Skoda Octavia 2013

Mein Boot, mein Hund, mein Skoda Octavia

Skoda Octavia 2013Alles komplett geflunkert, denn es ist nicht mein Boot, es ist nicht mein Hund und der Škoda Octavia war nur für wenige Stunden mein Begleiter. Aber Spaß haben die Fotos gemacht und die Probefahrt ebenso. Die Frage ist, muss man den Octavia in Szene setzen? Eigentlich nicht, denn die dritte Generqation ist optisch aufgemöbelt worden. ŠKODA sagt selber, dass der Octavia „Eine Klasse für sich“ ist.  Jetzt trete ich mal zur Seite und steige dem Octavia aufs Dach:octavia1284Auf die neu gestaltete Seitenlinie sollt Ihr gucken, … die ist nämlich dynamischer geworden. Kein Design-Sturm, sondern eine so genannte Tornadolinie streckt den Kompaktwagen. Langer Radstand, kürzerer Überhang und die C-Säule bleibt dabei recht weit hinten. Auffällig dabei das hochgezogene Heckfenster als weiteres Designelement.Skoda Octavia 2013Die Titanic hatte mehr Platz, aber der Škoda Octavia muss sich nicht verstecken, wenn es darum geht, Fahr-Begleitung und viel Zeug zu transportieren. Das Boot vom ersten Foto wird nicht hineinpassen, jedoch wurde mir versichert, dass ein Surfbrett oder vier Golf-Bags problemlos transportiert werden können. Hatte ich gerade nicht zur Hand, daher habe ich leider kein Foto für Dich!

Das elektrische Glasschiebedach (mit Stufeneinstellung) wird voraussichtlich ab dem 2. Quartal 2013 angeboten.

Angaben bis auf den Milimeter, wie vermessen: Innenraumlänge (1.782 mm), mehr Kniefreiheit (73 mm) sowie Kopffreiheit hinten (980 mm). Kopffreiheit vorne: +8 mm; Ellbogenbreite vorne: +39 mm; Ellbogenbreite hinten: +26 mm.

Der neue Octavia (3. Generation) ist gesamt 90 mm länger und 45 mm breiter als der Octavia der zweiten Generation. Der Radstand wurde um 108 mm vergrößert. Merkbar für den Innenraum und für die Fond-Passagiere.

Zurück zur Titanic.:Ein Eisbergwarner ist nicht vorhanden, jedoch befindet sich der Eiskratzer in der Tankklappe (wie schon beim Škoda Rapid). Warnen und aufpassen tun die Assistenzsysteme, mit denen der Octavia optional und aufpreisrelevant ausgestattet werden kann.

Der adaptive Abstandsassistent inkl. Frontradarassistent mit City-Vollbremsfunktion, der Spurhalteassistent, eine Multikollisionsbremse (automatischer Bremseingriff bei Unfall), der proaktive Insassenschutz (Absicherung des Fahrzeugs in Unfallsituationen) und eine Müdigkeitserkennung finden sich im Octavia. Einzeln oder in abgestimmter Kombination helfen diese Systeme in erster Linie Unfälle zu vermeiden oder die Folgen für die Insassen und Passanten abzumildern.

Ein Parklenkassistent soll das Ein- und Ausparken des neuen Octavia unterstützen (nicht getestet).
Verkehrszeichenerkennung ist optional in Paketen erhältlich. Bei mir hat sie nicht immer gut funktioniert, ist aber per se hilfreich, wenn die Erkennung richtig ist. 

Skoda Octavia 2013Aussprobiert habe ich den Spurhalteassistenten, der ohne Vibration ganz dosiert die Spur hält, aber nicht verhindert, dass man bewusst über eine Linie fahren kann. Der Spurhalteassistent deaktiviert sich dann automatisch und wechselt von grüner Anzeige zu Orange. Mir persönlich war die Umstellung vom „überprüften Fahren“ zur automatischen Abschaltung zu unauffällig. Da hätte ich mir ein deutlicheres Signal (Feedback) gewünscht als nur ein Farbwechsel.

Die Müdigkeitserkennung hat natürlich bei mir nicht gewarnt, da ich hellwach war.  🙂 Dieses Feature ist sicherlich nützlich, besonders wenn man allein längere Strecken fährt. Wenn man aufhört laut zur Radiomusik mitzusingen, dann könnte das ein Anzeichen von Müdigkeit sein. Muss aber nicht. Die Parameter würde ich gern nochmal erfragen und hier nachreichen.

Bis zu neun Airbags wirken zusammen mit den Sicherheitsgurten; Premiere hat der serienmäßig erhältliche Knieairbag und optional erhältlich sind die hinteren Seitenairbags.

octaviaI0122Große Klappe? Die Limousinen-Form wird mit den praktischen Vorzügen eines Autos mit großer Heckklappe kombiniert. Auffällig: die Origami-Falt-Technik-Falze um das Nummernschild herum. Die Heckleuchten greifen auf, was der Citigo schon vorgemacht hat. Das Rücklicht kommt ins Eckige … wobei hier nicht so hoch, sondern eher breiter in der Ausrichtung.octavia1158Die Front trägt das neue silberfarbige Logo (ohne Grün) und ist diesmal sogar matt gehalten. Zeigt wohl, dass es einen Unterschied zum Citigo und Rapid geben soll. Man möchte „besser“ da stehen. Das Gitter unterhalb des Nummernschilds ist mir ein Spur zu groß geraten. Die liegenden Waben sollten sportlichere Fahrzeuge tragen, finde ich.

Schön hingegen ist das Fahrlicht, das mit dem „leuchtenden Kajalstrich das Unterlid betont“. Erinnerungen bei Modellen der Konzernschwestern werden wach … Ein erhältlicher Fernlichtassistent ermöglicht ein automatisches Zu- sowie Abschalten des Fernlichts. Bei hellem Sonnenschein war ein Test selbstverständlich nicht zielführend … 😉 Hätte mich aber sehr interessiert.octaviaI9956

Skoda OctaviaDie „Simply Clever“-Lösungen:
Faltbare Cargo-Elementen für den Kofferraum, die mit Klett fixiert sind;
Kofferraum-Wendematte (wasserabweisend / weich);
Eiskratzer in der Tankklappe;
Warnwesten-Halter unter dem Fahrersitz;
Abfalltüten-Halter im Türablagefach;
Universalhalter für iPod, Smartphone o. ä.;
Brillenfach im vorderen Dachhimmel;
Hinter den Rücksitzlehnen verstaubare Kofferraumabdeckung;
Parkscheinhalter und weitere Gimmicks, die man aus dem Citigo kennt (Video)

Je nach Ausstattungslinie sind Ausstattungen serienmäßig oder optional erhältlich.

Mein Urteil auf die Schnelle innerhalb der kurzen Fahrtzeit: reinsetzen und losfahren. Mich hat nichts sonderlich gestört, nichts übermäßig begeistert, was die Ausstattung anging. Guter Standard in diesem Segment, finde ich. Es ist auf keinen Fall ein Edelschlitten und kein Sportwagen, den Anspruch darf man auch nicht haben. Sagen wir mal so: der RS wäre sicherlich etwas für mich, …

Aber „für alle Tage“ wirkt die Top-Motorisierung auf den kurzen Landstraßen- und Autobahnpassagen (mit Limit 120) sehr zufriedenstellend. Potential für einen Dienstwagen oder ein Familienauto sehe ich in jedem Fall. Wenn man dem Kombi-Wahnsinn optisch entgehen möchte, aber dennoch Platz braucht: eine ideale Option, eine gute Wahl in seiner Klasse und seinem Preissegment.

 

ŠKODA Octavia Limousine, Technische Daten des abgebildeten Fahrzeugs:
1,8l TSI / 132 kW bzw. 180 PS (DSG = 7-Gang-Automatik mit Tiptronic-Funktion)
1,8 l R4-Turbo-Benzin-Motor mit Start-Stopp-System und Rekuperation
Höchstgeschwindigkeit 233 km/h
Beschleunigung 7,3 s von 0 auf 100 km/h
Luftwiderstand 0,304 Cw

5 Sitzplätze
Gepäckraumvolumen bis zur Hutablage 590 Literumgeklappte Rücksitze 1580 Liter
Typklasseneinstufung 15 VK/ 19 TK/ 23KH

Motorisierung für alle Modelle: jeweils vier TDI-Diesel- und TSI-Benzinmotoren. Die GreenLine-Version 1,6 TDI (81 kW/ 110 PS) kommt voraussichtlich ab Ende 2013. Zukünftig ist auch ein Erdgasantrieb vorgesehen. Bis auf für die Basismotorisierung 1,2 l Diesel oder Benziner steht für alle stärkeren Motoren eine „Green-Tec-Version mit Start-Stop-System und einer rekuperativen Bremsenergierückgewinnung zur Verfügung.

Mit Topmotorisierung ist mein Testfahrzeug gewesen. Geplant sind eine Version mit Allradantrieb und eine sportliche RS-Version.

In Deutschland gibt es den neuen Octavia ab Februar 2013. Das Einstiegsmodell ist bereits ab 15.990 Euro gelistet, bis knapp unter 30.000 Euro kann man „spielen“ bei Modell und Ausstattung -bisher …

Škoda Auto Deutschland GmbH hat mich zur Probefahrt eingeladen. Fotocredit: Torsten Zimmermann, tozigrafie

Weitere Meinungen: Fahrbericht Škoda Octavia: Da geht sogar eine Leiche rein | Der Škoda Octavia III – das neue Volksauto!?Gefahren: 2013 Škoda Octavia III | Der neue Skoda Octavia 3 im Fahrbericht | Der Marathonmeister: Škoda Octavia III 1.6 TDI 105 PSVideo: Fahrbericht neuer Skoda Octavia III | Der neue Skoda Octavia 2013 – Fünf Ausstattungshighlights! | Erster Fahrbericht des neuen Škoda Octavia III | Angefahren: Der neue Škoda OctaviaDritte Octavia-Generation ist da2013 Škoda Octavia III „Eine Klasse für sich“ | Blogrundschau zum neuen Octavia III