Interims-Lösung Hybrid, bevor E-Autos reinrassig betrieben werden können

Hybrid, was ist das eigentlich?

Grundsätzlich eine „gemischte“ Antriebsform, also umgekehrt: kein reiner Benzinmotor oder Diesel, kein reiner Elektroantrieb, sondern eine Mischform aus mindestens 2 verschiedenen Antriebstechniken. Es gibt sehr unterschiedliche technische Ausführungen von Hybridantriebstechniken, die Hybrid-Typen sind hier sehr schön erklärt, ich fasse mal kürzer zusammen:

Voneinander abhängige (parallele) Systeme sowie autark betriebene Hybridtechniken:

  • Paralleler Hybrid (bedienen gemeinsam den Antriebsstrang, kein reiner E-Betrieb möglich)
    • Mikrohybrid (Parallelhybrid, mit Start-Stopp Automatik)
    • Mischybride (serieller und paralleler Hybrid-Antrieb kombiniert)
    • Mildhybrid (Leistungssteigerung, Energieeffizienz, Rekuperation)
    • Plug-In-Hybrid (aufladbar, neben Rekuperation, meist parallel, kann aber auch seriell sein)
  • Vollhybrid bzw. Serieller Hybrid
    z. B. Benzinmotor treibt Stromgenerator für E-Motor an, beide Techniken können unabhängig voneinander betrieben werden, reiner Elektrobetrieb auf kurzen Strecken möglich!

Warum und wann macht ein Hybridmotor Sinn?

Überall dort, wo die Versorgung mit Strom (Laternenparker, ohne Stromanschluss bzw. Lademöglichkeit) noch nicht gewährleistet ist. Ich muss die energiearme Zeit, bzw. die Zeit, wenn ich die elektrische Energie verbraucht habe und nicht ausreichend rekuperieren konnte, überbrücken. Gerade bei Langstrecken sehe ich die Anwendung.

Szenario: Ich fahre elektrisch Kurzstrecken in der Stadt und auf der Landstraße, der Autobahn bekomme ich die gewünschte Reichweite nur durch den (sofort nachtankbaren) Benzinmotor (oder Diesel etc.).

Sofort nachtankbar bezieht sich natürlich auch auf Wasserstoffantriebe, die sogenannten Brennstoffzellen, auch als Fuel Cell bekannt. Es wäre kein Problem, die Hybrid-Technik zu überspringen, wenn ich überall (wie beim „normalen“ Tankstellennetz) Wasserstofftanksäulen hätte. Habe ich aber nicht, siehe auch Absatz E-Auto statt Spritschlucker in meinem e-miglia Artikel.

Sind Hybrid-Fahrzeuge langweilig?

Viele Hybrid-Fahrzeuge nehmen wir gar nicht bewusst wahr, wenn sie schon an uns vorbei fahren. Sie stehen nicht zum Laden an Elektrotanksäulen, sondern werden ganz normal nachgetankt und der Elektromotor tut seinen Dienst auf die Art und Weise, die ich oben aufgeführt habe. Ein schönes Beispiel ist der HONDA CR-Z, den ich auch schon probegefahren bin. Ganz und gar nicht langweilig.

Auch von HONDA erhältlich: die Modelle Jazz, Insight und Civic als Hybride, den Toyota Prius habe ich schon oft als Taxi gesehen, dazu gesellt sich der Auris, selten erblickt die BMW X6 als „Active Hybrid“ sowie den Mercedes S 400 BlueHYBRID, ab 2011 gucken wir uns mal den Peugeot 3008 HYbrid4 auf Diesel-Basis an. Weitere fallen mir spontan jetzt (ohne weitere Recherche) nicht ein, denn die meisten Fahrzeuge, die vorgestellt werden, sind Prototypen. Ist bei den reinrassigen E-Autos übrigens ähnlich.

Hybrid Fahrzeuge sind also nicht langweilig, aber Hybridmodelle sind noch gar nicht bei allen Herstellern erhältlich. Ein Grund mag sein, dass man ja die Antriebstechnik völlig ändern muss, Platz für E-Motor, Akkus etc. braucht, den man in serienreifen vorhandenen Modellen nicht hat.

Im nächsten Artikel von mir stelle ich eine relativ neue Idee vor, die ich auch schon bei den reinrassigen E-Autos entdeckt habe. Wie kann man den Hybrid salonfähig machen, damit meine ich, dass auch vorhandene Serienmodelle (mit einer kleinen Einschränkung) auch schon zum Hybrid umgebaut werden könnten? Stay tuned …

4 Gedanken zu “Interims-Lösung Hybrid, bevor E-Autos reinrassig betrieben werden können

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  3. Ein reinrassiges E-Auto gibt es schon, den Tesla Roadster 2.5. In 3.9 Sek auf 100 Kmh.
    350 km Reichweite. Fährt mit 6831 intelligent verschalteten Standard Laptopzellen und 0% Emmision. Liegt durchaus im Preissegment vergleichbarer Roadster mit den veralteten Verbrennungsmotoren.

    1. Tesla? Klar, da habe ich schon drin gesessen und nach der e-miglia 2010 bin ich 60 km lang selber gefahren: Einmal im E-Auto Tesla sitzen. Darum ging es aber letztlich gar nicht. Ich meinte den Punkt, dass ich als Verbraucher / Fahrer nicht reinrassig fahren kann (Aufladeproblematik), nicht, dass es keine reinrassigen E-Auto Modelle gäbe.

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