Microsoft mit NFC auf der CeBIT Hannover

Kay Mantzel (Enterprise Marketing Manager) von Microsoft hat mir den Showcase für die B2B-Welt auf der CeBIT Hannover vorgestellt. Mich hatte interessiert, warum man sich überhaupt mit NFC beschäftigen sollte und warum die Kaufentscheidung bei einem mobilen Endgerät, respektive einem Smartphone pro NFC ausfallen sollte.

Microsoft auf der CeBIT 2013, Showcase NFCMicrosoft steigt jetzt natürlich NICHT in den Fahrradverleih ein, das ist ein Case, ein Beispiel!

Die wirkliche „Killerapp“ ist das noch nicht für mich, aber im Alltag stelle ich es mir fein vor, dass ich keine extra Kundenkarte brauche, um das Fahrrad (in diesem Fall) zu leihen. Auch das Herunterladen einer App ging bisher meistens über die Suche beim jeweiligen Anbieter des App-Stores, App-Managers oder wie/wo auch immer. Der QR-Code war noch eine Zwischenlösung, doch dieser ist mit Nutzung von NFC-fähigen Geräten obsolet. Ein Glück, hat er sich doch nie wirklich richtig durchgesetzt.

Ich habe auf meiner Fahrerlaubnis nun den 2. Aufkleber, damit ich Carsharing bei 2 unterschiedlichen Anbietern wahrnehmen kann. Ich hätte gehofft, in 2013 würde ich darauf schon verzichten können. Doch das iPhone 5 beispielsweise unterstützt noch kein NFC. Alle neuen Windows-Phones sind NFC-fähig, versicherte mir Mantzel im Gespräch!

Mein Resumee: je mehr Anwendungen mit Mehrwert uns umgeben, desto selbstverständlicher wird uns NFC vorkommen. In 2014 möchte ich das aber langsam mal verbreitet sehen … 

Ganz lustig, die TechWeek europe hatte dieselbe Idee, Kai Mantzel zu fragen. Doch ihr Video ist vor einer Wand gedreht worden, nicht am Showcase und dauert nur 1 Minute. 😀

9 Gedanken zu “Microsoft mit NFC auf der CeBIT Hannover

  1. QR-Codes haben auf Einwegverpackungen und Werbematerial noch ihre Daseinsberechtigung. Aber das mal nur am Rande.

    NFC ist echt eine feine Sache, nutze das mit meinem Telefon bereits, z.B. Touch&Travel-Tickets oder zur Automatisierung von diversen Aufgaben an bestimmten Orten usw.

    Zu den NFC-Aufklebern auf dem Führerschein: wenn die Carsharer nicht jeder sein eigenes System nutzen würde, sondern alle die gleichen Klebchen, hätte sie es bei einem Aufkleber belassen können. Die einmalige Seriennummer wird dann im System des jeweiligen Vermieters für den Kunden hinterlegt.

    Der Grundgedanke der LapID, war ja einer der ersten NFC-Kleber für den Führerschein, war ja, dass eben damit auch immer sichergestellt wird, dass man noch fahren darf.

    Bei Car2Go habe ich beispielsweise eine extra NFC-Karte, die kann ich aber theoretisch problemlos verleihen und auch wenn ich keinen Führerschein habe, weiterhin mit den Autos fahren. Das gleiche geht dann natürlich auch mit dem Telefon.

    1. Danke für Deinen ausführlichen Kommentar!

      Das war ganz lustig bei „Drive Now“ am Stand, als ich mir den 2. Aufkleber holte. Der Ansprechpartner fragte nämlich seinen Kollegen, ob der „Quicar“-Aufkleber kompatibel wäre. Der Kollege verneinte leider.
      Also scheinen doch Möglichkeiten zu bestehen … in welcher Kombination weiß ich nicht.

      Das mit der Fahrerlaubnis: dafür müssten eben die streng greifenden AGB ausreichen. Denn wenn ich bei einer Miete immer bestätigen müsste, dass ich im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis bin, dann sollte das im Normalfall reichen. Falls etwas passiert und der Fahrer hätte gelogen, dann müssten drastische Strafen darauf stehen.
      So verleihen vielleicht Leute schon mal Ihre Fahrerlaubnis, damit der Kumpel Carsharing nutzen kann, das macht auch keinen Sinn.

      QR-Codes haben bestimmt noch die Daseinsberechtigung, aber die Fummelei mit der App (habe 5 verschiedene zum Testen) ist auch nicht optimal. Gerade die vorgestellten Schnittstellen bei NFC zu Nokia Maps etc. haben mir gut gefallen!

  2. Klar, die AGB der CarSharing-Anbieter sind da schon ausreichend, geht ja in erster Linie um Haftung.

    Bei normalen Vermietungen muss man ja i.d.R. auch jedes Mal den Schein zeigen, zumindest kenne ich das so aus meiner Fahrerzeit.

    Aber gut zu wissen, dass die CarSharer versuchen die NFC-Tags minimal zu halten, sofern sie kompatibel sind.

    Nützlich fände ich auch, dass über das Kundenkonto beim Carsharing evtl. Dinge wie Radiosender, oder Navi-Ziele synchronisiert werden könnten. Je nach Fahrzeug auch Sitz- und Lenkradposition. Natürlich alle OptIn, so wegen Datenschutz und so. 😉

    Der ‚Barcode-Scanner‘ für Android funktioniert bei mir sehr gut mit QR-Codes und allen anderen Matrix- und Barcodes. Da klappt das z.B. auch perfekt mit dem automatischen Verbinden zu einem WLAN, wenn im QR-Code die Zugangsdaten hinterlegt sind. Da kann ich mich wirklich nicht beklagen.

    1. Das wäre wirklich sinnvoll und ein Mehrwert, wenn man persönliche Einstellungen dort speichern könnte. Aber wenige Autos haben diese „Memory-Funktion“ in der Grundausstattung, oder?

      Bei mir klappt das auch mit dem QR-Code, aber ich finde es eben nicht so optimal wie mit NFC. Wie geht das denn mit der Hinterlegung des W-LAN-Codes? DAS würde mich stark interessieren.

      1. Ich vermute, dass die App auch für das iPhone bald veröffentlicht wird. Ich nutze die App seit einiger Zeit und bin eigentlich sehr zufrieden.

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