Mobil mit Windwasserstoff: CEP auf Tour und wir dabei

Wasserstoff-Fahrzeuge, wenige Leute sind bisher eins gefahren. Ich bin beispielsweise schon vor zwei Jahren E-Auto-Rallye mit dem Honda FCX Clarity gefahren und habe am F-Cell World Drive mit der B-Klasse F-Cell teilgenommen. Was ist passiert seitdem? Ich verfolge das Thema genau und freue mich, dass ich auf dem Laufenden von CEP gehalten werde. Fahrenderweise natürlich auch, denn CEP hatte eine kleine Tour vorbereitet und Publizisten eingeladen.

Setze die Auto-Diva ins Auto und sie ist glücklich. Neben den „liebgewonnen Bekannten“ Mercedes-Benz B-Klasse F-Cell und dem Honda FCX Clarity konnte ich endlich auch mal eine längere Strecke den Opel HydroGen4 und Toyota FCHV-adv bewegen. Nur der VW Tiguan HyMotion war nicht von mir geentert worden – mangels Zeit. Vom Hybridkraftwerk ging es durch die beschaulich Uckermark auf die 1,5 Stunden lange Rückfahrt nach Berlin.

Wie fühlt sich so ein Wasserstoff-Auto an, wenn man es fährt? Und vor allen Dingen, wenn man eine Strecke vor sich hat, bei der keine Tankstelle, die auf dem Weg liegt, was geht einem da durch den Kopf?
Ich muss sagen, dass ich mir keine großartigen Gedanken gemacht habe. Weil es mir natürlich vertraut ist, mit Wasserstoff zu fahren. Wenn jede Tankstelle eine Wasserstoff-Zapfsäule hätte, dann würde man überhaupt keinen Unterschied zu den Kraftstoff-Verbrennern merken.

Unser Zielpunkt war dann auch die öffentliche Wasserstofftankstelle von Total und Linde in der Heidestraße, Berlin. Die Tankstelle ist etwa doppelt so viel Wert wie eine Tankstelle, die nur über normale Zapfsäulen verfügt. Für die Mineralöl-Konzerne (Wasserstoff-Konzerne müssen noch gebacken werden) also eine echte Investition, die das Henne-Ei-Problem deutlich macht.

Flotten wären eine Lösung, aber auf Dauer reicht die Verbreitung der Wasserstoff-Autos damit auch nicht aus.
“Vom Windrad bis zum Tank – mobil mit Windwasserstoff” ist eine Veranstaltung von CEP, die darauf aufmerksam machen möchte.

Zusammen mit Air Liquide, BMW, BVG, Daimler, EnBW, Ford, GM/Opel, Hochbahn, Honda, Linde, Shell, Statoil, Total, Toyota, Vattenfall und Volkswagen wird an Lösungen gearbeitet, um auch gleich eine Standardisierung sicherzustellen, was die Entwicklung und Verbreitung der Wasserstofftechnologie angeht.

Der Infrastrukturausbau steht daher auch im Fokus der finalen CEP-Projektphase bis 2016.

Ich zitiere CEP:
Der Ausbau des Tankstellennetzwerkes ist eine der wesentlichen Herausforderungen, um Wasserstoff als Kraftstoff zur Marktreife zu verhelfen.
Das Tankstellennetz der CEP wächst kontinuierlich. Neben der Eröffnung weiterer Tankstellen in Hamburg und Berlin werden auch in den Bundesländern der assoziierten Partner Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen weitere Wasserstoffstationen eröffnet.
In Zukunft sollen auch H2-Tankstellen auf den Verbindungsstrecken zwischen den einzelnen Wasserstoff-Clustern entstehen, um peu à peu eine Flächendeckung zu erreichen.
Ein besonderes Augenmerk liegt bei allen CEP-Tankstellen auf der nachhaltigen Produktion des Wasserstoffs. Bereits heute stammt mindestens die Hälfte des Wasserstoffs an CEP-Tankstellen aus regenerativer Erzeugung. Seit April 2012 werden die Berliner Total-Tankstellen Heidestraße und Heerstraße mit aus Windelektrolyse erzeugtem Wasserstoff aus dem Hybridkraftwerk von Enertrag versorgt. Der 100% regenerative „grüne“ Wasserstoff kommt per Lkw-Trailer aus Prenzlau an die Tankstellen.

Und ich empfehle den von Thomas geschriebenen Blogartikel von greenmotorsblog, der auch mitgefahren ist. Sowie im Daimler Blog den GASTBEITRAG: Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur nimmt Fahrt auf.

Macht ein Wasserstoff-Auto Spaß? Spaß!

Was für eine Frage! Ich mag es sehr mit Wasserstoff-Autos zu fahren, denn meistens liegen die Leistungswerte um die 100 kW (Opel hat 75). Die Höchstgeschwindigkeit ist um die 160 km/h, was aber für eine normale Autobahnfahrt ausreichend ist. Man überlege sich, wie viele Länder nur 120 oder 130 km/h als Höchstgeschwindigkeit erlauben, da sind für ein emissionsloses Fahren (lokal gesehen) die 160 km/h doch purer Luxus (wenn man es mal so sieht). Und das Tanken ist auch relativ simpel, ich denke nach 2-3 Mal hat man das als Routine-Ablauf im Griff. Die Abrechnung funktioniert schon per Karte, wie hier von Claudia Fried gezeigt:

Hier gibt es noch weitere Fotos von der Fotografin Caroline.

Disclosure: Reisekosten inklusive Wasserstoff wurden von CEP übernommen, plus Cola und ein paar Häppchen ;-)

6 Gedanken zu “Mobil mit Windwasserstoff: CEP auf Tour und wir dabei

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