Entspannt in den Urlaub mit dem Citroën Grand C4 Picasso

Gastbeitrag von Cornelia Diedrichs

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Die Arbeit darf ruhen, denn es ist Zeit für den verdienten Urlaub mit der Familie. Wäre da nicht noch das Beladen des Autos …
“Mama, Papa sagt, ich darf  Riesen-Teddy nicht mitnehmen. Der würde nicht mehr ins Auto passen.”
“Papa, die Tasche muss auch noch mit.”
”Schatz, bitte wir fahren nur 2 Wochen in den Urlaub, wieso brauchst Du 5 Koffer?”
”Dank der Kühlbox habe ich hier gar keinen Platz mehr im Fußraum.”

Dieser Moment kurz vor der Abfahrt. Mama packt die letzten Sachen ein, immer besorgt etwas vergessen zu haben, während Papa sich beim Beladen zum Tetris-Weltmeister mausert und zeitgleich mit Engelszungen zum Erklärbär für “Wieso darf ich das nicht auch noch mitnehmen?”-Fragen mutiert.

Dass eine Vorbereitung zur Urlaubsfahrt nicht einfach ist, weiß man, besonders als Eltern. Und fast immer kann man sagen: Je größer die Kinderschar, umso anstrengender wird die Reise. Da wird es Kind A zu eng, während Kind B viel lieber einen Film sehen würde, Kind C hat einfach nur eine volle Windel und will trocken gelegt werden. 5 Personen auf engstem Raum, zusammen gepfercht auf unzähligen Kilometern in Richtung Urlaub — das wird kein Vergnügen! Wenn man dann endlich am Urlaubsort angekommen ist, weiß man noch viel besser, wieso man Urlaub brauchte. Doch steht die Heimfahrt noch an, nach der man sich 100%ig fragen wird, wo die Urlaubserholung geblieben ist.

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Das muss doch auch entspannter gehen, oder?

IMG_0543So muss man bei Citroën gedacht haben, als man den neuen Grand C4 Picasso geschaffen hat. Mit einer Gesamtlänge von 4,60 Metern erweist er sich mit einem Radstand von 2,84 Metern als wahres Platzwunder im Fond. Das Gefühl der Beengtheit bei Reisen mit Kindern ist somit nicht mehr gegeben. Einzig, wenn 3 Erwachsene auf der mittleren Sitzbank Platz nehmen sollten, wird es etwas kuscheliger. Die hintersten 2 optionalen Sitze empfehlen sich bei längeren Fahrten nur für Kinder bis 1,50 Meter. Für eine kurze Fahrt zum Restaurant sind die Sitze jedoch auch für erwachsene Personen nutzbar. Der Einstieg in die hinterste Reihe ist — dank der seitlichen zusammenfaltbaren, beweglichen Sitze der Mittelreihe — gut zu bewerkstelligen.

Mir haben die Sitze gut gefallen. Auch als übergewichtige Frau hatte ich auf meiner Testfahrt genügend Platz und fühlte mich in keiner Weise beengt. Die Relax-Kopfstützen empfand ich als bequem, wobei ich mir vorstellen kann, dass diese für Sitzriesen eventuell etwas zu niedrig sein könnten. Die hochfahrbare Beinstütze für den Beifahrer ist ein nettes Extra, klaut aber den Platz für die Handtasche im Fußraum. Eine kleine Enttäuschung war jedoch die optionale Massagefunktion der Vordersitze, da ich diese kaum spürte. Die Sitzheizung hingegen war ein echter  Genuss bei der kühlen Witterung.

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Auch der Maxi-Teddy darf mit

IMG_0375Fährt man mit 3 Kindern in den Urlaub, dann braucht man einiges an Gepäck. “Lieber zu viel als zu wenig mitgenommen”, lautet meist die Devise. Wenn man die hintersten 2 Sitze zusammengeklappt und in den Boden versenkt, entsteht im Kofferraum eine ebene Fläche mit einem Laderaum von 645 Litern. Da passt dann auch Riesen-Teddy mit hinein!

Dem Komfort auf Reisen sind in der 2. Sitzreihe keine Grenzen gesetzt. Herunterklappbare Tische, in den Kopfstützen eingelassene DVD-Bildschirme und herunterklappbare Armlehnen sowie die Zweizonen-Belüftung machen die Autofahrt zur entspannten Reise für die Mitfahrer.  Die 3. Reihe darf sich über separate Luftdüsen freuen, welche einzigartig bei Fahrzeugen dieses Segments sind.

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Sind Familienkutschen immer altbacken?

IMG_0577IMG_0574Citroën hat hier den Sprung weg vom sperrigem Familienkutschen-Aussehen hin zum sportlichen Mehrsitzer geschafft. Die auffälligen Bögen des Daches lassen den Grand C4 Picasso sportlich erscheinen und ausgestattet mit dem großen Dachfenster und der Panorama-Windschutzscheibe ist es im Innenraum hell und offen. Es wirkt auf mich — aufgrund seiner Rundungen — vom Design sehr harmonisch abgestimmt und mit den Frontscheinwerfern sowie den 3D-LED Rückleuchten auch modern.

Und modern ist er wirklich. Technologisch gesehen kann man auf  die Fahrsicherheit vertrauen, die von optional bestellbaren Assistenten noch gesteigert wird. Der erste Eindruck vom Armaturenbrett erscheint so manchen Fahrerinnen und Fahrern wie die Steuerkonsole eines Raumschiffes, eben einfach futuristisch.

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IMG_0761Toter-Winkel-Assistent
Der Toter-Winkel-Assistent reagiert mit einem Leuchten im Außenspiegel, jeweils auf der rechten und linken Seite, wenn sich ein anderes Fahrzeug im Bereich des Toten Winkel aufhält. Dies erhöht die Sicherheit, nimmt einem aber dennoch nicht den wichtigen Schulterblick ab.

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Im Fuß des Innenspiegels ist eine Kamera verbaut, welche die weißen Fahrbahnmarkierungen erfasst. Sollten diese versehentlich überfahren werden, wird man als Fahrer durch die Vibration des Sicherheitsgurtes gewarnt. Dieses nervöse Zucken des Gurtes tritt immer dann auf, wenn kein Blinker gesetzt wurde. Das funktioniert recht gut und man wird zum Blinken regelrecht erzogen, doch sollten einmal Fahrbahnmarkierungen fehlen, scheint der Gurt auch gern mal ohne Grund zu zucken. Ich empfand es nach einiger Zeit als störend und war froh, dass es eine abschaltbare Funktion ist. Dennoch denke ich, dass sie gerade bei Langstreckenfahrten hilfreich ist, um dem Fahrer zu verdeutlichen, dass Müdigkeit vielleicht nicht die ideale Voraussetzung zum Fahren ist.

Aktiver Geschwindigkeitsregler und –begrenzer & Abstandswarner
Mittels Radar in der vorderen Stoßstange wird jede Geschwindigkeitsreduzierung von vorausfahrenden Fahrzeugen bemerkt und der Abstand zu diesem Fahrzeug konstant beibehalten. Der Citroën mit angeschaltetem „aktiven Geschwindigkeitsregler“ bremst oder beschleunigt dementsprechend in einem Geschwindigkeitsradius von mehr oder weniger 25 km/h selbsttätig. Auf der Autobahn empfand ich das als sehr erholsam. Der Abstandswarner springt an, wenn man zu nah auf den Vordermann auffährt. Er warnt in 3 unterschiedlichen Stufen (optisch, akustisch und durch Spannen des Sicherheitsgurtes) und aktiviert sich ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h.

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Einparken ist spielend leicht

IMG_0772Nun mag man denken, man fährt ja nicht nur mit dem Auto in den Urlaub, sondern Mama muss auch daheim die Kinder rumkutschieren. Da gibt es Tanzveranstaltungen, Schulaufführungen und den Sportverein. Die Kinder wollen überall hingebracht werden, doch findet man mit solch einem „Schlachtschiff“ überhaupt einen Parkplatz und die nächste Frage: kommt man dann auch bequem hinein?

Creative2Ich muss gestehen, ich bin keine gute Einparkerin, doch mit dem Grand C4 Picasso war es ein Kinderspiel. Mit der 360° View (Rundumsicht) konnte ich die Umgebung des Autos viel besser einschätzen und jede mögliche Einparkhürde meistern. In Kombination mit der Rückfahr-Kamera und der Frontkamera hatte ich in jeder Parksituation den kompletten Überblick und mir machten die Maße des Autos überhaupt keine Schwierigkeiten mehr. Perfekt hätte ich es gefunden, wenn ich sowohl die Rückfahrkamera als auch die 360° Grad View als Ansicht zeitgleich im Display gesehen hätte, dann wäre das Parken noch komfortabler gewesen. Aber wenn das alles noch nicht ausreicht, kann man auch einfach den Einpark-Assistenten nutzen, welcher einen sicher in die nächste passende Parklücke bugsiert. Einzig Gas geben und Bremsen muss man noch selbst. Damit kann wirklich jeder sehr exakt bequem einparken.

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Der Fahrspaß

Was nützt das tollste Auto, wenn der Fahrspaß auf der Strecke bleibt? Doch auch hier überzeugte mich der Citroën. Mit manueller Schaltung und Kupplung macht es unheimlich viel Spaß zu fahren. Sportlich flott zieht er auch an Steigungen hoch und hat eine angenehme Kurvenlage. Er beschleunigt gut (in ca. 12 Sekunden von 0 auf 100 km/h) und ich war positiv überrascht von dem Fahrspaß mit dem Fronttriebler. Mit 210 km/h erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit, die man jedoch wohl kaum wirklich je mit voller Familienbeladung fährt. Als Automatik-Ausführung war er etwas langsamer im Anzug und der Kick-Down gab mir nicht ganz so viel Power wie erhofft, doch macht auch hier das Fahren Spaß, wobei man eben minimal „gemütlicher“ unterwegs ist. Manch einer wird irritiert von der Start/Stop Automatik sein, doch ich fand, dass man sich sehr schnell daran gewöhnt. Übrigens ist der 150 PS  Blue-HDI-Diesel schon jetzt Erfüller der Euro-6-Norm und hat nur 110 Gramm CO2-Ausstoß.

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Der 12-Zoll-HD-Panoramabildschirm im oberen Cockpitbereich ist gut ablesbar. Hier wird z. B. die Geschwindigkeit angezeigt. Der 7-Zoll-Touchscreen, der sich darunter in der Mittelkonsole befindet, reagiert sicher und flüssig. Die Navigation schien mir manchmal etwas verwirrend dargestellt, doch man gewöhnt sich daran. Durch die Bedienelemente am Lenkrad ist alles sehr leicht zu steuern und wer sich auskennt, kommt schnell und intuitiv mit allem zurecht. 

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Und ein kleines Schmankerl ist der Citroën Multi-City-Connect. Hier verbergen sich viele kleine hilfreiche Apps, welche den Fahrer mit Informationen versorgen. Sei es, dass man kurz bei Wikipedia etwas nachschlagen möchte oder sich anzeigen lässt, wo sich die günstigste Tankstelle befindet. Natürlich stehen aus Sicherheitsgründen nicht alle Apps während der Fahrt zur Verfügung.

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Mein Highlight

Mein absolutes Highlight ist neben dem riesigen Dachfenster vor allem die Panorama-Frontscheibe. Man hat einen grandiosen Weitblick und auch die A-Säule stört beim Fahren überhaupt nicht. Die Sonnenblenden sind vor und zurück schiebbar, wodurch das Sichtfeld ganz nach Belieben auch etwas verkleinert werden kann. Schöne kleine Automatismen wie das automatische Licht und der Fernlichtassistenz sind für mich sehr nützliche und liebgewonnene Unterstützungen.

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Mein größtes Manko

IMG_0532Die Spiegel in der Sonnenblende sind für mich als Frau etwas klein geraten. Das kurze Nachschminken – natürlich nicht während der Fahrt – wird hier leider nicht zum Vergnügen.
Doch eines hat mich ein wenig irritiert. Es gibt an der Kofferraumklappe einen Knopf für das elektrische Schließen.  Nun versuchte ich einmal diese mit den Händen aufzuhalten, doch ich schaffte es nicht. Ich bin zurückgewichen. Ein Herr versuchte es danach ebenfalls und schaffte es, jedoch mit relativ großem Kraftaufwand. In Anbetracht dessen, dass es sich um ein Auto für Familien handelt, würde ich mir eine leichtere Möglichkeit des “Stoppens als Einklemmschutz” wünschen.

IMG_0324Mein Fazit

Für mich ist das Gesamtpaket des Citroën Grand C4 Picasso gelungen und es ist ein Familienauto mit Komfort und Fahrspaß.

Ob all dies zusammen eine entspannte Urlaubsfahrt garantieren wird, das kann ich nicht versprechen. Kinder quengeln immer mal, es wird immer irgendwo einen Stau geben und ob das Wetter mitspielt, sei einmal dahin gestellt. Doch mit all den Feinheiten und technischen Hilfen und Möglichkeiten, kann ich bestätigen, dass die Urlaubsfahrt definitiv angenehmer sein wird als man es von früher kannte. Und dazu macht das Fahren halt einfach Spaß :)

Zur Herstellerseite: Citroën Grand C4 Picasso
Fotos des Citroën Grand C4 Picasso auf flickr

Disclosure: Die Reisekosten wurden von Citroën erstattet.

11 Gedanken zu “Entspannt in den Urlaub mit dem Citroën Grand C4 Picasso

  1. Das wird nächstes Jahr mein nächster. Das jetztige Auto muss weg, weil meine Frau kein Auto mit Schaltgetriebe fahren will. Also unbedingt der mittlere HDI mit dem automatisierten Schaltgetriebe. Rot oder weiss, gut ausgestattet, aber nicht die Topausstattung.
    Citroen habe ich schon immer gemocht und wie sagte ein Freund? „Da hast du nicht so ein klassisch-langweiliges deutsches Einheits-Wohnzimmer.“
    Und ich kriege sicher auch einen Super-Preis.
    Was mich an dem Auto stört ist die hoch ins Dach gezogene Panorama-Scheibe. Da wird man im Hochsommer zum Grill-Hähnchen. Na ja.
    Schön geschrieben übrigens, aber doch noch zu technisch….

  2. Pingback: geekchicks.de » geekchicks am 08.10.2013 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre
  3. Also ich war mit den Platzverhältnissen im C4GP auch sehr zufrieden. Der technische Schnick Schnack wie Apps, elektrische Heckklappe (bis auf die Möglichkeit zur Fernentriegelung) und die keyless-entry-Funktion finde ich persönlich überflüssig. Wobei diese keyless-entry eine angenehme Sache ist, aber angenommen ich stehe ausser Sicht des Fahrzeuges, aber noch in Funkreichweite, bekomme ich es nicht mit wenn einer an mein auto geht.
    Aber das Gesamtpaket fand ich für einen Listenpreis bei voller Hütte von ca. 38-40000€ für angemessen.
    Aber die Sicht durch die zweigeteilte A-Säule empfand ich nicht so gut, da ein hinein blicken in die Kurve anfangs nicht problemlos war.

    1. Heiko, ich habe Deinen Kommentar mal freigeschaltet. Allerdings den Link nicht, denn der war kaputt, leitete um und dann auf eine ganz komische Werbeseite …

    2. Ich hatte bei Kurven gar keine Schwierigkeiten mit der A-Säule. Ich schaute exakt durch. Vielleicht ein Unterschied durch die Körpergröße zwischen uns? :)

  4. Pingback: Connys Weblog – Blog einer Hannoveranerin » Blog Archive » Conny on Tour: Mit dem neuen Citroën Grand C4 Picasso durch Bayern
  5. In die Nähe der 40.000 kommt man, wenn man wie ein Scheich kauft – „Top spec, full option and manual plus automatic AC, please!“.
    Ich bliebe für ein sehr gut ausgestattetes und hervorragend fahrbares Auto deutlich unter 30.000 und dann kommt die Citroen-Kulanz ins Spiel. Oder Online-Kauf. Dann bin ich nicht viel über 20.000. Über letzteres dürfen Blogger natürlich nicht schreiben….
    Ich will keine Rennen fahren und die ganze Familie soll es bequeI 115 mit ETG6.
    Manche Ausstattungen will ich nicht, deswegen tut es Séduction mit ein bisschen was dazu.

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