Elektro-Autos im Paket vom Stromanbieter?

Dieses Modell unterscheidet sich doch schon sehr vom Paket "Mobilgerät mit Providervertrag". Es sind einfach (auch) ganz andere Summen, um die es sich hier dreht. Hier ein paar Gedanken von mir zum verlinkten Artikel in der Zeit-Online.

Die Aussage ist ja sehr ins Blaue: "69 Prozent aller Deutschen können sich mittlerweile vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen."
Ich kann mir das auch vorstellen, aber ich habe es nicht vor! Warum nicht? Ich kann das E-Auto nicht aufladen (Infrastruktur).

Da liegt der Hase im Pfeffer: jeder Stromkonzern kocht sein eigenes Süppchen, so etwas wie "Roaming" ist noch nicht im Plan. Was macht man denn, wenn eine Ladesäule (in der Stadt) zwar verfügbar ist, aber das Label eines anderen Stromanbieters klebt darauf? Dann gibt es keinen Strom.
Bezahlsysteme müssen also dringend Anbieter-übergreifend implementiert werden. Wer macht's? Hier kommen wir wieder auf die Mobil-Provider zurück, die hier ein großes Potenzial sehen sollten. Als ich bei vodafone auf der CeBIT war, habe ich mir eine Versuchsstation mit Bosch anschauen können. Bei den anderen Providern habe ich jetzt nicht recherchiert. Coming Out damit!

Die oben angesprochenen Paket-Angebote (z. B. E.on) erfordern eine Grund-Investition über 3 Jahre von gesamt 24.000,-. Nach drei Jahren hat man dann noch die Ladestation zu Hause (Tausender), das E-Auto (was gesamt 15.000 km laufen darf, mehr wird teuer) ist wieder weg. Der Preis für den getankten Ökostrom ist noch nicht inkludiert. Details im Artikel der Zeit-Online …

Da muss man schon ein bisschen verrückt sein oder es geschäftlich absetzen können, um bei diesem Paket zuzuschlagen, oder?

Wann werden wir also elektrisch(er)?
So geht "Mainstream" jedenfalls nicht. Und der allgemeine Kundenwunsch geht auch nicht zum Kleinwagen … sagt zumindest http://www.kfz-betrieb.vogel.de/elektromobilitaet/articles/336901/ … das nächste Problemchen, womit sich der potentielle E-Auto-Kunde herumschlägt …

Weiterhin bleibt also nur ein sparsamer Hybrid / Range Extender wie Opel Ampera (das ist für mich kein reines E-Auto, Herr Vogel!) oder von anderen Marken, wenn man ein großes Familienauto braucht und in der Etagenwohnung lebt. Das E-Auto bleibt Zweitauto oder Single- / Paarfahrzeug / Stadtmobil, doch auch nur, wenn es genügend Lademöglichkeiten gäbe. Das dauert noch und ist nur in Ausnahme-Städten bisher vorangetrieben worden.

Und ich bleibe – zwangsweise für den Alltag – immer noch ohne E-Auto. Genieße natürlich jede Probefahrt / E-Auto-Rallye derweil!

Embedded Link

Elektroauto: Teure Pakete
Die Stromkonzerne wollen das Elektroauto anschieben – geizen aber mit finanziellen Anreizen. Die Verkäufer von Gesamtpaketen finden kaum Kunden. Von Dietmar H. Lamparter

Google+: View post on Google+

Post imported by Google+Blog. Created By Daniel Treadwell.

7 Gedanken zu “Elektro-Autos im Paket vom Stromanbieter?

  1. Genau was Du schreibst. Ich wohne ja etwas abseits (Konstanz) und fahre hier fast immer Rad ;-) Auto ist nur für die regelmäßigen trips nach München, Stuttgart oder Frankfurt, alles darüber hinaus Zug oder Flug. Aber solange ich nicht sicher sein kann von dort jeweils auch wieder in einem Rutsch zurück zu kommen (tanken dauert max. 15 min) wird's nix mit dem E-mobil. Und wenn ich schon höre das wieder jeder versucht, seine proprietäre Suppe zu kochen, dann wird mir übel :-(

  2. Ich habe 15 km einfach zur Arbeit – ideal für ein E-Auto. Und die meisten lassen sich ja problemlos über 230 V Hausanschluss aufladen. Was mich abschreckt ist der hohe Preis für die Batterien, wobei noch nicht gesagt ist, wie lange die eigentlich halten. In diesem Punkt ist die Politik gefragt: warum least der Staat eigentlich nicht die Batterien für die ersten eine Millionen Kunden? Dann wäre auch das E-mobil konkurrenzfähig.

  3. Denke auch, dass das Range-Extender Modell das einzig vernünftige ist, um sein eAuto realitätsnah nutzen zu können – alles andere ist eher für den reinen Spaß, ähnlich den Abstrichen, die man beim Oldtimer hinzunehmen bereit ist.
    Dass alle so vehement an abgeschlossenen Modellen arbeiten, ist ja auch klar – man stelle sich vor, es gäbe eine einheitliche Lösung mit den heute vorhandenen Technologien – dann könnte ja jeder überall tanken, wo es Häuser gibt und vor allem jeder (Hausbesitzer) seinen Strom wiederverkaufen…wo kämen wir da denn hin? ;-)
    Im Ernst – die euopäische Posse um die Stecker der eAutos ist ja auch nur so ein Baustein im Labyrinth der Ängste um bisher einfache und ergiebige Märkte…

  4. + Axel Schubert es wird auch E-Autos geben, bei denen Du die Batterie/Akku leasen kannst – unabhängig, wie Du das E-Auto sonst finanzierst. Bisher ist mir Renault bekannt, bei anderen Herstellern bin ich da nicht sicher, daher erstmal keine weitere Nennung. Deine Sorge kann ich nachvollziehen, daher der Hinweis.
    + Samater Liban wenn Du "Einheitsstecker" als Synonym für Ladetechnik nimmst, dann bin ich bei Dir. Ansonsten haben / werden die meisten E-Autos einen "Bügeleisenstecker" für den langen Ladevorgang haben (normaler Haushaltsanschluss), aber wenn es ums Schnell-Laden geht, da muss man erstmal sehen, ob das Balancing / Energiemanagement von allen Herstellern kompatibel ist.

  5. ich bin einem E-Auto nicht abgeneigt. Zumal der Weg zur Arbeit ~25/30 Km beträgt. Aber ich kann auch rechnen. Und selbst da hatte es der ÖPNV (Zug) in meiner Gegend extrem schwierig gegen die reinen Spritkosten anzukommen. Dabei fuhre ich noch nichtmal ein hochmodernes sparsames Auto, sondern ne dicken 4 Liter V8. Vollkosten sieht es etwas anders aus – wäre knapp geworden.
    Und wie siehts bei Strom aus – komplettes KO. Und da hilft es nicht, wenn der Strompreis bei 22 Cent liegt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.