Jaguar F-Type – die Katze, die laut bellt

Jaguar F-TypeWow, das ist wirklich eine Raubkatze mit Hundeallüren. Das meine ich durchaus positiv. Doch gut, dass man auch mal wieder auf schnurrenden Samtpfötchen fahren kann. Worüber spreche ich?

Jaguar F-TypeDer mit Kompressor bestückte 5.0 Liter V8 mit 495 PS ist der Oberbrüller … den fuhr ich auf dem Handlingskurs. In freier Wildbahn stand mir der 3.0 Liter V6 mit 380 PS zur Verfügung. Der dritte Jaguar mit dem Typenschild F-Type ist ebenso ein V6 und verfügt über 340 PS. Aus Zeitgründen konnte ich das PS-Babykätzchen nicht ausprobieren.

Unterscheiden kann man die F-Types auch gut an den Auspuffrohren: Die Jaguar F-TYPE mit Sechszylinder sind mit einem mittigen Doppelrohr bestückt. Der F-TYPE V8 S wartet mit vierflutigen, außenliegenden Einzelendstücken auf.

Ein aktives Auspuffsystem für die S-Modelle liefert authentischen Rennsportsound. Der ist allerdings wirklich so laut, dass man auffällt. Zwar schon genial, aber die Nachbarn sind bestimmt nicht so begeistert, wenn das mal um 2 Uhr morgens ist. Dann sollte man die Taste (rechter Pfeil) nicht aktiviert lassen. Das aktives Auspuffsystem mit Klappensteuerung ist übrigens Standard im F-TYPE S und F-TYPE V8 S.

Tasten Jaguar F-TypeDer linke Pfeil auf dem Foto oben zeigt auf die Einstellungsmöglichkeiten zu den Fahrmodi. Bei Regen – dieser stellte sich zuverlässig ein – macht die Taste mit der Wolke, also die „Schlechtwetter-Taste“ sogar richtig Sinn. Da wird der Auto-Diva-Gasfuß ein wenig zur Zurückhaltung genötigt, was bei Aquaplaning auf den Straßen wirklich wichtig ist. Aber was soll die ganze Technik-Geschreibsel? Wichtig ist doch, wie der Jaguar F-Type sich fährt und anfühlt. Emotion pur, kann ich dazu nur sagen.

jaguar_f-type_6211Endlich hatte ich ihn allein für mich, den starken V6. Unser ganz persönliches Rendez-vous. Ich stand vor ihm, meine Augen glitten immer wieder über die Formen des F-Types. Ja, verführerisch ist er. Mit leichtem Druck auf eine berührungssensitive Zone öffne ich die Tür schlüssellos, der Schlüssel ist in der Handtasche bei mir. Der versenkbare Griff (ist dann wirklich passig eingelassen während der Fahrt) streckt sich einem entgegen, wenn das Fahrzeug entriegelt ist. „Gib Pfötchen“, dachte ich sofort. Nachdem ich der Bitte nachgekommen bin und die Tür geöffnet hatte, sah ich zuerst ein Interieur, was mir spontan gefiel. Sehr sportlich elegant alles.

Ich schwinge also meinen Diva-Körper in die Ledersitze und fühle mich sofort wohl, nachdem ich die Sitzeinstellung angepasst habe. Die Länge manuell, die Höhen- und Lehneneinstellung elektrisch. Das nun von mir richtig eingestellte Lenkrad liegt gut in den Händen, als ich es umfasse, am „Streicheln“ bin und mich mit dem Jaguar-Kätzchen vertraut mache. Schnell noch die Außenspiegel und den Innenspiegel kontrolliert, passt alles.

Der Start-Knopf wartet ungeduldig auf den Befehl zum Glücklich-Bellen-Lassen. Wrrrooom, die Katze schnurrt nicht, sie bellt beim Anlassen. So, dass ich versucht bin, nochmal das Gaspedal im Leerlauf zu drücken. Was soll’s, ich tu’s. Es gefällt uns, dem F-Type und mir. Ich spreche nun schon von uns, ja, eine gewissen Verbundenheit war da, als ich in diesem Sportwagen saß. Ein Sportwagen, richtig, so darf man keinen besonderen Limousinen-Komfort erwarten, was den Platz angeht. Aber Sport soll ja auch Sport bleiben.

Sitzt man zu zweit im Jaguar F-Type, dann muss die riesengroße Damenhandtasche oder mein kleiner Rucksack in den Kofferraum. Dabei sind doch nur die überlebenswichtigsten 3 Kilo Diva-Bedarf wie Papiere, Geld, Schlüssel, Schminke, Kamera, Videokamera und iPhone samt Ladekabeln drin.  ;-)Interieur Jaguar F-Type

Sorry, Jaguar, aber für die Probefahrt wird das verbrauchsmindernde Intelligent Stop/Start-System ausgeschaltet. Denn zuerst geht es durch den „Ort“ mit Ampeln. Ich möchte den F-Type erstmal hören. Auch die Musik bleibt aus. Das mache ich immer so bei Probefahrten. Über den Klang der Anlage kann ich also nicht urteilen, aber bestimmt lässt sich da der Hersteller nicht lumpen.

Nachdem ich ein paar Kilometer gefahren bin, wende ich mich dem adaptiven und stufenlos regelnden Dämpfersystem Adaptive Dynamics zu. Ich schalte den Dynamic-Modus an, so wird das Fahrwerk zugunsten eines noch sportlicheren Set-ups straffer eingestellt.

Die Achtstufen-Quickshift-Automatik gefällt mir. Beim Herunterschalten führt meine Miezekatze automatisch ein kurzes Zwischengasmanöver aus, um die Drehzahl optimal anzugleichen. Ich mag das und lächele. Ich beginne über die Schaltwippen am Lenkrad das Getriebe manuell zu steuern. Macht Laune. Ich mag Paddles.

Als ich das Ortsausgangsschild verlasse, beschleunige ich erstmal richtig. Natürlich ist vor mir alles frei und ich spüre die Beschleunigung. Der automatisch ausfahrbare Heckspoiler fährt bei knapp 100 km/h aus. Das tut der Optik keinen Abbruch, finde ich. Wenn man mag, kann man ihn auch im Stand oder bei langsamerer Fahrt ausfahren lassen. Falls er automatisch ausgefahren war, verschwindet er unterhalb von 65 km/h wieder.Jaguar F-Type

Als es anfängt zu regnen, so stark, dass ich nicht mehr „unter dem Regen durchfahren kann“, gehe ich auf unter 50 km/h und kann das Verdeck während der Fahrt schließen. Sehr praktisch. Genauso öffnet der kleine Sportler-Fratz seine Kapuze in 12 Sekunden beim selben Tempolimit.

Das Display bekommt wieder meine Aufmerksamkeit. Was ich nicht alles beim Durchklicken entdeckt habe. Aber seht selbst, welche Gimmicks und dann wiederum nützliche Einstellungen man vornehmen kann. Ich habe die iPhone-Kamera immer klicken lassen, wenn ich umgeschaltet habe. Von Ambient-Beleuchtung, über G-Force oder Anzeige der Gas- und Bremswirkung. Alles da!

Meine Fahrt beende ich schweren Sportwagen-Herzens und gebe den Schlüssel ab. Noch ein letztes Erinnerungs-Foto. Er und ich, das sportbegeisterte Duo. Schön war’s und hoffentlich treffen wir uns mal wieder. jaguar_f-type_8333Der neue Jaguar F-TYPE ist ab dem 25. Mai in Deutschland verfügbar. Das Sparbuch muss für  73.400 Euro bis knapp 100.00 Euro dran glauben.Jaguar F-Type

Eine schöne Übersicht über einige weitere lesenswerte andere Artikel über den Jaguar F-TYPE findet Ihr bei autokarma.

Danke an Jaguar für die Einladung.

3 Gedanken zu “Jaguar F-Type – die Katze, die laut bellt

  1. Pingback: geekchicks.de » geekchicks am 23.05.2013 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre
  2. Pingback: Deutscher Auto Blogger Digest vom 23.05.2013 › "Auto .. geil"
  3. Pingback: Selbstverliebt? – wABss

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.