Bild 5: Concept Car Citroën Cactus M

Mein Highlight der IAA 2015: Citroën Concept Car

Concept Car Citroën Cactus M
Citroën bringt das Sommergefühl auf die IAA. Eine Reminiszenz an das Beach- und Freizeitmobil Méhari. Nicht mehr das ewige Einerlei wie „höher, schneller, weiter“. Citroën ist mutig und zeigt als Concept Car den Citroën Cactus ohne Dach in Knallfarben. Ein Outdoor Crossover, der schon so aussieht, als ob er einfach Spaß machen muss.

Spaß hatte auch der Chefdesigner der Concept Cars Fréderic, den ich auf der IAA auf dem Stand von Citroën treffen konnte. Er ist ein sehr zurückhaltender Mensch, aber ganz typisch Designer. Und er ist total happy darüber, dass er dieses Beachcar so bunt und lustig designen durfte. Ein tiefer Griff in den Tuschkasten, türkis mit rot und weiß, ein bisschen Holz, das mit Lasercut und Bootslack behandelt ist. Fertig!
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Aber Fréderic hatte schon Übung mit den runden, knuddeligen Formen. Er hat den Citroën Cactus entworfen, mit dem er sich seit 2010 beschäftigt. Außerdem ist er schon seit 2000 bei Citroën, ein richtig treuer Mitarbeiter. Das zahlt sich aus, da bekommt man auch mal die Freiheit das auffällige Vehikel so zu gestalten, wie man mag. Wichtig ist Fréderic, dass es keine Retrokiste werden sollte. Etwas eigenständiges. Aber die Mischung aus dem Méhari und dem Cactus ist ihm gelungen. Seine schönsten Statements und Erklärungen während des Interviews im Original:

We want to go out of the mainstream! Many people are doing the same thing, we have to look to do different things.

M means Méhari, but it means also „Love“ in french!

Hier ein paar Fotos des Concept Car Citroën Cactus M:

Ein paar wichtige Dinge zum Concept Car Citroën Cactus M:

Bilder Nr. 1-5: Die Karosserie des Cactus M ist vorn wie hinten baugleich, wie beim normalen Cactus. Lediglich die untere Front ist modifiziert. Der Cactus M ist genau so lang und breit wie sein geschlossener Bruder. Die Seiten sind jedoch komplett modifiziert. Wir sehen nur noch zwei Türen statt vier. Diese Designänderung verlangte einiges: Die Türen mussten komplett neu aufgebaut werden. Daher nahm man dann auch zwei unterschiedliche Kunststoffe, die den Sicherheitsaspekt Airbumps aufgreifen. Nur eben in Streifen. Sieht für den Cactus M schicker aus und macht eine gute Figur. So kann man sich auch lässiger mit dem Arm auflehnen, der Kunststoff ist angenehmer als Metall.

Bild Nr. 6: Die Sitzbezüge sind aus Badeanzug-Material. Wie dünnes Neopren. Abwaschbar, versteht sich. Somit pflegeleicht.

Bild Nr. 7: Das ist die Türklinke! Einfach am Band ziehen und die Tür geht auf.

Bild Nr. 8: Die Türablagen sind simpel gestaltet.

Bild Nr. 10: Der Cactus M lässt sich mit dem Schlauch abspritzen und das Wasser läuft durch die Abläufe wieder hinaus.

Bild 11 und 12: Hier ist Echtholz verarbeitet. Die Ösenaufnahmen und Verzurrmöglichkeiten sind dem Segelsport entnommen.

Bild Nr. 13: Dieses ist kein Designelement, sondern bietet die Möglichkeit, dass man sich mit dem Fuß abstützen kann, um auf die Fondsitze zu gelangen. Jump!

Bild Nr. 14 und 15: Hier zeigt sich der Cactus M fertig zur Nacht im Zeltpyjama. Das Zelt ist in 15 Sekunden aufgepustet (Kompressor) und macht sich nach dem „Luftablassen“ auch wieder ganz klein. Das Dach, was aus dem selben Material wie Schwimmwesten besteht, kann auch während der Fahrt drauf bleiben.

Das Concept Car Citroën Cactus M ist mein absolutes Highlight, weil es aus dem Einerlei heraus sticht und beim Anblick gute Laune macht. Noch wissen wir nicht, ob und wie es zur Serie kommt. Aber ich glaube schon, dass es einige Nachfrage erzeugt. Vielleicht macht Citroën dann doch ernst und baut das Spaßmobil. Ich hoffe es sehr!

Weitere Highlights der IAA

Ich bin gespannt, was die anderen Autoblogger für tolle Kisten bei ihren Besuchen gefunden haben. Verraten haben mir neun Bloggerkollegen, worüber sie schreiben, aber noch nicht genau was. Das muss ich selber erstmal lesen. Hier also eine neugierig machende Linksammlung der IAA Highlights der Autoblogger:

Benny hat sich von der Eleganz des 7er BMW beeindrucken lassen. Daniel, unser E-Auto-Liebhaber hat sich bei Peugeot das Concept Car Fractal angeschaut. Jens hat die Sterne durch das offene Dach vom Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio beobachtet. Das zweite E-Auto kommt von Audi, es ist das e-tron quattro concept, von Kai unter die Lupe genommen. Das Thema New Mobility World finde ich spannend, auch was wohl die Lisa dazu schreibt. Matthias hat sich lieber mit einer echten Lady beschäftigt, es ist ihm nicht zu verdenken, wenn man an die Alfa Romeo Giulia denkt. Zweimal dasselbe Auto, aber womöglich ganz unterschiedliche Meinungen? Man weiß es nicht, einfach bei Thomas über den Opel Astra Kombi lesen sowie bei Bjoern. Tom hat bei den Japanern geschaut, welche Sonne aufgeht und schreibt über die Honda Project 2&4 powered by RC213V.

 

Danke für die Einladung auf die IAA und die Interviewmöglichkeit mit dem Designer an Citroën!