e-miglia – Tag 2 der Elektroauto-Rallye (Begeisterung für Esel)

Die e-miglia ist etwas für Frühaufsteher – jeden Tag ein bisschen mehr. Gestern ging es noch um 9 Uhr los, so steht für heute (04.08.) schon 8 Uhr auf dem Zettel. Als Platz 11 hat man noch 10 Minuten länger Zeit, um zu starten, was aber in der Hektik im Fahrerlager nicht viel bedeutet.

Da bekommt man noch eine Kamera für Innenaufnahmen vom e-miglia Filmteam ins Auto gehängt, da sind noch technische Details zu klären und alles rennt doppelt so schnell wie sonst.
Nur noch zwei Fahrzeuge vor uns am Start und da kommt das Filmteam und macht noch mal schnell ein kleines Interview. Racing-Atmosphäre — fast. Ich weiß jetzt, wie die Piloten der Formel 1 oder anderer Motorsport-Disziplinen sich fühlen, wenn sie vor dem Start noch ein Interview geben sollen. Und kann verstehen, dass manche sagen, „nööö, jetzt nicht mehr, ich möchte mich konzentrieren.“ Aber wir sind natürlich freundlich genug und freuen uns auch über das Medieninteresse und geben supergern unsere Statements ab.

Wir (Nr. 14) sind endlich dran, die Nr. 9, das Jet-Car (siehe Foto, hier Christian Wenger-Rosenau  schon auf der Strecke), vor uns ist gerade losgefahren und wir bekommen jetzt unsere Boardkarte. Ich schaue mir an, wann ich anfangen kann zu rechnen, denn die ersten paar hundert Meter muss ich die Anweisungen geben, wann und wo Marc abzubiegen hat, bis eine längere Etappe folgt, wo ich als Co-Pilotin-Navi einfach nur sage: die nächsten 6 km geradeaus.

Mein Spitzname in einem XING-Forum ist Freifrau von Zahl — ich mache diesem Namen alle Ehre, konzentriere mich auf die Route, die Tageskilometer kontrolliere ich ständig mit den gefahrenen und achte darauf, dass wir rechtzeitig zum Mittagsziel ankommen, denn das Zeitfenster ist vorgegeben.

Foto: Jörg DeckersSo sieht man mich wahrscheinlich auf 90% der Aufnahmen mit gesenktem Kopf, aber das hat nicht zu bedeuten, dass ich keinen Spaß auf der E-Rallye gehabt hätte. Meine Augen finden natürlich auch mal bei einer längeren Passage, wo es auf der Strecke nur geradeaus geht, die Zeit, die Landschaft, die wir durchqueren, zu genießen.

Witzige Begegnungen inklusive. Denn als wir merkten, dass wir gut durchgekommen waren und noch etwas Zeit vor dem nächsten Ziel einer Wertungsprüfung hatten, nutzten wir unsere „Vorzeit“, um die Gegend, in der fast schon inflationär ein Schloss nach dem anderen steht, kurz mal zu erkunden, sprich die Beine zu vertreten, sich zu recken, der Sitzposition zu entfliehen.

Wir stellen uns also hinter das Pressefahrzeug von Sarah Zimmermann, den grünen Tesla und den himmelblau-metallic Tesla-Traum von Patrick Zankl und Professor Gerhard Reichert, also Patrick und Gerd vom Team ElektroFahrzeug-Institut.

 

Mit großen Augen schauen wir uns „Unsere kleine Farm“ als Nomadenversion an, eine von Eseln gezogene Kutsche, in der (hinter der Plane versteckt) die ganze Familie (Vater, Mutter, 3 kleine Kinder) von Piemont nach Österreich reiste. Genau diese kleinen Momente wird man nie vergessen, zeigen Sie doch auf, wie technisch und modern wir mit den E-Autos unterwegs sind. Wie wir diese Technik schon adaptiert haben und dennoch anerkennen, dass es Menschen gibt, die das Ursprüngliche nicht aufgeben, unser aller Bewunderung haben wir diese Familie freundlich kundgetan, sie haben sich gefreut!

Wo geht’s denn überhaupt entlang? Dieser 2. E-Rallye-Tag führte von Füssen nach Innsbruck mit einer Tagesetappe von 120km über den Fernpass. Ladepause für die E-Autos ist in Mieming und wir laden unsere Leib- und Magen-Akkus bei der Mittagspause im Golf-Club Greenvieh auf, ein wunderbares Par 19 (der Einkehrschwung nach 18-Loch-Spiel über den Golfplatz).

Die Zieleinfahrt in Innsbruck (siehe Foto rechts, mit freundlicher Genehmigung aus dem Fotopool der e-miglia) war perfekt vorbereitet. Wir – das Team wattgehtab – kamen exakt in der vorgesehenen Minute an, obwohl wir noch mit dem Stadtverkehr zu kämpfen hatten. Alle Ladestationen standen bereit, interessiertes Publikum war reichlich da, so dass sich – nach dem Anstöpseln der E-Mobile an die Steckdose – tolle Gespräche ergaben!

Am Abend waren Marc und ich (als Medienpartner) eingeladen, an einem tollen italienischem Essen mit hervorragenden und spannenden Gesprächen  teilzunehmen. Wir haben es genossen, Dank für die Einladung an Christian Vogler (Marketing und Kooperation) und Claudia Rickmann (PR + Presse) von der e-miglia!

6 Gedanken zu “e-miglia – Tag 2 der Elektroauto-Rallye (Begeisterung für Esel)

  1. Pingback: Nicole Y. Männl
  2. Pingback: new mobility
  3. Pingback: Nicole Y. Männl
  4. Pingback: Robert Basic

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.