Quicar in Hannover – Carsharing – Social Media Aktionen

Carsharing in Hannover, am 16. November ist es dann soweit, die ersten VW Golf Blue Motion sind dann mietbar, vorerst 200 Stück. Vorab gibt es eine Pressekonferenz (die war heute), damit wir (Journalisten und Blogger) schon mal darüber berichten können. Aber nicht nur der „klassische“ Weg wird eingeschlagen. Volkswagen traut sich bei Quicar etwas mehr (zu).

Das Engagement in Richtung „Social“ war extrem gut zu bemerken, nicht nur digital. Während der gesamten Veranstaltung wurde ich mit Gesprächspartnern „versorgt“ … Ein „Piep“ von mir in Richtung mobile Apps, schwupps, stand der richtige Ansprechpartner vor mir – ich musste ihn nicht suchen. Okay, ich hatte auch zweimal das Mikro während der PK in die Hand genommen und jeweils unterschiedliche Fragen gestellt. Das fiel wohl auf. :-)

Das Gespräch über die Apps (iPhone und Android) war spannend und lief dann auch in die Richtung (von mir forciert), ob die App auch schon für eventuelle (nicht bestätigt!) Golf E-Blue Motion vorbereitet wäre. Klar, eine eindeutige blogbare Antwort bekam ich nicht, aber meine Fragen stießen auch im persönlichen Gespräch auf sehr viel Interesse und eine Austauschbereitschaft war stark vorhanden. VW Quicar hält die Ohren auf, das hat mir gefallen. Ein bisschen mehr quit pro quo als üblich, stellte ich fest … das macht doch viel mehr Spaß als nur bloße Marketingsprüche zu hören.

Datenschutz

Übrigens ist es auch hier (wie bei anderen Carsharing-Modellen, z. B. car2go) so, dass der Ortungspunkt nur dann sichtbar wird, wenn das Fahrzeug länger steht/parkt oder gerade nicht gemietet ist. Ein Tracking der Fahrten wird NICHT vorgenommen. Auch wenn – so wurde mir bestätigt – es hochgradig spannend wäre, die Cruising-Spuren der Quicar-Nutzer verfolgen zu können, die Abteilung „Datenschutz“ hat dazu ein „Nein“ gegeben. Wie die App dann wirklich aussieht, wie gut benutzbar sie ist, werden wir erst ab dem 16. November erfahren, denn dann erscheint sie erst im Store von Apple und Android.

Nachdem mich unser Oberbürgermeister mehrmals sehr nett angelächelt hat (warum, weiß ich nicht, aber nett), ich dann noch mit mehreren Quicar-Experten gesprochen habe, wollte ich doch gern den Anmietvorgang testen und vor allen Dingen sehen, was in der Stadt los ist. Neben den digitalen Unterlagen auf einem Stick bekam jeder Teilnehmer der PK eine Karte, auf der das Quicar-Siegel aufgebracht war, um den Anmietvorgang auch richtig auszuprobieren und herumfahren zu dürfen. Ein charmanter Quicar-Mitarbeiter aus dem Team wurde mir zur Seite gestellt und begleitete mich im Golf – auf dem Beifahrersitz.

Quicar-Shop

Zuerst ging es zum Shop in der Karmarschstr. 37-39. Sooo groß, wie sich die Hausnummer anhört, ist der Shop zwar nicht, aber es sind drei Beratungsplätze mit Besprechungstresen vorhanden, das sollte reichen, denke ich. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass der dritte Platz nicht immer besetzt ist, aber mit einem Notebook bei Bedarf sofort „installiert“ werden kann. Der Shop ist übrigens erst heute fast fertig geworden, es roch noch ein bisschen nach Farbe, aber nicht schlimm.

Die Akustik des Raumes wäre noch zu optimieren, wenn allerdings immer 10 Kunden im Raum wären, dann wäre das Problem schon gelöst. Eine Videowand wird noch installiert, wurde mir avisiert. Öffnungszeiten:  Mo – Fr: 8 – 20 Uhr,
Sa: 8 – 16 Uhr. Hier kann man sich auch registrieren lassen und bekommt das Siegel auf den Führerschein geklebt. Dazu später noch ein Tipp!

Weiter lotste mich mein Beifahrer samt Navi – auf den Bahnhofsplatz. Dort präsentierten sich 2 Quicars und ein (nicht im Bild) Infostand war aufgebaut. Hier konnten sich die Passanten – wohl zumeist Bahnfahrer – informieren, was es mit Quicar auf sich hat. Wenn man den Blick nach rechts – auf das Bahnhofsgebäude – warf, war es nicht mehr zu übersehen:

Facebook Postings am Hauptbahnhof Hannover

Eine Aktion, die Aufmerksamkeit erregt, … die gesamte Front war mit einer Verkleidung versehen, eine riesige Werbefläche also. Ganz oben in der Mitte war ein Display angebracht, auf dem – ständig wechselnd – Facebook Postings angezeigt wurden. Ich hatte kurz Gelegenheit, mich mit den Social-Web-Experten zu unterhalten. Natürlich war eine meiner Fragen: wie wählt Ihr die angezeigten Facebook-Postings aus? Die Antwort: ja, wir sichten die Postings vorher, geben sie erst frei, bevor sie auf der Bahnhofs-Wall landen. Aber, so hörte ich weiter: wir (Quicar) lassen auch konstruktive Kommentare zu, die kritisch sind. Auch eine dialogische Anordnung wird gezeigt (Frage / Antwort). Das Ganze kann man nicht nur am Ernst-August-Platz bestaunen, sondern auch digital beäugen. Auf der Facebook-Page von Quicar, gibt es den Reiter City Guide. Dort kann man seine Postings absetzen und den „Regeln“ zustimmen. Die Regel lautet:
Im Rahmen unserer interaktiven, lokalen Mediakommunikation veröffentlichen wir besondere Posts – allerdings nie ohne die User noch einmal ausdrücklich um ihr Einverständnis zu bitten: 
Bitte bestätige uns hiermit, dass du damit einverstanden bist, dass Quicar deine Posts und Tweets inkl. sämtlicher Anhänge wie Text, Username und dein Foto sowie Bild- und Filmmaterial vornehmlich in und um Hannover vervielfältigt, verbreitet, öffentlich wiedergibt und unentgeltlich werblich nutzt, nämlich für den Abdruck in Printmedien, Informations- und Werbebroschüren und auf Plakaten, sowie für die Wiedergabe auf Großbildschirmen (z.B. vor dem Hannoveraner Hauptbahnhof und an anderen publikumswirksamen Orten) und im Internet.

Ich bin gespannt, wie sich die Beteiligung entwickelt. Ist es nun toll, als unbezahltes Testimonial zu agieren oder lassen die Leute lieber die Finger davon? Transparent ist es jedoch gemacht, so dass jeder weiß, worauf er/sie sich einlässt. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht darum ging, Kosten für Fotomodelle und Shootings einzusparen, es vielmehr um eine volks(wagen)nahe Aktion geht, wo jeder mitmachen kann.

Bloggen bei Quicar

Ein weiterer Mitmach-Platz in der digitalen Welt ist das Quicar Blog. Ich wurde schon gefragt, ob ich mal bloggen möchte oder ob ich ein Interview annehmen würde. Nach dem Convention Camp 2011 werde ich sicherlich gern mal darauf zurückkommen. Bin ich doch bei der längsten (120 min) Session als Moderatorin, neben Ingo Stoll dabei. Das Thema würde passen!

Wünsch Dir was – eine Quicar Station

Auch hier ist der Mitmach-Charakter ausschlaggebend. Bisher noch keine Reaktionen, aber das könnte sich ja ändern: schlagt Eure Quicar-Wunschstation zum Anmieten vor – es sind noch viele Stadtteile, die nicht ganz im Zentrum liegen, eher unterbesetzt, finde ich! Ich bin gespannt, ob die Hannoveraner reagieren oder ob der Aufruf noch deutlicher umgesetzt werden muss. Vielleicht reicht ein Blogartikel hier nicht!

Pizza Quicar?

Offen für hannoversche Originale. Was heißt denn das nun wieder? Quicar ist offen für sogenannte „eine Hand wäscht das andere Knie“- Kooperationen. Die Pizzeria Napoli bietet eine Pizza Quicar für 4,- Euro an, wenn man mit dem Quicar-Golf vorfährt. Witzige Idee und besonders gut gefällt mir, dass hier nicht immer die sogenannten Filialisten ins Spiel kommen, sondern auch Einzelunternehmungen mitmachen können. Auf meine Frage, ob denn jeder eine gute Idee vorschlagen könnte, bejahte man dieses und zeigte großes Interesse. Also: testet Quicar, ob sie Eure (Business-) Idee mit aufnehmen.

Twitter? Noch dünn!

Der Quicar Twitter Account scheint mir doch recht vernachlässigt bisher. Nur wenige Follower (zz. 16) und 9 Tweets zeigen, dass bisher auf Facebook und die eigene Website mit Blog gesetzt wird. Auch hier bleibt abzuwarten, ob die Strategie aufgeht und ob – im Laufe der Zeit – mehr getwittert wird. Registriert wurde der Account schon am 21. Juli 2011!

Alles in allem: ich persönlich finde, dass die Interaktions-Möglichkeiten bei Quicar größer sind und mehr im Vordergrund stehen, als bei anderen Aktionen von VW. Aber hier braucht man ja auch eine neue Community, denn die bisherigen Autokäufer sind entweder bedient (durch das eigene Auto) oder werden sich eher selten ein Auto zur Kurzmiete ausleihen. Mit der Zielgruppe Studenten, Papis Töchter und Söhne, Berufsanfänger und natürlich allen anderen, die sich kein Auto leisten wollen oder können, hat man sich umgestellt und ist kommunikativer geworden. Weiterhin bin ich gespannt, wie die Reaktionen der ersten Kunden (ab dem 16.November)  im Social Web sein werden. Wird es Lob geben, wenn alles okay war, wird es öffentliche Kritik geben? Ich werde das weiter beobachten … und neue Ansprechpartner zum Rückfragen habe ich ja heute auch kennen gelernt!

Ach, ja, der Tipp: die ersten 2000 Registrierungen sind kostenlos (sonst 25,- Euro, Studenten 15,-), ab Morgen (3.11.) geht es los, wo? Siehe Kostenlos anmelden und Quicar ausprobieren

UPDATE: auf der Facebook-Wall schreibt Quicar nun, dass die Registrierung im gesamten November kostenfrei bleibt.

 

Disclosure: VW Quicar hat mich zur Pressekonferenz eingeladen, nimmt aber keinen Einfluss auf den Inhalt dieses Blogartikels.

6 Gedanken zu “Quicar in Hannover – Carsharing – Social Media Aktionen

  1. Pingback: Nicole Y. Männl
  2. Pingback: KoLa
  3. Pingback: Nicole Y. Männl
  4. Hallo Frau Männl,
    danke für den netten Bericht. Und wie ich angeboten habe: wenn Sie noch Fragen oder Anregungen haben – gerne!
    Sie haben ja schon gemerkt – ich reagiere auf (fast) jeden „Piep“ ;-))

    Viele Grüße
    Jost Flender
    Technischer Gesamtprojektleiter Quicar

    1. Hallo Herr Flender, Danke für Ihren Kommentar. Noch etwas „Neues“, was ich sehr begrüße: öffentliche Äußerungen von Firmen hier im Blog. Öfter bekommt man (nur) Feedback per E-Mail (was in Teilen auch Sinn macht), ein Kommentar mit Ihrer Meinung „adelt“ natürlich. Das mit dem „Piep“: da komme ich gern nochmal drauf zurück! :-)

  5. Echt interessant, das neue Konzept des Car Sharings scheint ganz gut zu fruchten. Nicht nur, dass ich immer häufiger von neuen Anbietern höre / lese – ich sehe auch immer mehr Autos auf den Straßen und Parkplätzen.
    Bei uns in München gibt es zwar den Anbieter Quicar (noch) nicht, dafür sind aber die Mietwagen von Flinkster und Drive Now mittlerweile überall zu finden. Als ich das erste Mal von dieser Idee hörte, hätte ich nie und nimmer gedacht, dass sich soetwas durchsetzen könnte^^

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