Golf Sportsvan

Golf Sportsvan vs. Golf7 – wer gewinnt beim Design?

Golf SportsvanSag doch einfach: wir fahren Sportsvan. Ein komplett neuer Golf im Vergleich zum Vorgänger Golf Plus. Nicht nur modifiziert in den Abmaßen zum Golf 7. Selbstverständlich aus dem fast unerschöpflichen „Baukasten-System“ MQB von Volkswagen, doch mit vielen Detailänderungen, die nicht sofort ins Auge fallen; bei genauem Blick – jedoch wirkungsvoll sind.

Auto-Diva und der Golf SportsvanAugen auf und genau hingeguckt: das Design ist erwachsen wie durchdacht. Die Designer konnten sich austoben, ohne dass sie „ausfallend“ geworden sind. Alles ganz im Rahmen, besonders der „Fensterrahmen“ – dazu unten im Text mehr.

Golf SportsvanBetrachten wir den Golf Sportsvan von der Seite, so fällt die Sicke auf, die eine Schattenlinie bildet. Normalerweise werden Türgriffe an dieser Stelle einfach „eingepflanzt“, weil sie nötig sind. Ohne Griff, kein Ein- und Ausstieg. Hier sind die 2 Griffe an jeder Seite (beim Viertürer) derart elegant in die Schattenlinie eingepasst, dass dieses handliche Detail sich verschwindend anpasst. Sprich: die Griffe stören die Seitenlinie nicht, sondern sie kuscheln sich geradezu an.

Vergleich Golf 7 und Golf Sportsvan

Oben der Golf 7 und unten der Golf Sportsvan. Wenn man die beiden einzeln in freier Wildbahn fahren sieht, dann fällt es dem ungeübten Auge sicherlich nicht auf, dass es große Unterschiede gibt. Daher habe ich mir noch ein Foto vom Foto-Stick der Fahrpräsentation vom Golf 7 herausgesucht und dazu ein Foto von dieser Präsentation, damit wir hier mal richtig genau schauen können:
Golf 7
Golf Sportsvan
Nun wird es deutlich, oder? Da könnte man fast schon sagen, der Golf Sportsvan hat bei der Türgriff-Linie richtig stark gewonnen. Aber auch bei den anderen Details wie bei der Linie zu den Heckleuchten. Golf SportsvanDer Seitenspiegel „klebt“ nicht am Fahrzeug, sondern ist nun so angebracht, dass man durch das Dreiecksfenster richtig gut um die Kurven schauen kann. Und ein paar Kurven bin ich in Südfrankreich in den Bergstraßen gefahren. Ich habe eine sehr gute Sicht dabei festgestellt, die der Fahrsicherheit zuträglich ist. Golf Sportsvan

Die Motorhaube ist sehr langgezogen, was fast schon ein wenig majestätisch in dieser Klasse anmutet. König Golf Sportsvan, der Erste, wirkt trotz der Höhe fast wieder ein bisschen windschlüpfrig. Die Windschutzscheibe ist sehr flach gehalten und der Dachhimmel spannt sich entspannt nach hinten. Apropos Himmel: das zusätzlich bestellbare Panoramadach soll toll sein. Ich hatte leider diese Ausführung nicht in meinen Diva-Fingern.

Doch woher kommt der Name „Sportsvan“ und ist er begründet?

Dieses Golf-Modell ist sicherlich und auf keinen Fall ein Sportwagen, da sind wir uns wohl einig drüber. Aber in der Kombination von Van und Sport wird wieder ein Schuh daraus. Oder eben ein Golf Sportsvan.

Die Fahrmodi Eco, Normal, Sport sowie die individuelle Einstellung sind eine feine Sache. Doch darf man den Sportmodus nicht überbewerten. Auch die Dämpfereinstellung „Sport“ könnte man vielleicht ein wenig zu überkandidelt empfinden, jedoch ist die Comforteinstellung auf jeden Fall zu bevorzugen, wenn Fondpassagiere an Bord sind.

Zielgruppe

Damit kommen wir zu der Zielgruppe des Golf Sportvan. Junge (oder auch junggebliebene) Famlien werden sicherlich ihren Spaß an diesem Golf haben. Das Raumangebot ist für einen Golf Plus, Verzeihung, für den Sportsvan, groß – und die Beinfreiheit bei Normgrößen-Passagieren optimal, sowohl vorn als auch hinten. Da wir zu dritt die Rückfahrt angetreten sind, habe ich bei meinen Mitfahrern die ehrliche Meinung dazu gehört, die ich gern so weitergebe. Golf Sportsvan

 Aber auch die Freunde von Premiumsegmenten sollen gekitzelt werden. Schon häufiger hörte ich vom Umstieg aus einem Oberklasse-Fahrzeug auf die Golf-Klasse. Man braucht einfach in der Stadt kein Riesenschiff mehr oder möchte sich bewusst verkleinern. Die Best-Ager sollen sich angesprochen fühlen, indem sie sich z. B. über die Chromelemente um den Fensterbereich außen erfreuen können, die in der Seitenlinie faszettiert erscheinen.

Ein Van für Hochsitz-Liebhaber. Damit meine ich jetzt keine Jäger, sondern diejenigen, die eine Rundumsicht und hohe Sitzposition lieben. „Meins“ ist es – ehrlich gesagt – nicht, jedoch kann ich nicht verhehlen, dass ich mit dem Sitzkomfort und der -position sehr gut zurecht gekommen bin.

Sportsvan InterieurDas Ablagenkonzept im Innenraum wurde überarbeitet … wovon ich jedoch sehr stark abrate, sind die „Klavierlack-Elemente“ im Cockpit. Bei trübem Wetter ist es ja nur Geschmackssache, aber bei strahlender Sonne haben mich die Reflexe doch sehr stark gestört. Das geht mir übrigens in jedem Fahrzeug so, die Aussage ist also nicht unbedingt als modellspezifisch zu sehen.

Extras im Golf Sportsvan / Assistenzsysteme

Die „Always-On“-Generation, wie alt sie auch immer sein mag oder in welchem Verwandtschafts- oder Freundesgrad die Mitfahrer stehen, können mit dem optional erhältlichen W-LAN Hotspot die Smartphones und Tablets zum Glühen bringen. Ganz preiswert ist das nicht, „fragen Sie bitte zu Nebenwirkungen Ihre Brieftasche“ … Testen konnte ich das leider nicht, weil keine SIM-Karte im Auto war.

Der Golf Sportsvan hat den neuen Blind Spot-Sensor plus Ausparkassistent. Das ist ganz einfach erklärt, was kompliziert klingt: im Seitenspiegel wird vor Fahrzeugen auf anderen Spuren gewarnt, die sich im Toten Winkel befinden. Ebenso im Rückwärtsgang – z. B. beim Ausparken – wird der seitlich vorbeifließende Verkehr beobachtet und ggf. wird gewarnt. Notfalls auch mit der Notbremsfunktion. So sind Unfälle nicht ausgeschlossen, denn der Fahrer hat immer noch seine Sorgfaltspflicht, aber das Risiko wird doch sehr stark reduziert, so würde ich das beurteilen.

Desweiteren findet man folgende Komfort- und Assistenzsysteme im Konfigurator:

  • proaktiver Insassenschutz,
  • Lane Assist,
  • Front Assist und
  • City-Notbremsfunktion (kann ich empfehlen, 2x waren brenzlige Situationen, dass der Vordermann überraschend bremst, hat gut funktioniert – auch wenn ich ohne diese Funktion nicht reingefahren wäre, weil ich selber immer ordentlich auf die Bremse trete)
  • Adaptive Fahrwerksregelung DCC
  • Progressivlenkung
  • beheizbares Lenkrad (neu!)

Das erste Fazit, nach der kurzen Fahrt im Golf Sportsvan lautet: es ist ein Golf – zum Glück. Und es gibt soweit (meines Wissens) alles – optional oder serienmäßig -, was es auch im „normalen“ Golf gibt. Somit ist die Wahl zwischen dem Sportsvan (Nachfolger des Golf Plus) und dem Golf  7 eher eine Geschmacksfrage. Der Sportsvan von Volkswagen
Vielen Dank an VOLKSWAGEN für die Einladung zum Fahrevent

Hier der Bericht von Autogefühl, weitere werde ich mal suchen gehen und nachtragen …