smart ebike

Elektrische Unterstützung beim Fahrradfahren: smart ebike (Pedelec)

Wird das bald in den Städten ein typisches Bild sein? Vielleicht bei einem Fahrradverleih, aber privat ist das smart ebike vielleicht noch nicht ganz auf dem Vormarsch, obwohl es eine tolle Idee ist.

Ich rede hier von einem 5 Minuten Praxistest, also ein völlig subjektiver und (viel zu) schneller Eindruck. Ein Langzeit-Test müsste her, … außerdem muss ich gestehen, dass dies mein erstes Pedelec war, das ich ausprobierte. Bei E-Autos reichen meine 2 Hände nicht mehr aus, bei Fahrrädern war das eine Premiere.

Die guten Seiten, die mir auffielen:

  • Fahrradfahren wird dynamischer. Je nach Rekuperationsstufe und Einstellung der elektrischen Unterstützungsstufe (je 4) bekommt mein Antritt Schwungunterstützung.
  • Wenn ich aufhöre zu treten, dann macht auch das ebike Pause. Wir haben hier keine Mofa vor uns!
  • Versicherungsfrei, führerscheinfrei, da nur BIS ZU einer Geschwindigkeit von ca. 25 km/h elektrisch unterstützt wird (Vortrieb).
  • Keine Helmpflicht, obwohl der natürlich empfohlen wird. Im Design des Rades angepasst gibt es die auch von smart, in 2 Farbstellungen.
  • Batterie entnehmbar, einzeln aufladbar (das Rad muss nicht mit zur Steckdose)
  • Neuartige „Kette“, die verschmierte Hosenbeine ad acta legt und der Hosenklammer „Adieu“ gewünscht wird.
    Codename:Carbon-Zahnriemen

Die nicht ganz so guten Seiten – oder was mich spontan störte:

  • Gewicht, 22 Kilogramm habe ich in Erinnerung. In den Unterlagen, die ich bekam, finde ich gerade keine verifizierbare Angabe dazu. Für mich viel zu schwer, um das Rad in den Keller zu bringen oder hinten am Auto auf den Fahrradhalter zu hängen. Garagenbesitzer oder kräftige Bodybuilder sind da im Vorteil.
    Handling beim Fahren. Nach nur so kurzer Zeit hat es mich wirklich gestört, dass ich das Hinterrad nicht einfach mal schnell hochheben kann. Wer das gewohnt ist, so mit dem Fahrrad umzugehen, wird sich stark umstellen müssen.
  • Diebstahlschutz, keiner. Enttäuscht habe ich keinen gefunden. Okay, das ebike ist – siehe Punkt 1 – etwas schwer, um es einfach mal wegzutragen, aber klauen geht immer, wenn die Diebe wollen.
  • Preis insgesamt: mindestens 3-4 Weihnachtsgeschenke, wenn man sehr lieb war. Oder den eigenen Sparstrumpf total plündern. Ich finde für ein RAD ist es ganz schön teuer. Wenn es bestimmt auch seinen Preis wert ist. Aber ein „Volksrad“ ist es so noch nicht, mit knapp 2850,- Euro.

Das Pedal Electric Cycle, kurz Pedelec fährt sich wie folgt:
Der wartungsfreie Elektro-Hinterradnabenmotor wird zugeschaltet, sobald ich in die Pedale trete. Mit der Dreigang-Nabenschaltung (Dreh am rechten Griff) steuere ich den Gangwechsel.
Ein kleines Display in der Mitte (autorild hat sogar ein Foto im Bericht) lässt mich das ebike anschalten und ich kann einstellen, wie viel Leistung der Elektromotor zur Unterstützung der Muskelkraft liefert. Vier Leistungsstufen sind vorhanden, die höchste bringt am meisten Leistung dazu.
Nun kommt es darauf an, wie ich fahre und welche Stufen ich gewählt habe. Mit einer 100% Batterieladung kann ich im besten Falle also bis zu 100 Kilometer Reichweite „abfahren“.

Die Lithium-Ionen Batterie wird auch mittles Rekuperation während der Fahrt wieder aufgeladen. Bremse ich, mit der linken Bremse, so sehe ich, dass wieder Energie gewonnen wird, die dann auch gespeichert werden kann, zum „Wiederabruf“ später.

BRABUS ebike …

Die BRABUS-Edition habe ich nicht gesehen bisher, doch wie aus den Unterlagen zu entnehmen ist, soll das wohl ein Power-E-Esel sein. Ab Ende 2012 soll der Zweirad-Elektro-Hobel mit 500 Watt doppelt so viel Leistung bringen wie o. e. ebike. Design- und Funktions-Optimierungen inklusive. Zum Preis habe ich vorsichtshalber nichts erfahren, ich las nur, dass 10% Gewichtsersparnis dabei sind. Was es für mich nicht leichter machte, … also das Tragen des ebikes. Mit 45 km/h wird das E-Power-BRABUS-Ding dann die Vorteile „verlieren“, die Versicherungsfreiheit und Helmpflicht angehen. Aber wenn man sich dafür entscheidet, dann ist das bestimmt auch egal.  😉

Fahrzit:

noch unerwähnt sind die Möglichkeiten, die sich bei Leuten ergeben, die nicht einfach nur länger fahren wollen, sondern die sonst überhaupt nicht – ohne Unterstützung – fahren könnten. Ich hoffe, dass einige Seniorenheime und Kliniken (Reha usw.) das „normale“ Pedelec als Therapie-Gerät für sich entdecken und nutzen können.

Ein weiter vertiefendes Fahrzit gibt es heute nicht, da 5 Minuten Praxis und 5 Minuten Einführungsgespräch vor dem Fahrtest nicht ausreichen.

Disclosure: smart hat mir die Reisekosten erstattet

 

7 Gedanken zu “Elektrische Unterstützung beim Fahrradfahren: smart ebike (Pedelec)

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