VW Passat GTE Limousine

Die etwas andere Limousine: Volkswagen Passat GTE

VW Passat GTE Limousine
Nahezu emissionsfrei und ohne Reichweitenangst. Das bietet der Passat GTE. Auf der Fahrveranstaltung habe ich mir ganz bewusst die Limousine ausgesucht. Man wird sie wahrscheinlich seltener sehen als den Variant (Kombiversion). VW Passat GTE Limousine
Der Passat in der Ausführung GTE bringt 160 kW / 218 PS auf die Straße. Der Vorteil der unterschiedlichen Fahrmodi erschließt sich hier sofort. Im Stadtverkehr kann man rein elektrisch fahren. So eingestellt ist der GTE auch beim Startvorgang. Also vorsichtig, wenn es gleich auf die Autobahn geht – von einer Raststätte zum Beispiel. Da verbraucht man viel zu viel E-Energie.

VW Passat GTE LimousineSchnell in den Hybrid-Modus stellen, damit die kostbaren 50 Kilometer elektrische Reichweite nicht sofort verloren gehen. Nun fahre ich also wie mit einem Vollhybrid. Ich kann rekuperieren, so dass die Verbrauchsanzeige der Batterie nicht so schnell nach unten geht.

Mit Hilfe des TSI Motors (1,4 Liter) kann ich die Batterie sogar während der Fahrt wieder voll laden. Warum man das tun sollte und wann man das braucht? Ganz simpel erklärt: Wenn ich zur Autobahn elektrisch fahren kann und schon meine Reichweite stark reduziert habe, dann kann ich in der Zielstadt ja nicht mehr rein elektrisch fahren.

Viel Wind um nichts?

Ich war in Amsterdam und Umgebung unterwegs. Leider hatten die Windräder keine Lademöglichkeit, aber ich hatte ja noch genügend elektrische Reichweite.

VW Passat GTE Limousine

Ach, sogar 55 Kilometer rein elektrisch geschafft?

VW Passat GTE Limousine
Da war ich mal wieder richtig gut unterwegs. Auf Sparsocken. Aber hatte dennoch meinen Spaß beim Fahren. Aufgeladen habe ich die Batterie allerdings nicht. Ich bin in den jeweils optimalen Modi gefahren. Da hilft es, etwas mehr E-Auto-Erfahrung (bei mir seit 2010)  zu haben. Der E-Motor hat übrigens 85 KW / 115 PS.

Die Passat GTE-Lösung für die Stadt

In manchen Städten wie in London gibt es ja mittlerweile starke Restriktionen. Die City Maut wird bestimmt bald in einigen Städten bald ein Thema werden. Der Passat GTE ist in London von der Maut sogar befreit. Das setzt aber voraus, dass genügend elektrische Reichweite vorhanden ist.

Also – falls ich mehr als die restliche elektrische Reichweite nur noch verfügbar habe, lade ich mir – während der Autobahnfahrt oder auf der Landstraße – meine Batterie wieder auf. Und mehr als weitere 50 Kilometer wird man kaum in der Stadt fahren. Eher steht man im Stau – in London zumindest. Eine Untersuchung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ergab sogar, dass rund 80 Prozent aller Autofahrer täglich weniger als 50 Kilometer fahren.

VW Passat GTE LimousineDas Aufladen während der Fahrt ist natürlich nicht so günstig, als wenn man mit dem Plugin-Hybrid an die nächste Ladesäule fahren würde. Doch es kommt ja öfter vor, dass man es einfach mal eilig hat. Dann finde ich die Aufladung während der Fahrt völlig legitim, wenn ich die elektrische Reichweite für die City wieder erreichen muss.

Auto-Diva Nicole Y. Jodeleit mit dem Passat GTEIm Display kann man sich unterschiedliche Darstellungen anzeigen lassen. Etwas für geekige Leute wie mich. Ich mag das!

Der GTE-Modus im Passat macht mehr Laune

Ich würde natürlich nie von einem wirklich reinrassigem sportlichen Fahren wie bei echten Sportwagen sprechen. Aber im GTE-Modus wird der Passat GTE einfach agiler und straffer. Merkt man sofort beim Gasgeben, er spricht besser an.

Nun kann man es auch noch auf die kleine Spitze treiben und nutzt den Boost. Das ist natürlich nicht gerade energiesparend, aber es macht mehr Spaß, wenn die Straßen frei sind und die Geschwindigkeitsbegrenzung es erlaubt.

Ganz lustig, dass der Sound auch im Innenraum entsprechend angepasst wird. Nicht ganz GTI, aber GTE kann man dann wirklich hören. Ich empfehle dazu die DCC (adaptive Fahrwerksregelung) mitzubestellen. Dann hat man sowohl ein strafferes Fahrwerk als auch einen Comfort-Modus.

Wenn man dann genug an den Paddles gespielt hat, um das 6-Gang DSG auszureizen, dann kann man auch wieder automatisch hoch- und runterschalten lassen. Ich mag es, wenn ich mir aussuchen kann, wie ich schalte – oder eben schalten lasse.

Cockpit zum Umgewöhnen

VW Passat GTE Limousine
Das Active Info Display (optional) ist für viele sicherlich erstmal gewöhnungsbedürftig. Man kann verschiedene Ansichten einstellen und das Navi ist beispielsweise integriert. Aber auch rechts im 6,5 Zoll großen Display kann das Navi mitmischen. Oder man stellt sich die Musik in die Mitte. Oder die Telefonfunktion. Oer mehr Fahrdaten. Viele Möglichkeiten! Ich empfehle, dass man sich im Stand über die verschiedenen Ansichten erstmal informiert, bevor man losfährt. Auf keinen Fall während der Fahrt „herumfummeln“ und unaufmerksam gegenüber dem Verkehr werden!
VW Passat GTE Limousine
Das Ladekabel ist nach wie vor – wie bei jedem E-Auto bzw. Plugin-Hybrid im Kofferraum verstaut. Da wünsche ich mir manches Mal eine bessere Lösung. Denn lange bleibt das gelbe Kabel nicht sauber, wenn es zum Laden benutzt wird. Und irgendwann macht man sich die Finger dreckig. Ist aber kein VW-Problem, das haben alle „Steckerautos“.

VW Passat GTE Limousine
Der Ladevorgang erfolgt an der Front. Neben dem VW-Emblem kann man die Klappe – einigermaßen fingernagelfreundlich – öffnen.

Mein Fazit: Wem ein Golf zu klein ist – denn den gibt es auch als GTE – kann dem Passat GTE den Vorzug geben. Und als Variant hat er ja nochmal etwas mehr Platz. Über dieses Auto könnte ich noch Romane schreiben. Es hat sehr viele Funktionen. Könnte den einen oder anderen überfordern. Aber bis auf wenige Ausnahmen muss man nicht an den Display-Ansichten herumschalten. Aber man kann. Und das gefällt mir. Der Passat GTE ist zurzeit nicht „mein Auto“, aber das liegt vielleicht daran, dass ich immer noch ein Cabrio-Fan bin. Nach der Testfahrt mit dem Golf GTE habe ich gesagt: „Wenn es den Golf GTE als Cabrio gäbe, dann wäre es ein reizvolles Modell für mich“.

Volkswagen gewährt auf die Hochvoltbatterie eine Garantie über acht Jahre respektive 160.000 Kilometer.

NEFZ-Verbrauch von 1,6 l/100 km und 12,2 kWh/100 km.

Danke an VW für die Einladung zur Fahrvorstellung. Meine Reisekosten wurden übernommen.

3 Gedanken zu “Die etwas andere Limousine: Volkswagen Passat GTE

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