Fragen, die mit Sternchenvergabe zu beantworten sind. Ich habe diese Möglichkeit zur Meinungsäußerung genutzt. Nachdem ich die Idee, den Guide und die Umsetzung gelobt habe, erläuterte ich noch im Freitextfeld meine Ein-Stern-Vergabe auf die dritte Frage. Ich würde für eine zehnminütige Führung nämlich nichts zahlen wollen – auch nicht in Zukunft.

Jedoch sehe ich für längere Führungen, die spezielle Wünsche des virtuellen Museumsgasts beinhalten und einen Guide gegebenenfalls eine Stunde beschäftigen, schon ein Möglichkeit, dass Porsche diese Sonderwünsche auch bezahlt bekommt. Dann sollte jedoch eine freie Terminabsprache möglich sein.

Ansonsten ist eine kurze virtuelle Führung ein gutes Mittel, um das Museum eindrucksvoll zu präsentieren – das sollte im Werbebudget einfach drin sein.

Mein Fazit zur virtuellen Live-Tour: Tolle Idee vom Porsche Museum, mir hat es gut gefallen, würde ich wieder nutzen.

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