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Auf nach Maranello – Ferrari probefahren – mit „unserem“ Shell Fuel Blend

 

Wie schrieb ich noch im letzten Ankündigungsartikel „Shell geht neue Wege – Shell V-Power Network of Champions„?
„Es geht es in die Labore von Shell. Mal gucken, ob ich den Erlenmeyerkolben auch mal schwenken darf? ;-)“
Haha, das haben wir sogar gemacht, mit einem überraschendem Ergebnis (siehe am Schluss dieses Artikels), …

Und? Was war in London und Thornton alles los? Zeit für einen Rückblick, denn das nächste Event Maranello steht vor der Tür, dazu später im Text mehr. Hier ist die gesamte Rasselbande zu sehen, aus vier Ländern:
Philippinen, Niederlande, United Kingdom und Deutschland:

Wir reisten nach London. Bilder sagen mehr als tausend Worte:

 

Wir trafen uns zum Kennenlernen und Socializen, sowie zum Austausch über Social Media am ersten Tag im Millbank Tower. Ein paar Dinge, die wir besprachen, waren sehr „basic“, aber wir steigerten das Niveau einfach selber, in dem wir auch weiterführende Themen ansprachen. Also, was twittern, bloggen, facebooken etc. angeht.

 

Das Museum of Science in London hielt spannende Dinge bereit (wie die Hydrogen Rocket, siehe Foto), vieles davon auch zum Ausprobieren und Anfassen. Ich hätte stundenlang dableiben können, …

 

Am zweiten Tag fuhren wir nach Thornton, in die Shell Labore. Die Jungs und Mädels von Shell haben sich wirklich alle Mühe gegeben, uns zu erklären, was Benzin / Diesel überhaupt ist. Wir haben im Road Test Laboratory Autos gesehen, die zwei Tanks und sinnvollerweise dazu zwei Spritkreisläufe haben. Natürlich nicht, um die Reichweite zu steigern, sondern, damit man zwei Benzin-Sorten unter exakt denselben Bedingungen vergleichbar testen kann. Ein komplett zerlegter Motor wurde uns erklärt. Der Prüfstand war auch interessant, Jinno durfte sogar eine Teststrecke fahren, hatte allerdings etwas Probleme, die Geschwindigkeit exakt zu halten. Auch Prüfstand-Fahren will geübt sein!

 

Ab in die Kittel, Sicherheitsbrille auf und die Sicherheitsschuhe angezogen!

Der zweite Teil wurde dann richtig chemisch. Wir kamen in die Labore, wo höchste Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden müssen. Sonst bei Shell natürlich auch, aber dort eben noch extremer, was die Kleidung angeht. Daher im ersten Foto mein unkleidsamer, da untaillierter Kittel, dazu gehörten noch schwarze unsexy Schnürsicherheitsschuhe und eine Puck-die-Stubenfliege-Schutzbrille.

Will it blend? Yes, it will!

Es geht hier aber nicht um Apfel-Gadgets, die in den Mixer gepackt werden, sondern um Fuel Blending. Also die Veredelung durch die richtige Mischung!

Eine Competition, auf deutsch ganz simpel: ein Wettbewerb wurde gestartet. Jedes Land (der vier) kämpfte für den Sieg.

Wir hatten nur wenig Zeit, um eine perfekte Mischung aus leichten, mittelschweren und schweren Komponenten herzustellen, die den Spezifikationen entsprach. Die Stoppuhr lief und wir mussten zuerst an den Computer, um einen Blend zu simulieren. Wir hatten sogar Pech, denn als der Countdown lief, stürzte das Programm erstmal ab (ich vermute, es war ein Java-Applet). Unsere Ansprechpartnerin Jo gab sich Mühe, das Mistding wieder in Gang zu bekommen.

Hier ist Jo in Action zu sehen, wie sie das dusselige Programm wieder startet. Wir hatten – dann – diverse Schieberegler vor unserer Nase, die bebrillt war und mussten die optimale Mischung herstellen. Viel von allem hilft nicht viel, das mussten wir schnell feststellen. Schieberegler hoch und wieder herunter, mehr Sauerstoff, weniger Sauerstoff und so weiter, es ging im wahrsten Sinne des Wortes „hin und her“.

Sven hatte dann die Hände an den Reglern und wir feuerten ihn an. Sven gab alles. Er jonglierte mit den Balken, sondierte die Zurufe von uns nach sinnvoll und sinnlos. Wir kamen einem guten Ergebnis immer näher, doch dann wieder ein Regler zuviel nach vorn geschoben, es wurde schlechter, Regler wieder zurück, das Ergebnis kam dem Optimum sehr nahe, doch waren wir uns nicht ganz sicher, ob es gut genug war – im Vergleich zu den anderen Teams.

Die Zeit war um, wir mussten die Hände von den Reglern nehmen, „rien ne va plus“ ging mir durch den Kopf. Bis zum Abend mussten wir auf das Ergebnis warten! Doch wir fragten schon mal herum, welche Ergebnisse die anderen hatten. Wir erfuhren nach kurzer Zeit von zwei schlechteren Ergebnissen, also ging es für uns um Platz 2 oder den Sieg.

So sehen Sieger aus

Wir hatten es geschafft! Der erste Platz ging an Deutschland! Wir hatten den besten Fuel Blend für die Strecke Silverstone hergestellt!
Von links nach rechts: Alex Kahl, Bernhard Mühlner, Nicole Y. Männl, Don Dahlmann und Sven Wiesner.

Und was habe ich bei Shell über Kraftstoffe gelernt?

In technischen und chemischen Einzelheiten will ich mich nicht aufhalten. Die Quintessenz für mich ist, zu wissen, dass es sehr auf die Zusammensetzung von Kraftstoffen ankommt. Shell – so weiß ich nun – betreibt einen großen Forschungsaufwand, um Hochleistungskraftstoffe herzustellen. Nicht nur, um ganz, ganz viel Power herauszuholen, sondern auch, um den Motor gleichzeitig zu schonen. Es werden beim V-Power durch bestimmte Zusatzstoffe Ablagerungen vermieden, die Lebensdauer eines Motors wird logischerweise automatisch erhöht.
Was ist denn nun, wenn ich die ganze Zeit kein V-Power getankt habe? Hilft das trotzdem noch? Laut Aussage von Shell werden sogar durch chemische kontrollierte Prozesse Ablagerungen zu einem Teil wieder entfernt, die schon vorhanden sind. Okay, man kann in einen Motor nicht reingucken, so dass man das ständig kontrollieren kann. Ich glaube aber schon, dass es kein Marketing-Blah ist, nachdem die Shell-Leute uns die Vergleiche mit den Einspritzdüsen und den Ventilen gezeigt haben. Man kann aus einem Ackergaul kein Rennpferd machen, so sind die Leistungssteigerungen im Bereich von 2% bis 10% angegeben.
Ein Automobilverkäufer der Pferdemutter, also von Fiat, meinte neulich zu mir, dass er sogar den Fiat 500 Twin-Air mit V-Power betankt und war völlig überzeugt davon, eine bessere Leistung und weniger Verbrauch zu erzielen. Ausprobieren muss man es letztlich selber, schön den Tank leerfahren und mal mehrere Füllungen lang mit V-Power fahren. Das werde ich demnächst tun, mal sehen, was dabei herauskommt!

Ferrari – wir kommen!

Wie es weiter geht, das zweite Treffen abläuft, verrate ich schon mal:
Wir fahren nach Maranello, in die Wiegenstadt der Autos, die das Pferd tragen, die soviel Pferdestärken haben, dass es eine Freude ist. Wir werden aber nicht nur das Werk besichtigen, wir werden die Ferrari-Modelle „satteln“ und selber Probefahrten absolvieren. Fiorano Circuit oder Circuito di Fiorano sagt einem doch was, oder?

Ich freue mich jedenfalls riesig endlich mal wieder einen Ferrari zu fahren. Es ist schon soooo lange her, dass ich in einem 348 GTB saß und nach dem Flugplatzrennen in Wunstorf eine Ehren-Runde auf dem Kurs drehen konnte (natürlich bin ich auch die Anfahrt von Hannover und zurück selber gefahren).

Noch ein paar Links:

Disclosure: Die Reisekosten werden von Shell/Ferrari im Rahmen der Shell V-Power Network of Champions Events übernommen, redaktionell haben Shell/Ferrari jedoch keinen Einfluss auf meinen Artikel.

4 Gedanken zu “Auf nach Maranello – Ferrari probefahren – mit „unserem“ Shell Fuel Blend

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