Ford’s Wild Thing: Ford Ranger Wildtrak

Ford Ranger Wildtrak„Such Dir einen aus!“ „Ich nehme den in der Mitte!“ Der in der Mitte ist der Ford Ranger Wildtrak. Was hatter? Satte 3,2 Liter (TDCi) und 200 PS (147 kw), 6-Gang Automatik-Getriebe. Gut, dass ich meine Jeans angezogen habe, denn ich fühlte mich sofort in den Wilden Westen versetzt. Obwohl wir in der Nähe von Köln unterwegs waren. Ford Ranger WildtrakDann erstmal auf die Straße! Ford Ranger WildtrakIch durfte fahren, Stefan Henricks (im Namen von Mobilegeeks unterwegs) führte die Kamera. Wir haben dann einen kleinen Abschnitt entdeckt, in dem keine befestigte Straße vorhanden war. Also rein da! Ford Ranger Wildtrak Ford Ranger Wildtrak Ford Ranger WildtrakOhne die manuelle Zuschaltung des Allradantriebs war aber nur Durchdrehen der Räder angesagt. Also den Drehknopf gesucht, gefunden, gedreht.

Auf festen Straßen treibt der Pick-up ausschließlich die Hinterräder an (spart Sprit). Per Drehknopf ist das Umschalten ist auch während der Fahrt bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h möglich. Die Geländegängigkeit des Ford Ranger lässt sich durch eine manuell aktivierbare Getriebe-Untersetzung optimieren, wenn es mal steil wird. Das brauchten wir nun. Ich hätte mir allerdings in diesem Moment einen Handschalter gewünscht. Mit der Automatik lässt es sich eben nicht so schön „schleifen“.

Die elektronisch geregelte Traktionskontrolle TCS, kann die Motorleistung, die an die Räder geleitet wird, über aktiven Bremseingriff exakt den Grip-Verhältnissen anpassen. Wenn nötig, dann auch mal ein einzelnes Rad komplett, damit die Antriebskraft dort ankommt, wo die bessere Bodenhaftung anliegt.

Zurück auf die Straße!ford_ranger7285Wenn man ordentlich Gas gibt, dann bewegt sich auch dieses Pick-up-Schätzchen einigermaßen agil. Obwohl das ja eigentlich nicht so gedacht ist. Also flott um die Kurven fahren geht! Mein Beifahrer war glücklicherweise seefest. Ford Ranger WildtrakDann wollen wir doch mal den „Kofferraum“ testen. Zuerst war es gar nicht mal so einfach, es war schwer! Also die Pick-up Klappe, die nach unten geöffnet wird. Keine Hydraulik, die den zarten Frauenarm unterstützt, die Klappe hinunter gleiten zu lassen. Öhm, ich muss wohl noch etwas Bodybuilding machen, … dann die zweite Hürde. Wie bekomme ich das Laderaum-Rollo (sieht schick aus, kostet auch schicke 1900,- €) auf? Es dauerte wirklich einen Moment, bis wir die Gurte zum Öffnen gefunden haben. Ja, Rollo sagte ich, also muss man auch dran ziehen! Empfindliche Händchen sollten sich einen Handschuh ins Auto legen, wenn es mal schneller gehen soll. Die Klappe hält übrigens einiges aus, ich meine mich zu erinnern, dass es um die 80 Kilogramm waren. Also hatte ich riesig viel „Luft“ nach oben! Ford Ranger WildtrakWas mir gefallen hat, ist die Übersichtlichkeit trotz der bulligen Größe. Und serienmäßig ist die Rückfahrkamera – mit Bildanzeige auf dem Innenspiegel. ford_ranger7264Weiterhin Serie ist das (etwas zu klein wirkende) 5“ Matrix-Multifunktions-Display mit Navigation. Da hätte ich mir lieber etwas „schickeres“ gewünscht. Die Steuerung überzeugte nicht so wie die dagegen ultramodern anmutenden verbauten Displays, die Ford sonst anbietet. Bis auf die Standheizung, die Anhängevorrichtung und die Metallic-Lackierung ist alles Serie. Also auch die 18-Zöller Alus und Teilleder sowie die Einstiegszierleisten und die weitere sportliche Optik (siehe Galerie).

Folgende Sicherheitssysteme sind dabei:

  • Bergabfahrkontrolle (hält auf steilen Gefällstrecken automatisch eine vom Fahrer individuell vorgewählte und beeinflussbare Geschwindigkeit konstant ein)
  • Berganfahrassistent (für stärkere Steigungen).
  • Anhängerstabilisierung: (gegen Aufschaukeln, wenn der Ford Ranger als Zugfahrzeug eingesetzt wird).
  • Adaptive Lastkontrolle: (optimiert die Wirkung des ESP in Abhängigkeit zur jeweiligen Zuladung.
  • Sicherheits-Bremsassistent: (bei Notbremsungen) mit Notbremslicht (warnt bei starker Verzögerung den nachfolgenden Verkehr durch 
    pulsierende Bremslichter)
  • Überrollschutz

Kurze Fahrtzeit, kurzes Fazit: Ich bin sicherlich nicht die Zielgruppe für den Ford Ranger Wildtrak. Dennoch hat es mir Spaß gemacht, mit einem Transport-Koloss durch die Gegend zu heizen. Ich kann mir vorstellen, dass jemand, der mit seinem Auto auch arbeiten muss, transportieren, Lasten ziehen und sich nur ein Auto dafür anschaffen möchte, mit einem Ford Ranger Wildtrak bestens bedient ist. Denn er macht auch in der City eine gute Figur vor der Eisdiele. Klar, wendig kann man den Ranger nicht nennen (Gesamtlänge von bis zu 5.351 mm und einer Breite ohne Außenspiegel von 1.850 mm), aber wie gesagt, ich empfand ihn als verhältnismäßig übersichtlich. Er scheint robust zu sein, das sollte der Fahrer oder die Fahrerin aber auch sein, besonders, wenn es ans Beladen geht (siehe oben). Mir haben die Flaschenhalter (0,5l) in den Türenseiten-Taschen gefehlt, die Becherhalter (Kaffee/Tee) in der Mitte sind für größere Flaschen nicht geeignet. Bis zu kurzzeitig 180 km/h habe ich den Ford Ranger Wildtrak auf der Autobahn mal hochgetrieben, das war dann aber Maximum. Die ideale Reisegeschwindigkeit (auch hinsichtlich des Verbrauchs) sehe ich bei 130 km/h … eben eher ein Lastentier als eine Rennmaschine. Das war aber zu erwarten und damit war ich zufriedengestellt. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, den Ranger Wildtrak zu testen, unbedingt mal machen!

Thomas von autokarma dachte übrigens auch „Hallo Wald: Unterwegs mit dem Ford Ranger“ und sieht ähnliche Anwendungszwecke wie ich.  🙂

Danke an Ford für die Einladung (Reisekosten) zur Testfahrt!

7 Gedanken zu “Ford’s Wild Thing: Ford Ranger Wildtrak

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.