Hyundai i20 Active blue 1.0 T-GDI

Hyundai i20 mit „blue Turbo Gedöns“

Wer legt denn da die Ohren an? Ist das der kleine Hyundai i20? Beinahe richtig geraten, es ist der Hyundai i20 blue 1.0 T-GDI, mit vollem Vor- und Zunamen. Hyundai i20 Active blue 1.0 T-GDI

Den Hyundai i20 gibt es nun also mit 1.0 Liter Turbo Motor in der klassischen Variante wie auch dem Crossover Modell.

Hyundai i20 Active blue 1.0 T-GDI
Werfen wir also – sitzend aus unserem i20 – einen Blick rüber: Der Crossover von Hyundai „läuft“ zwei Zentimeter höher, als seine Schwester, in der ich gleich fahren werde. Active heißt nun aber nicht unbedingt SUV und es heißt auch nicht Geländetauglichkeit. Active heißt, eine markante Optik mittels modifiziertem Kühlergrill. Ebenso: etwas länger, breiter und höher. Mit dabei: Die silberfarbene Dachreeling, die mattschwarzen Seitenschutzleisten und in der Top-Version die silbernen 17-Zoll Schuhe.

Nein, ein Geländetiger ist der Hyundai i20 Active nicht. Es gibt kein Allrad und keine Fahrmodi, aber eine Berganfahrhilfe. Dafür schleicht oder spurtet das Stadtwiesel mit Spurhaltewarnsystem und erhöhter Sitzposition durch die City.

Doch zurück zu meinem Silbergefährt.

Hyundai i20 Active blue 1.0 T-GDI

Selbstverständlich habe ich mir das Top-Modell „Hyundai i20 blue 1.0 T-GDI“ in der Version Style zum Testfahren ausgesucht. 120 PS (88 kW) dachte ich, müssen schon sein. Was ich auf der Straße merkte, dass das T ja für Turbo steht. Also für einen kleinen Stadtflitzer erstaunlich. Man muss sich an der Ampel nicht schämen, denn Drehmoment und Ansprechverhalten sind so angepasst, dass man das Wort Turbo-Loch hier vernachlässigen kann.

In den Kurven der Autobahnauf- und abfahrten hatte ich ein sicheres Gefühl bei meiner normalen Fahrweise. Wer mich kennt, weiß, dass „normale Fahrweise“ dem Auto schon ein bisschen mehr als üblich abverlangt. Die Beschleunigung von 10,2 Sekunden von Null auf Hundert ist nicht sensationell, zeigt aber, dass man gut mit den Größeren mithalten kann.

Ich habe bei – unrepräsentativen – 69 Kilometern Fahrt etwas über 8 Liter bei unwirtschaftlicher Fahrweise verbraucht. Dabei habe ich nicht mit dem Gasfuß gegeizt. Ich denke, dass ich durchschnittlich höchstwahrscheinlich einen bis zwei Liter weniger benötigen würde. Offiziell angegeben ist der Verbrauch mit 6 Litern. Das könnte man vielleicht sogar knapp schaffen, doch dann hätte man nicht mehr so viel Spaß beim Ampelstart oder auf der Autobahn.

Hyundai i20 Active blue 1.0 T-GDI

Ein Blick zum Heck. Der kleine i20 hat eine Hyundai-typische Optik, finde ich. Doch schauen wir mal, was reinpasst.

Hyundai i20 Active blue 1.0 T-GDI

Klappe auf und der (noch) aufgeräumte Kofferraum zeigt sich nicht als Riesenraumwunder, hält aber eine Überraschung parat:

Hyundai i20 Active blue 1.0 T-GDI

Kein Netz, dafür aber mit doppeltem Boden! Man kann hier sehr ordentlich die Dinge, die man immer mitführt, im unteren Bereich platzieren (so sie denn da reinpassen). Es kommt so der Einkauf nicht mit dem Bordwerkzeug oder ähnlichem durcheinander. Gefällt mir gut.

Was mir während der Fahrt mit dem Hyundai i20 gefallen hat:

Hyundai i20 Active blue 1.0 T-GDIDas 7 Zoll Display mit Touch ist angenehm zu bedienen. Das Navi hat mich überall hingebracht und ich habe mich noch nicht einmal verfahren. Und das, obwohl in Mainz die Verkehrsführung manchmal sehr merkwürdig für einen Auswärtigen ist.

Rückfahrkamera im 7-Zoll-Display, Parksensoren vorn und hinten: Mag ich sehr, denn das gibt immer einen Hauch Sicherheit mehr. Ersetzt natürlich den Rundumblick nicht.

Sitzheizung! Vorhanden, aber bei dem Wetter natürlich nicht getestet. Auch die Lenkradheizung habe ich ausgelassen. Aber Wärme ist wichtig im Winter, finde ich gut.

Spurwarnhalteassistent – gute Idee für diese Klasse, habe ich aber leider mangels Zeit nicht ausprobiert.

Was mir während der Fahrt mit dem Hyundai i20 nicht gefallen hat:

Das Radio geht beim Drücken der Starttaste immer mit an. Ich mag es lieber, wenn die Einstellung beim Motorausmachen gespeichert wird – und das Radio entsprechend aus bleibt. Außerdem fahre ich grundsätzlich lieber ohne Radio. Außer auf der Autobahn oder Landstraße wegen der Stau- und Warnmeldungen im Verkehrsfunk.

Der Sitzbezug hat mir nicht gefallen, meine langen Haare hingen öfter mal am Stoff fest. Okay, ich würde also Ledersitze empfehlen (Aufpreis liegt bei gut 1300 Euro).

Der mittlere 5. Sitz hinten ist bestimmt nicht angenehm zum Sitzen, den sehe ich nur als Notsitz an. Wenn man mit 4 Personen fährt, dann ist der Platz ausreichend gut bemessen.

Mein Fazit zum Hyundai i20 blue 1.0 T-GDI

Für unter 20000 Euro bekommt man – für diese Klasse – Vollausstattung. Man kann den i20 aber auch – als limitiertes Sondermodell – schon für unter 10000 Euro bestellen. Soweit zur „Range“ der Ansprüche und Möglichkeiten. „Mein Hyundai“ müsste noch ein Schiebedach spendiert bekommen und mit all den anderen Wünschen würde ich auf gut 23000 Euro kommen. Als Stadtmobil, mit dem man auch gut Landstraße oder Autobahn fahren kann, ist der Hyundai i20 mit dieser besprochenen Motorisierung auf jeden Fall interessant. Für Langstreckenfahrer sehe ich ihn nicht, da müsste man zu geeigneteren Modellen greifen. Wer nicht so gern zügig fährt, wird auch nicht so viel wie ich verbrauchen, oder schaut sich einfach die anderen Motorvarianten an. Eins empfehle ich sowieso: Eine Probefahrt!

Mich hat der Hyundai i20 mit der Premiumausstattung und dieser Motorisierung als Benziner positiv überrascht. Ich hatte eine gute Fahrt und würde ihn auf jeden Fall empfehlen, ihn mit in die Vorauswahl zu nehmen und zu testen. Falls jemand sich in dieser Klasse sowie Preisklasse ein Auto neu zulegen möchte.

 

Vielen Dank für die Einladung nach Mainz an Hyundai und die Möglichkeit eine kurze Testfahrt zu machen. Meine Meinung ist davon nicht beeinflusst.

Informationen über Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Stromverbrauch i.S.d. Pkw-EnVKV: Hyundai i20, 5-Türer, blue 1.0 T-GDI, Ausstattung Style, 120 PS/88kW, 6-Gang-Schaltung. Verbrauch: innerorts 6,0 l, außerorts 4,1 l, kombiniert 4,8 l, CO2 -Emission kombiniert 112g/km, CO2-Effizienz-Klasse: B

3 Gedanken zu “Hyundai i20 mit „blue Turbo Gedöns“

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