Unauffällig auffällig, der Stoßdämpfer – Bilstein und die Technik


Ein Stoßdämpfer. Hier noch vor dem Zusammenbau, erwischt in der Produktion. Ja, ich habe mir alles genau angeschaut, wie so ein Stoßdämpfer entsteht. „Die Sendung mit dem Stoßdämpfer“, dazu hatte Bilstein eingeladen. Direkt in der „Manufaktur“ in Ennepetal, wo die Spezialaufträge und Kleinserien von Hand gefertigt werden.


Die Erfahrung seit dem Jahre 1873 und die hohe deutsche Ingenieurskunst bringen hochwertige Produkte zum Vorschein. Für viele Autohersteller gehört Bilstein zum Erstausrüster. Einige Autos bin ich auch schon gefahren. Aber ich weiß das eigentlich bei den meisten Fahrzeugen erst im Nachhinein. Wer kümmert sich schon um die Stoßdämpfer? Das Auto selber ist wichtig (also Marke, Form), dann kommt die Motorisierung, die Schaltung, die Reifen. Beim Fahrwerk merkt man meistens erst in Extremsituationen oder bei schlechter Wegstrecke, das da etwas sehr gut funktioniert oder – bei möglichem Defekt – eben auch nicht mehr gefällt.

Was man nicht sieht, wird auch nicht repariert? Ist der Reifen platt, wird er ausgetauscht. Doch ein Fahrwerk? Wie pflege ich das Gefühl, dass mein Fahrzeug straff fährt, aber ebenso noch komfortabel eingestellt ist? Eine TÜV/Dekra Untersuchung ist nicht vorgesehen. Was bringt mir ein Stoßdämpfer eigentlich?

Federn und Stoßdämpfer sorgen als Bindeglied zwischen der Radaufhängung und der Karosserie für einen bestmöglichen Kontakt zur Fahrbahn.

Stoßdämpfer/Schwingungsdämpfer, was macht der eigentlich?
Wenn wir nur eine Feder zwischen die Radaufhängung und der Karosserie hätten, dann wäre das ein mächtiges Geschaukele. Ein Stoßdämpfer reduziert und bremst Schwingungen der Feder ab. Daher sagt man auch „Schwingungsdämpfer“. Die Bewegungsenergie beim Fahren, die durch unebene Straßen entsteht, wird also mittels Flüssigkeitsreibung in Wärmeenergie umgesetzt. Daher werden beim Fahren auf der Rennstrecke nicht nur die Reifen heiß, sondern die Stoßdämpfer „arbeiten“ und geben jede Menge Wärme dazu.

Fahrwerk für Bodenhaftung, Traktion und gewissen Komfort
Das Fahrwerk schließt den Kreis zwischen Fahrbahn und Karosserie. Zum Fahrwerk zählen eine Menge Sachen:

  • Feder
  • Stoßdämpfer
  • Verbindungsstange (Koppelstange)
  • Achsträger/Radträger
  • Lenker (Quer- und Längslenker)
  • Felge
  • Reifen
  • Achsantrieb 
  • Lenkung

Durch Fahrbahnunebenheiten oder Richtungswechsel treten Schwingungen auf. Diese müssen kontrolliert werden. Die Weitergabe dieser Schwingungen an die Karosserie muss weitestgehend vermieden werden, um ein unangenehmes Fahrgefühl zu reduzieren (Wanken, Gieren und Nicken). Dadurch wird ein Aufschaukeln verhindert und für optimale Bodenhaftung und Traktion gesorgt. Also wenig „Schlupf“, wie man öfter mal hört.

Ich bin keine Freundin der Theorie, ich freue mich schon darauf, das ganze mal in der Praxis zu testen. So versprach Bilstein, … und wisst Ihr, wer noch für Bilstein erprobt? Rallye-Weltmeister Walter Röhrl!

Na, ob er dabei ist, glaube ich eher nicht.

Eine liebe Motorsport-Freundin von mir, die steht auch hinter Bilstein. Mit ihr habe ich schon einiges erlebt. Wir waren zusammen auf der Rennstrecke, sind gedriftet und haben uns bei einem 24-Stunden-Rennen schon durch die VIP-Lounges bewegt.

Lina van de Mars. Eine, die ich um ihre Schrauberlehre und somit Ihr umfangreiches Fachwissen neidfrei bewundere.

Ich habe gerade noch bei Bilstein gefunden, woran man defekte Stoßdämpfer erkennen kann.

So im Fließtext ist die Grafik nicht gut lesbar. Klickt einfach mal drauf oder ladet Sie Euch auf die Festplatte.

  • Springende Räder
  • Flatternde Lenkung
  • Nachschwingen der Karosserie
  • Federung schlägt durch
  • Nicken beim Bremsen
  • Schlechte Kurvenstabilität
  • Starke Seitenwindempflichkeit
  • Öl am Stoßdämpfer
  • Ungleichmäßiger Reifenverschleiß
  • Ausgeschlagene Kugelgelenke
  • Ausgeschlagene Gummi-Metall-Verbindungen

 

Sooo, der letzte fegt weg, muss ja alles seine Ordnung haben!

Danke an Bilstein für die Einladung und für einen Teil des Fotomaterials (Sichtkontrolle bei gelbem Auto, Walter Röhrl, Lina van de Mars und das Poster „Defekte Stoßdämpfer erkennen“).

 

2 Gedanken zu “Unauffällig auffällig, der Stoßdämpfer – Bilstein und die Technik

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