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Škoda Rapid, der weiße Prinz ohne Protz

Das Besondere an dem Škoda Rapid? Dass er nichts besonderes — auf den ersten Blick — ist. Er will es auch nicht sein. Der Škoda Rapid ist ein grundsolides Familien-Auto ohne Schnick und Schnack. Mir gefällt ja ein Stummelheck, im Gegensatz zu Fließheck, Sportback, Kombi und die „was weiß ich -Form“, die sieht man einfach zu viel, für meinen Geschmack.

Wobei auch der Rapid noch die Kombi-isierung vor sich hat. Aber auch schon in dieser Version hat der Rapid eine große Klappe (Kofferraum) und Platz für 550 Liter. Milch, Cola, Bier oder ähnliches. 😉 Nun ist der Produktionsstart erfolgt und das Raumwunder wird erst auf dem Pariser Autosalon und dann auch bald auf der Straße zu sehen sein. Auf der Produktwebsite ist noch kein Preis genannt. Aber ich kann verraten, dass der Rapid auch ein Preiswunder ist, denn er ist ab 13.500 Euro erhältlich, hat mir ein Vögelchen gezwitschert. Für chice Schuhe und so muss natürlich noch etwas von der hohen Kante draufgelegt werden. Aber 16- oder 17- Zöller Highheels sehen auch einfach besser aus, als die Standard-Hausschuhe (14 Zoll).Ich habe mir dann den Rapid mal etwas genauer angeschaut und bin auch ein Stückchen gefahren.Wir haben hier keinen Rennwagen, wo man schwärmen könnte. Doch für „den Alltag“ ist der Rapid ausreichend genug, ist mein erster Eindruck. Es gibt auch kein Luxus-Limousinen-Cockpit, der Sattlermeister hat statt mit Rindern mehr mit den Kunststofftierchen zu tun gehabt.Das ist ein Kofferraum, der ordentlich vernetzt ist. Wer mit „Einzelteilen“ in diesem Gepäckabteil fährt, wird zu schätzen wissen, dass hier einiges festgeschnallt werden kann. Passagiere gehören natürlich nicht in den Kofferraum:Was mich aber nicht abhielt, die flexiblen Netze mal genauer zu untersuchen. Genau, „untersuchen“ ist ein gutes Stichwort, denn wenn man genau hinschaut, hat sich Škoda wieder unter dem Label „Simply clever“ einiges ausgedacht:Der Eiskratzer im Tankdeckel. Schlau, denn wenn das Auto zugefroren ist, kommt man hier sehr gut dran.

Weitere Gimmicks:

  • unter dem Fahrersitz befindet sich ein praktischer Halter für die vielerorts vorgeschriebene Warnweste
  • der Abfallbehälter in der Seitentür (den ich allerdings nicht im Testmodell vorfand, scheint optional erhältlich zu sein)
  • doppelseitiger Bodenbelag für den Kofferraum: eine Seite hochwertiger Teppich, die andere Seite gummibeschichtet
  • Multimediahalter im Cupholder der Mittelkonsole (kennengelernt im Citigo, wie weitere Features, die im Video erklärt werden)
  • Tickethalter für das Parkticket an der Windschutzscheibe
  • in den Vordertüren befinden sich Flaschenhalter für je eine 1,5-Liter-, im Fond des Škoda Rapid ist Platz für eine weitere 0,5-Liter-PET-Flasche
  • Ablagenetze an den Innenkanten der Vordersitze
  • schon oben gesehen: das Kofferraum-Paket (Taschenhaken, Ablageflächen (seitlich hinter den Radhäusern), Befestigungsclips für das Netzprogramm, drei Netze (2x vertikal, 1x horizontal) zum Fixieren kleinerer Dinge
  • MDI-Verbindung via USB-Anschluss
  • einfache Montagevorrichtung für den Dachträger

und bestimmt noch so ein paar pfiffige zubestellbare Features, die einem erst bei der Konfiguration (noch nicht verfügbar) auffallen. Empfehlen würde ich auf jeden Fall die Geschwindigkeitsregelanlage, das Multifunktionslenkrad und die Einparkhilfe. Bei der Motorisierung und der Wahl zwischen Diesel und Benzin würde ich eine Probefahrt empfehlen. Der ganz kleine (1.2 Liter 3 Zylinder mit 75 PS) war mir auf der Autobahn etwas lendenlahm, aber ich sitze ja auch nun mal gern in schnelleren Autos. Der große Diesel ist bestimmt interessant, doch bei dieser relativ kurzen Testfahrt, wo ich zu 50% auf dem Beifahrersitz saß, mag ich noch kein abschließendes Urteil abgeben. 

Andere Meinungen? Hier sind sie:

Autoblogger testen den Škoda Rapid
Škoda Rapid Testfahrt von Wien bis Bratislava
Ersteindruck: Škoda Rapid live von der Fahrveranstaltung in Bratislava

Disclosure: die Reisekosten + Häppchen wurden übernommen, mir wurde ein Fotograf gestellt – vielen Dank dafür.