Toller (Käfer) Beetle mit flotten Bienen im Cabrio

VW Beetle Cabrio 2013Zurzeit geschlossen? Das geht ja mal gar nicht. Obwohl in Südfrankreich ein Aprilwetter im Februar herrschte, überstrahlten wir zwei Sonnenkinder alles. Simone war eine mehr als lieb und angenehme Begleitung zum Teilen dieses Oben-Ohne-Gefährts.vw_beetle_cabrio_075Beetle Cabriolet: kein „The“, kein „New“, einfach nur Beetle. Das ist das erste, was ich gern höre. Es sagt doch sowieso kein Mensch etwas anderes. Wobei ja in anderen Ländern noch weitere Spitznamen vorkommen:
Käfer, Bug, Vocho, Coccinelle, Fusca oder Maggiolino. Neben dem Schriftzug Beetle und Volkswagen können diese – für uns deutschsprachige – niedlich klingende Kosenamen optional auf dem Heck plaziert werden. Ich bin gespannt, wieviele Käuferinnen und Käufer das in Anspruch nehmen.

vw_beetle_cabrio_headerfbDer in Mexiko gebaute Beetle kann sehr stark individualisiert werden, was die Qual der Wahl nicht einfacher macht. Hat man sich erstmal für eine Motorisierung entschieden.

Zur Wahl stehen Benzin- und Diesel-Motoren mit einer Leistung von 77 kW/105 PS bis 147 kW /200 PS. Alles Turbomotoren, die entweder mit Handschaltung oder 6- bzw. 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe lieferbar sind.

Das Beetle Cabrio ist jetzt schon in Deutschland erhätlich, man legt ab 21.350 Euro in Retro-Niedlichkeit an. Nach oben ist der Preis offen – eben wie ein Cabrio nun mal ist.

vw_beetle_cabrio_064Verdeck
Öffnen in 9,5 Sekunden – wobei ich eine halbe Sekunde gar nicht zählen würde. Also: knapp unter 10 Sekunden sogar während der Fahrt. Aber es wird ganz genau kontrolliert, wie schnell man ist. Der Sensor reagiert über 50 km/h nicht und sogar bei etwas Seitenwind reichten noch nicht mal das Unterschreiten von 45 km/h aus. Das Stoffverdeck schließt sich dann wieder in 11 Sekunden. 1,5 Sekunden mehr, weil das elektrische Dach wieder ordentlich verankert werden muss.vw_beetle_cabrio_017

Zwei Farben sind bisher erhältlich, selbstverständlich Schwarz und alternativ ein „Nutriabeige“. Abstriche beim Kofferraumvolumen (225 Liter, + 24 zum Vorgänger) müssen beim geöffneten Dach nicht gemacht werden, weil das mehrlagige Softdach einfach aufliegt. vw_beetle_cabrio_089Wer es recht ordentlich mag, nimmt noch die Persenning aus dem Kofferraum und versteckt die Riegel. Wir haben bewusst drauf verzichtet.vw_beetle_cabrio_085Die Straßenverkehrsordnung schreibt die Benutzung nämlich nicht vor. Die Heckscheibe ist beheizbar und aus Glas, was die Haltbarkeit und Ansehnlichkeit sicherlich verlängert.
Klamottenschonend sind auch die eingearbeiteten „Regenrinnen“, die sich durch die Nähte ergeben. Den richtigen Wet-Roof-Contest haben wir aber nicht durchführen können. Ich habe schon andere Fabrikate erlebt, da bekommt man beim Fensteröffnen oder Türöffnen beim Aussteigen einen nassen Oberschenkel. Das wäre dann mal im Alltagstest genauestens zu prüfen.

vw_beetle_cabrio_050Frisurtest? Haben wir gemacht. Nämlich indem wir ohne Windschott (gegen Aufpreis erhältlich) gefahren sind. Es ging gar nicht so schlecht ohne. Wobei wir dann auch die Fenster geöffnet hatten, denn ohne Windschott mit „Fenster oben“ hat es für mich sogar noch mehr gezogen.vw_beetle_cabrio_026
Das Windschott lag also gut verstaut und nicht störend in einer eigens dafür vorgesehenen Ablage im Kofferraum.vw_beetle_cabrio_027
Ich wunderte mich, dass es auf einmal so warm wurde und freute mich, dass Simone so gut für uns sorgt. Das hätte sie auch gemacht, musste es aber gar nicht, denn die Temperatursensorik stellt dann einfach mal die Sitzheizung an und die Temperatureinheit auf „Hi“, was „high“ heißen mag. Aber uns im ersten Moment eher wie ein „Hihi“ vorkam. Witzig!vw_beetle_cabrio_028

Überrollbügel?
Versteckt! Wenn es soweit wäre, dass die Airbag-Einheit auslösen würde, dann kommt auch das Überrollschutzsystem zum Einsatz. Es „versteckt“ sich hinter den Fondkopfstützen und kann innerhalb von Millisekungen nach oben hervorschnellen.

VW Käfer 1303Wie sieht er eigentlich aus? Besser als die Vorgängermodelle der Retro-Modelle? Ähnlicher dem wunderschönen „Original Käfer 1303“ (siehe oben)? Meiner Meinung nach hat sich der Beetle positiv entwickelt. Die merkwürdig wirkenden kugelrunden Leuchten und die symmetrische Anmutung der Retro-Modelle davor hat mich immer witzeln lassen: „Da weißte nicht, ob er vorwärts oder rückwärts fährt“. Bei dieser Edition sind designerisch Welten bewegt worden.

Maße
Mit 4,28 m ist das Beetle Cabriolet um 15,2 cm länger als der New Beetle. Ein Plus von 8,4 cm in der Breite (1,81 m, ohne Außenspiegel). Mit der reduzierten Höhe von 1,47m (Minus knapp 3 cm) macht der Beetle insgesamt einen flacheren Eindruck und wirkt agiler als die Vorgänger. Dazu kommt dann noch der Eindruck, wenn die „Schuhe“ entsprechend ausgesucht werden. Bis zu 19 Zoll sind möglich. Das macht einen schlanken Fuß!

vw_beetle_cabrio_014Der Bürzel toppt das ganze noch. Serienmäßig verbaut ist der Heckspoiler. Bei den Topmotorisierungen macht das bestimmt mehr Sinn bei bis zu 223 km/h Geschwindigkeit, aber es sollen alle gleich sein. Von unten ist der Spoiler übrigens immer schwarz lackiert, nur oben in Wagenfarbe.

Drin sitzen: die Sitze sind in unserer Editon „okay“ gewesen. Wobei für mich persönlich die Sitzeinstellung zusammen mit Pedal und Lenkradeinstellung nicht unbedingt harmoniert. Aber das ist sehr persönlich, daher unbedingt selber eine Sitzprobe machen und sich Zeit dafür nehmen.

vw_beetle_cabrio_083Zeit hatten wir nun überhaupt nicht und so schauten wir nur ganz kurz die optionalen Zusatzinstrumente oberhalb des Navis an.

1. Öltemperaturanzeige – ziemlich verspielt, denn die kann ich mir auch im Rundinstrument des mittig verbauten Tachos im Multifunktionsdisplay anschauen.
2. Stoppuhr, deren Sinn mich nicht unbedingt erschließt.
3. Ladedruckanzeige für den Turbo (in bar) –

Meine Meinung? Ganz ehrlich? Gut, dass es optional ist. Ich würde es mir nicht mitbestellen. Aber vielleicht haben manche Spaß dran. Den Beifahrer kann man ein bisschen beeindrucken, wenn der „Turbo anzieht“.

Hier (im Bild oben) sieht man auch gut das zweite Handschuhfach im Käfer-Stil. Der Deckel klappt nach oben auf! Das darunter liegende Standardhandschuhfach klappt nach unten auf.

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Immer dabei sind Features wie der elektrische Antrieb für das Verdeck, der Berganfahrassistent, elektrische Fensterheber und Spiegeleinstellung, der Komfortblinker (1 x Antippen =
3 x Blinken), eine vertikale und axiale Einstellungsmöglichkeit für die Lenksäule, Make-up-Spiegel in den Sonnenblenden, die Multifunktionsanzeige Plus, das Radio-CD-System RCD 310 mit acht Lautsprechern, eine elektromechanische und geschwindigkeitsabhängig geregelte Servolenkung, der Warnton für nicht ausgeschaltetes Licht sowie ein Warnton plus Anzeige für nicht angelegte Gurte (leider alle Sitzplätze, ohne Funktion des bewussten Ausschaltens), zwei Leseleuchten und die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.

vw_beetle_cabrio_035Sicherheit: Jedes Beetle Cabriolet verfügt über
das elektronische Stabilisierungsprogramm (inklusive ABS, Bremsassistent, EDS, ASR und Gegenlenkunterstützung), Tagfahrlicht, Drei-Punkt-Sicherheitsgurte (vorn mit Gurtstraffer), ISOFIX-Halteösen in der Rückbank (Kindersitze), Frontairbags, kombinierte Kopf-Thorax-Airbags für Fahrer und Beifahrer, Rückstrahler in den Türen und eine Warnblinkautomatik (bei Vollbremsung).

Optional erhältlich:
Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht (sieht Klasse aus),
schlüsselloses Start-und-Schließsystem Keyless Access (ab Mitte des Jahres!) und damit kann man dann das Verdeck per Funkfernbedieung öffnen und schließen. Im Abstand von maximal 2 Metern, also cool im Caféhaus sitzen und das Dach öffnen „ist leider nicht“.

Was mir gefehlt hat, da der Beetle etwas unübersichtlich (wie fast jedes Auto heutzutage) ist, wäre die Rückfahrkamera, diese war noch nicht verbaut in unserem Modell.

Habt Ihr noch Fragen? Dann schreibt mir bitte (Kommentar), ich könnte noch stundenlang schreiben, aber irgendwann liest das ja keiner mehr bis zum Schluss. Du bist noch hier? Danke für’s Durchhalten und Dein Interesse! :-)vw_beetle_cabrio_002Winkewinke!  :-)

Volkswagen hat mich zur Pressevorstellung eingeladen. Fotos wurden von Nancy Heusel für uns gemacht, Danke!

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