Bosch

Ein kleiner Schritt für Bosch, aber ein großer Sprung für die Blogger-Welt

Bosch: meine erste Begegnung fand schon in der Kindheit statt. Mein Vater wechselte für einen Kunden die Zündkerzen in der Werkstatt. Die Verpackung ist mir bis heute im Sinn geblieben. Das rote Bosch-Logo ist auch nicht so einfach zu vergessen oder zu übersehen. Später war die Schlagbohrmaschine eine Bosch. Ich selber habe öfter den Akkuschrauber in der Hand gehabt, beim Bohren bin ich aber lieber ganz Weibchen und halte die Tülle vom Staubsauger an die Bohrstelle  …  😉  Obwohl ich natürlich auch rotieren könnte.

Aufgedreht hat nun auch Bosch, oder besser gesagt: aufgemacht. Die Türen zum Fast-Allrounder der Technikwelten öffneten sich das erste Mal offiziell für die Blogger. Ein erstes freundliches Beschnuppern, dann der Austausch von Meinungen, Revidierung von Vorurteilen und Richtigstellung sowie Wünsche der Blogger für eine zukünftige Zusammenarbeit waren Gesprächsthemen. Übrigens habe ich auch hier mein Credo verlauten lassen, dass es ganz unterschiedliche Blogger gibt und dass man Blogger noch weniger über einen Kamm scheren kann, als vielleicht die Journalistengarde. Dort ist man ja auch schon eingespielt.

Ich bin nicht so der Freak, der ständig den Wirtschaftsteil liest oder sich für Zahlen interessiert. An unserem Blogger-Roundtable habe ich erfahren, dass Bosch Wert drauf legt, quasi „inhabergeführt“ zu sein, von der Börse unabhängig und mit mächtigen Zahlen vertreten ist. Das kann man alles nachlesen. Das, was ich zusätzlich noch erfahren habe, war viel wertvoller: die Menschen hinter der Marke, die auf eine lange Tradition zurückblickt. Gerade auch deshalb begründet sich, dass Plagiateure keine große Chance haben, gegen die hohe Ingenieurskunst anzukommen. Billige Sachen, die in der Entwicklung nichts kosten, sind schnell kopiert. Doch Bosch ist für die hohe Kunst zuständig. Viel Geld wird in Forschung und Entwicklung gesteckt. Und es lohnt sich.

Ein wichtiger Teil, der mich sehr interessiert hat, wurde uns heute gezeigt: am Standort Tamm (bei Stuttgart) haben wir den Produktionsbereich „Electric Vehicles and Hybrid Technology“ besucht. Ohne Kamera bewaffnet, aber mit offenen Augen und Ohren sahen wir 3 Versuchsträger in der Werkstatt auf 3 Bühnen. Also, da durften wir uns ganz genau alles anschauen und viele Fragen stellen. Wenn es der Versuch erfordert, wird das komplette Auto umgebaut, vorhandene Kabelage entfernt und teilweise sogar eigens gefertigte Kabel wieder eingesetzt.  Schon lustig, wie improvisiert das teilweise ausschaut, wie professionell jedoch getestet wird.

Die Prüfstände nebenan haben wir uns angeschaut. Ich hatte schon mal das Vergnügen, (auf Einladung von Shell) mir diverse Ferrari-Motoren beim Testlauf anzuschauen, doch hier ging es um Hybridmotoren und Elektromotoren. Eine ganz andere Welt, auch wenn der Versuchsaufbau ähnlich war. Leider auch hier keine Fotos, da alles geheim ist. 

Mein Besuchsfazit ist sehr positiv. Es hat Spaß gemacht, sich auf Augenhöhe auszutauschen, neue Dinge kennen zu lernen und vor allen Dingen für die Zukunft sehr gute Ansprechpartner zu haben, wenn es um Fragen geht, die Bosch (auch) betreffen. 

Danke für die Einladung, Bosch hat meine Fahrtkosten übernommen.

20 Gedanken zu “Ein kleiner Schritt für Bosch, aber ein großer Sprung für die Blogger-Welt

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    1. Daniel, das ist interessant. Was sind Energieblogger? Kümmern sie sich auch um E-Auto-Themen in dem Kontext? Vielleicht kann man sich da ja mal austauschen?

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