Passt ein E-Auto zu mir? Die Frage der Reichweite + des Fahrverhaltens

Diese Frage steht sofort im Raum, wenn es darum geht, mit batterieelektrischen Fahrzeugen zu liebäugeln.
Ich hatte schon länger die Idee, dass das – theoretisch – mit einem einfachen Tabellen-Kalkulations-Sheet möglich sein sollte, dieses festzustellen. Doch wer hat schon Spaß daran, seine gefahrenen Kilometer akribisch zu notieren. Höchstens jemand, der sowieso ein Fahrtenbuch führt.

Eine App unterstützt den Spieltrieb – zumindest beobachte ich das bei mir. Die Apps, die ich bisher gefunden habe, haben irgendwie immer nicht so richtig gepasst. Und das Umrechnen auf ein E-Auto mit der entsprechenden Reichweite hätte ich auch noch manuell machen müssen, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Eine schöne Idee – so wie sie beschrieben ist – haben die TU Darmstadt und Invensity gehabt. Ein E-Mobil Simulator, der während der Fahrt Daten aufzeichnet. Man muss also nur noch darauf achten, die App zu aktivieren.

Einziger „Wermutstropfen“: man braucht eine Halterung, in die das iPhone „eingelegt“ wird. Die hat wohl nicht jeder zur Hand, noch ist eine Spezifikation beschrieben, ob es mit jeder handelsüblichen Halterung möglich ist – die vielleicht schon für die Navigation vorhanden ist.

Die nächste Frage ist dann der Preis der App. Dieser ist noch nicht genannt, ich hoffe aber, dass die App subventioniert ist und entweder kostenlos oder günstig für den Endverbraucher erhältlich ist.
Ich wäre sogar bereit, meine Daten anonymisiert wieder an den TU-Server zu schicken, damit das Innovations-Team weitere Erkenntnisse zur Weiterentwicklung erhält. Aber dann sollte die App wirklich kostenlos sein.

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Smartphone-App simuliert Elektroauto – carIT
Eine Kooperation zwischen der Technologie- und Innovationsberatung Invensity und der TU Darmstadt entwickelt die nächste Stufe des E-Mobil Simulators. Ziel ist eine Smartphone-App, die während Alltags…

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12 Gedanken zu “Passt ein E-Auto zu mir? Die Frage der Reichweite + des Fahrverhaltens

  1. Das ist eine gute Idee, jedoch könnte eine solche App nur mittels Datenübertragung über den OBD Adapter im Auto vernünftige Werte ausgeben.

    Durch den Gyrosensor im Smartphone und GPS Geschwindigkeitsermittlung ist kaum möglich das Fahrverhalten zu Analysieren .

  2. Da scheinst Du Fachmann zu sein, Jan, … an solche Ungenauigkeiten hatte ich auch schon gedacht, sie aber zunächst ausgeklammert, da ich die Spezifikationen nicht kenne.
    Vielleicht sollte man es nicht unbedingt als wissenschaftliche App sehen, sondern als App, die dem Verbraucher ermöglicht, IN ETWA abschätzen zu können, ob er wirklich 200km am Tag fährt. Denn witzigerweise ist das so die Aussage, die ich häufig bei E-Auto Veranstaltungen gehört habe. Die Angst, dass die Reichweite nicht reicht, ist sehr hoch und das eigene Fahrverhalten wird meistens falsch eingeschätzt – aus dem Bauch heraus.
    Wenn die App Fehlertoleranzen im Bereich +/- 5 km am Tag hätte, wäre es sicherlich noch zu akzeptieren – für den Endverbraucher, nicht im Labortest!

  3. Da stimme ich Dir zu.

    Allerdings resultiert die Reichweite von Elektrofahrzeugen ja auch durch zuschaltbare Verbraucher wie Radio, Klimaanlage, Sitzheizung, Licht etc. da fallen ziemlich schnell 3000 bis 4000 Watt Verlustleistung an die man leider mit solch einer App auch nicht simulieren kann.

    Also eine Fehlertoleranz von +/- 30km würde mir hier realistisch erscheinen.

    Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass ich dieses Projekt als sehr guten ersten Schritt betrachte um den Leuten die Angst vor etwas neuem zu nehmen.

  4. Dann müsste man die App Fragen stellen lassen: "Singen Sie selber oder haben Sie Radio an?" … just a joke …
    Jan, guter Einwand, allerdings wiederum einzuschränken, ob das potentiell neue und damit zu prüfende E-Mobil dann auch Sitzheizung hat. Das müsste die App dann wirklich abfragen, bzw. zusätzlich angeben: "mit Sitzheizung über (beispielsweise) 20 km Fahrt verringert sich die Reichweite um X Kilometer.

    "Sehr guter erster Schritt" – ja, das sehe ich auch so.

  5. Also ich finde eine solche App auch eine wirklich tolle Idee und denke, dass es viele Skeptiker "einnorden" könnte. Die App intelligente Abfragen machen zu lassen (Läuft gerade die Klimananlage?) sollte doch kein Thema sein!

  6. Ok, mit Voice-Command würde ich sogar 1,99 € zahlen … und über meine Erfahrungen bloggen.
    So ist das mit den Wünschen und Anforderungen an Apps, … wehe, wenn sie losgelassen. ;-)

  7. Hallo Nicole,
    ich habe ein Elektroauto mit etwa 130 km Reichweite einer max. Geschwindigkeit von 100 km/h und einem Durchschnittsverbrauch 13,60 kWh/100 km was 1.36 l Benzin entspricht.
    Ich fahre täglich 60-70 km mit 1600 m Höhendifferenz und notiere alle Ausgaben hier: http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/439200.html
    Zur Zeit bin ich, gerechnet mit 6 Jahren Amortisation inkl. Kaufpreis, Steuern, Versicherungen und Service bei Fahrzeugkosten von CHF/km 0,59
    Gruss Beat

  8. Oh, spannend, Danke für den Link auf den Monitor … hast Du die Bremsen vom Tazzari Zero nacharbeiten lassen oder waren/sind sie ausreichend von der Wirkung? Gerade in den Bergen …

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