E wie E-Motion – die neue E-Klasse von Mercedes-Benz

Die neue E-Klasse ist polarisierend. Es gibt sie mit zwei Gesichtern. Einige meiner Facebook-Freunde nölen ein bisschen, dass sich nun der „Gesichter-Einheitsbrei“ auch bis zur Mercedes-Benz E-Klasse durchgeschlagen hat. Weitere schwärmen von einem frischen Gesicht, passend für die Marke. Gemach, gemach: die Fans des historisch erektilen Sterns können Ihr Symbol behalten. Das herkömmliche und typische Erscheinungsbild gibt es immer noch. Luft anhalten, wieder durchatmen!  ;-)

Mercedes-Benz E-Klasse 2013

Wie herum man ihn auch dreht und wendet … er ist frischer und frecher geworden. Ich bin dann auf Tuchfühlung gegangen.

Mercedes-Benz E-Klasse 2013

Wer es sportlicher mag, der nimmt eben das erwähnte  „Familiengesicht“. Ich muss sagen, dass mir das neue Erscheinungsbild besser gefällt. Daher habe ich meine Fotos auch mit dem Mercedes-Benz E500 gemacht. Ganz zum Schluss des Artikels werde ich noch ein Foto vom „anderen Gesicht“ einfügen.

Mercedes-Benz E-Klasse 2013

Das traditionell gewohnte richtige Vieraugen-Gesicht mit getrennten Kulleraugen können wir allerdings knicken. Die Scheinwerfer sind komplett neu gestaltet und sind von einem einteiligen Scheinwerferglas überdeckt. Die Anmutung ist noch da, doch Skeptiker werden sagen, dass die typischen 4-Augen „weg designed“ sind.
Serie sind Abblendlicht und die Tagfahrleuchten sind in LED-Technologie zu haben. Optional gibt es auch die Voll-LED-Scheinwerfer.

Apropos Licht. Ist Euch aufgefallen, dass der Stoßfänger von allen „Laternen“ befreit wurde? Vielleicht ganz praktisch gedacht, aber auch designerisch schön anzuschauen.

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Kann man die E-Klasse auch richtig „treten“? Yesss! In der richtigen Motorisierung schon!

Es werden die BlueDIRECT Benzinmotoren angeboten, zu denen bislang die bekannten V6- und V8-Motoren gehörten. Neu ist ein Sechszylinder, der in der E-Klasse zum ersten Mal nicht nur als Sauger, sondern auch als E 400 mit auf drei Liter reduziertem Hubraum und mit Biturbo-Antrieb auf der Bühne erscheint. Ein neuer Maßstab.

Mercedes-Benz E-Klasse 2013
Der hier abgebildete E 500 profiliert sich – vergleichsweise! – als sparsamstes Modell im V8-Segment. Man heizt ja nicht nur herum, aber immer gut zu wissen, dass man Leistung abrufen kann.
Mercedes-Benz E-Klasse 2013

Gleich mal hineingesetzt und das Schiebedach geöffnet. Was gibt es noch zu entdecken? Mercedes-Benz E-Klasse 2013
Innen:
Skandal! Der Wählhebel in der Mittelkonsole ist weg. Auch hier „muss“ man jetzt „wieder“ zur Lenkradschaltung greifen. Mich erinnert das ein wenig an die Oldtimer. DIRECT SELECT Wählhebel hat Mercedes-Benz die Gangschaltung genannt, dazu kommen  Schaltwippen in Verbindung mit dem Automatikgetriebe zum Einsatz. Wenn man das mag. Ich mag Schaltwippen, ermöglichen sie doch einen schnellen Gangwechsel, wenn es für mich sinnvoll erscheint. Mit dem neuen Multifunktionslenkrad kann man sich also nicht nur festhalten, lenken, sondern nun auch „päddeln“.Mercedes-Benz E-Klasse 2013

Was verbirgt sich technisch hinter der neuen E-Klasse?

„Intelligent Drive“, die Anzahl der Anführungszeichen ist in diesem Artikel äußerst hoch. Wie das geht, was das ist? Neue, hochmoderne Sensoren und entsprechende Erkennung und Programmierung (Algorithmen) sind dafür verantwortlich, die Sicherheit zu erhöhen.

Die „Stereo Multi Purpose Camera“, hinter der Windschutzscheibe angebracht (Höhe Innenspiegel) ermöglicht ein räumliches „Sehen“.

Dazu der „Collision Prevention  Assist“, eine radargestützte Kollisionswarnung mit Bremsassistenten. Die Gefahr eines Auffahrunfalls ist stetig präsent. Neulich gerade wieder einem Bekannten passiert. Der Idiot vor ihm bremste ja auch so bescheuert. Er verringert somit die Gefahr eines Auffahrunfalls deutlich.

Sogar bei „unerwartetem Querverkehr“ kann die neue E-Klasse nun punkten. Der Bremsassistent BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent kann erstmals auch Querverkehr und Fußgänger erkennen und die Bremsung des Fahrers verstärken.

Und weitere Assistenten (neu oder wesentlich erweitert):

  • DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent beherrscht teilautonomes Staufolgefahren.
  • PRE-SAFE® Bremse kann Fußgänger erkennen und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h die Kollision durch eine autonome Bremsung vermeiden.
  • PRE-SAFE® PLUS kann eine drohende Heckkollision erkennen. Der Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs wird durch Aktivierung der hinteren Warnblinkleuchten mit erhöhter Frequenz gewarnt. Dann löst das PRE-SAFE® System Insassenschutzmaßnahmen für die Verringerung der Insassen-belastung aus und kann zudem das stehende Fahrzeug bei einer Heckkollision festbremsen.
  • Der Aktive Spurhalte-Assistent kann jetzt belegte Nachbarspuren erkennen, insbesondere auch, wenn sie durch Gegenverkehr belegt sind. Bei Kollisionsgefahr kann das System auch bei unterbrochenen Linien unbeabsichtigtes Spurverlassen durch einseitige Bremsung verhindern. Es ergänzt somit optimal den Aktiven Totwinkel-Assistenten.
  • Der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus ermöglicht blendfreies Dauerfernlicht durch Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel.
  • Der Aktive Park-Assistent ermöglicht automatisches Einparken mit aktiven Lenk- und Bremseingriffen in Längs- und Querparklücken.
  • Der Verkehrszeichen-Assistent kann jetzt zusätzlich zu Geschwindigkeitsbegrenzungen auch Überholverbote und die jeweiligen Aufhebungsschilder erkennen und anzeigen. Bei Einfahrverboten mit entsprechender Beschilderung kann er optisch und akustisch warnen. Damit kann er als erstes System verhindern, dass man unabsichtlich zum „Geisterfahrer“ wird.
  • Die 360-Grad-Kamera hat alle vier Fahrzeugseiten im Blick und ermöglicht eine Rundumsicht inklusive virtueller Vogelperspektive – eine Draufsicht auf das Fahrzeug und seine direkte Umgebung. Dynamische Hilfslinien helfen beim Ein- und Ausparken sowie beim Rangieren.

Mercedes-Benz E-Klasse 2013
Die neue Mercedes-Benz E-Klasse scheint ein guter Begleiter zu sein. Mir hat die Probefahrt gut gefallen. Bis auf die Umstellung der Schaltung wird der treue E-Klasse-Fan das typische E-Klasse-Feeling sofort bekommen, wenn er eingestiegen ist. Ich habe mich sofort zurecht gefunden und fühlte mich behaglich.

Nun noch der Vergleich der „Gesichter“ und der Ausstattung:

Mercedes-Benz E-Klasse 2013

Avantgarde (oben):
Sportliche Front mit Zentralstern vorm Kühler und damit der neuen dynamischen Optik angepasst.

Serienausstattung und Elegance (unten):
Klassischer, dreidimensionaler Kühler in 3-Lamellenoptik mit Mercedes Stern auf der Motorhaube.

Mercedes-Benz E 300 BlueTec HYBRID, Limousine Elegance, (W 212)

Ich bin gespannt, in welcher Version die neue E-Klasse „der Renner“ wird.

Mercedes-Benz hatte mich zur Probefahrt eingeladen und mir einen Fotografen (Andreas Lindlahr) gestellt. Vielen Dank dafür!

Ein Gedanke zu “E wie E-Motion – die neue E-Klasse von Mercedes-Benz

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