Große Männer spielen gern – auf der IAA

Gastartikel von Det Snow — der rasende Reporter zu Gast auf Auto-Diva

iaa_gelaende2Alle Jahre wieder? Nein, Quatsch. Jedes zweite Jahr lockt mich die IAA, die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt am Main. Ein „must have“ für einen Frankforder Bub wie mich. Was sollte Mann (ok ok, auch Frau) getan haben auf der IAA? Einen Besuch des Freigeländes hinter der Halle 11 (Portalhaus). Die Fläche im Freien läuft unter der Bezeichnung „S1“ und ist die Sonderfläche „Geländewagen Teststrecke“.

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Hier ist ein lustiger Parcours aufgebaut, in welchem die SUVs und die echten Kerle ihre Geländetauglichkeit beweisen. Wasserdurchfahrten gibt es leider keine, dafür aber Schräglagen, ein Ritt über die Holperpiste, Treppenstufenclimbing (Holztreppe) und den Hill. Um genau zu sein, zwei Hills, denn die steilere Variante, die ich mitfahren durfte, ist nur für Wagen mit Differentialsperren.

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Ich bin von IAA zu IAA immer wieder begeistert, mitfahren zu dürfen. Achtung – hier kommt mein Tipp: bei der Anmeldung unbedingt fragen, welcher der Geländewagen den steileren Hügel erklimmen kann. Letzte Woche durften dies nur die Mercedes G- und ML-Klasse und der VW Amarok. Die normalen SUVs spielen dann doch eher im Geländewagenkindergarten.

Kommen wir zur Beschreibung des Highlights, dem Hill: die Instruktorin fährt langsam an die Steigerung heran, erklimmt diese (ich würde dies niemals selbst versuchen, denn sehr breit ist die Spur des Hindernisses nicht – hier ist Präzision gefragt!) und hält auf meinen Wunsch hin den Mercedes ML in der Mitte der Steigung an. Sie betätigt die Feststellbremse – und der 2,5-Tonnen-Koloss steht. Mitten in der Steigung. Für mich immer wieder erstaunlich! Dann fährt sie wieder an – dank Automatik und allen elektronischen Helferlein – ohne zu Ruckeln. Spock vom Raumschiff Enterprise würde bemerken: „Faszinierend“. iaa_gelaende4
Durch die Frontscheibe sieht man nur den bewölkten Himmel – sonst nichts. Ganz behutsam senkt sich die Schnauze des ML wieder in die Waagerechte – wir haben den Gipfel erklommen. Ein kurzes Stopp mit Aussicht aus das Messegelände – dann senkt der ML seine Schnauze nach unten. Man hängt im Gurt auf dem Weg den Hill herunter und sucht den Haltegriff des G-Modells (war am ersten Tag leider nicht verfügbar). Dank Bergabfahrassistent schleicht der Koloss mit 3 Stundenkilometern die Rampe hinunter. Alles easy.

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Zum Abschluß fahren wir das Hindernis, welches die Schräglagefähigkeit demonstriert – dann ist die Fahrt auch schon zu Ende. Ich fachsimpele noch mit der Fahrerin über das G-Modell (welches Sie normalerweise fährt) und darüber, dass in den Jahren zuvor die Hindernisse größer waren. Vor zwei Jahren gab es noch einen separaten Geländeparcours des US-Herstellers JEEP. Und vor 6 Jahren gab es einen eigenen Parcours für die HUMMER-Modelle, in welchem die Hindernisse (insbesondere die Felsbrocken) viiiiiel größer waren.

So – fertig gespielt. Weiter geht’s. Die Hallen rufen. Tschüß Freigelände – see ya in zwei Jahren wieder. 

2 Gedanken zu “Große Männer spielen gern – auf der IAA

  1. Pingback: geekchicks.de » geekchicks am 18.09.2013 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre
  2. Hehe, ich hab mich köstlich amüsiert bei dem Bericht, weil es mir auf dem Freigelände ganz ähnlich ging. Obwohl man weiß, dass der Bergabfahrassistent funktioniert, sucht man wie ein recht hektisch nach etwas zum Festhalten. Ein netter Spaß, danke für den Artikel.
    Viele Grüße
    timo

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