Wireless Charging – meine Gedanken zum drahtlosen Laden von E-Autos

Wireless, das kennen wir vom Internet, das drahtlos durch unsere Räume wabert und unseren stationären und mobilen Geräten den nötigen Connect und damit „Reichweite“ (hier ins Internet) bringt. Was spricht dagegen, das auch für Elektro-Autos anzudenken? Mit der größte Entscheidungsfaktor gegen ein E-Auto ist die Reichweite. 100 Kilometer sind den meisten zu wenig, die Reichweiten-Angst ist größer als der Bedarf überhaupt ist. Aber der Auto-Fahrer ist ein Sicherheitsmensch, der sich mit viel Reichweiten-Puffer einfach wohler fühlt.
Qualcomm halo mit seinen Partnern drayson racing, addison lee und chargemaster haben das Wireless-Projekt in London vorgestellt und ein paar Botschaften mitgebracht.
Klar, dass die Entwicklung Zeit braucht (siehe Chart oben). Warum denn nicht früh genug anfangen, über die Technik zu sprechen?

In London sollen ab 2014 zunächst Taxis die neue Technik nutzen. Das Auto bekommt einen flachen „Unterbau“ in Form einer Platte und die Taxi-Warteplätze werden mit Induktions-Stromplatten ausgestattet. Denn was macht ein Taxi zu einem großen Teil? Es steht und wartet auf seinen Einsatz. Wie auch unsere eigenen Fahrzeuge, nur, dass wir sie noch weniger nutzen (meistens, im Durchschnitt).

Im Cockpit kann man erkennen, ob man richtig über der Ladeplatte steht und den Ladevorgang steuern. Im Renault Fluence, der auch ausgestellt war, hatte man eine App auf einem Mobilfunkgerät. Das geht ja auch, wenn das Elektrofahrzeug noch nicht für die neue Technik der berührungslosen Ladens vorbereitet ist.

So gäbe es auch die Möglichkeit, Car-Sharing E-Autos mit einer Ladeplatte nachzurüsten, bzw. bei Vorhandensein der technischen Möglichkeit Wireless Charging dann auch mit einem iPhone oder anderem Smartphone zu steuern.

In der Abbildung ist das Gerät zu sehen, was die Ladeplatte steuert. Ein bisschen mehr Technik muss dann schon sein. Nur eine Platte in den Asphalt einzulassen reicht da nicht.

Lohnt sich der Aufwand und wie teuer ist das? Das habe ich leider nicht im Detail erfahren können. Vermutlich ist es (noch) die Frage, wie groß ein Projekt aufgezogen wird. Bestelle ich eine Ladeplatte für meinen Supermarkt, um die Kunden anzulocken, mit ihrem E-Auto kostenlos aufladen zu können, ist das sicherlich teurer, als wenn eine ganze Kette sich für dieses Angebot entschließt. Individuelle Preisgestaltung. Doch das Ziel wäre es ja auch, wenn wir uns das in der Garage installieren könnten.Auch meine erste Frage war: was ist, wenn eine Katze unter das Auto kriecht und zwischen die Ladeelemente gerät? Nein, die Bilder kann ich Euch gleich wieder aus dem Kopf nehmen. Die Katze wird nicht gegrillt, weil der Ladevorgang automatisch unterbrochen wird.

Stop des Ladevorgangs bei „möglicher Gefahr“!
Sollte also ein Tier, das meßbar über die Platte klettert oder ein Stück Metall zwischen die Ladeströme kommen, schaltet sich das System sofort aus. Beruhigend, oder? Andererseits habe ich das Problem auch schon, wenn eine Schraube unter mein E-Auto in den überwachten Bereich kommt und damit auch den Saft ausknippst.

Manipulationen wie Stecker rausziehen beim Ladevorgang stehen damit adäquat bei der Wireless Charging Technology zum „Ich schmeiße ein Metallstück unter das E-Auto“.

Mein Vorschlag, an dem die Techniker arbeiten sollten:
Warum nicht eine Art „Schutz“ entwickeln? Wenn ich mit dem E-Auto die richtige Position gefunden habe und das Laden beginnen könnte, dann müsste der Schutz eingesetzt werden. Wie genau, kann ich nicht sagen, was da technisch möglich wäre. Aber ich stelle mir vor, dass eine Art flexible Faltwand, die die Ladeplatte umgibt, hochgefahren wird. Ziehharmonika-artig denke ich. Material und Technik müsst „Ihr“ selber testen, liebe Anbieter. Das sollte den möglichen Schutz bieten, damit keine daher gewehte Zigarettenschachtel, die mit einer Metallfolie innen versehen ist, den Ladevorgang ungewollt unterbricht.

Für die Physik-Interessierten hier noch eine Folie über die Magnetfelder, die ich abfotografiert habe. Bitte fragt mich nicht … Die „Conclusion“ von der Veranstaltung möchte ich Euch auch „im Original“ zeigen. Qualcomm halo und Partner sind davon überzeugt, dass hier ein Meilenstein bei der Entwicklung von Lademöglichkeiten von Elekro-Autos gesetzt wird.

Wie gesagt, ein paar Stolpersteine gibt es noch. Wir reden auch nicht von Autobahnen, die flächendeckend Induktionsfelder erhalten. Der Invest wäre sicherlich zu hoch. Doch wenn sich das kabellose Laden – das mehrmalige Zwischendurch-Laden nämlich – durchsetzen würde, dann wäre das für die Verbreitung von E-Autos sicherlich eine gute Sache.

Danke an Qualcomm halo für die Einladung nach London, für die ich extra um 4 Uhr morgens aufgestanden bin.  :-)

 

2 Gedanken zu “Wireless Charging – meine Gedanken zum drahtlosen Laden von E-Autos

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