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Nie wieder parken, mit dem Parkhaus-Piloten

Parkhäuser können dunkler, niedriger an Deckenhöhe und schmaler in den Parkbuchten werden. Huch, aber da will dann doch kein Mensch mehr parken! Nein, nein, da, wo die Zukunft abläuft, braucht es keine Aufzugs-Musik, Ambient-Beleuchtung und Sonderparkplätze.  Nur “die Mobilen” auf vier Rädern halten sich dort auf. Vielleicht fährt oder läuft dann und wann ein Service-Roboter herum.

Es ist der Parkhaus-Pilot oder eben der Garagen-Pilot (Video siehe unten) für zu Hause, der dafür sorgt, dass wir nicht mehr stundenlang durch zugige und ungemütliche Gänge im Parkhaus laufen müssen oder uns aus der – mittlerweile viel zu engen – Garage nach dem Einparken quälen müssen. Beulen in der Tür haben dann auch ein Ende.

Ein Beispiel, wie Audi sich das im praktischen Alltagsleben vorstellt: der Kinobesuch!

Über eine Onlineverbindung im Fahrzeug kann der Fahrer unterwegs beim Parkhaus-Managementsystem anfragen, wo es freie Plätze für pilotiertes Parken gibt. Die Antworten erscheinen auf dem MMI-Bildschirm; der Fahrer wählt ein Parkhaus aus und lässt sich vom Navigationssystem zu ihm leiten.
An der Einfahrt hält der Fahrer an, wählt optional gewünschte Dienstleistungen wie beispielsweise das automatische kontaktlose Laden seines e-tron-Modells über den MMI-Bildschirm aus, verlässt das Auto, schließt es ab und erteilt über sein Smartphone das Einpark-Kommando an das System.
Im Parkhaus ist ein zentrales Steuergerät installiert, das den pilotierten Einparkvorgang managt. Es nimmt per W-LAN Kontakt mit dem Auto an der Einfahrt auf und fragt dessen wichtigste Daten – den Typ und damit die Abmessungen – ab. Danach ermittelt der Rechner, wo der nächste geeignete Stellplatz liegt, und sendet eine schematisierte Routenkarte an das Auto.
Die digitale Leitschnur steuert die elektromechanische Lenkung des Audi; an ihr entlang rollt er mit einer Geschwindigkeit von fünf bis zehn Kilometer pro Stunde durch das Parkhaus. Ziel des Projekts ist eine zuverlässige Umsetzung der Funktion, ohne das Fahrzeug hierzu technisch hochrüsten zu müssen. Zur Erkennung des Umfelds nutzt der Audi daher gängige Seriensensoren. Ein intelligenter Rechen-Algorithmus fügt diese Daten zu einem vollständigen Bild der Umgebung zusammen und gleicht sie mit der Routenkarte ab.


Wenn eine Kollision drohen sollte, bleibt der Audi stehen; das Gleiche gilt für den Fall, dass der Funkkontakt zum Zentralrechner abbrechen sollte. Das Steuergerät im Parkhaus überwacht seinerseits alle Bewegungen des Autos mit hochgenauen Laserscannern. „Wir messen auf den Zentimeter genau“, sagt Vorentwickler Stümper. „Aber die wahre Herausforderung liegt weniger in der zuverlässigen Umsetzung der einzelnen Module als vielmehr im Zusammenspiel aller nötigen Sensor- und Steuerungsmodule zu einem komplexen Gesamtkonzept.“
Wenn der Fahrer wieder aus dem Kino kommt, kann er den Parkhaus-Rechner per Smartphone anweisen, das Auto zur Ausfahrt zu schicken – falls er den Abholzeitpunkt nicht schon vorab festgelegt hat. In jedem Fall rollt sein Audi bis zur Ausfahrt; die Parkgebühr wird automatisch abgebucht.

Traum oder Albtraum?

Ich persönlich mag ja solche Zukunftsszenarien, bin da immer extrem aufgeschlossen. Wenn damit auch noch sichergestellt würde, dass die ganzen Parkhaus-Auto-Aufbrüche gegen Null gingen, wäre das ein riesiger Fortschritt.

Während das Auto parkt, könnte es sich sogar bewegen, nämlich in die Waschanlage. Wäre dann nur noch das kleine Problem mit der Dachantenne, die man per Hand abschrauben muss. Was ist, wenn ich das vorher vergessen habe? Aber auch da gibt es sicher robotige Lösungen.

Für E-Autos natürlich auch ideal, denn wenn Induktionsfelder vorhanden sind, dann wäre auch das Laden ganz unkompliziert und niemand müsste mit Steckern und Ladesäulen herum hantieren.

Auch für zu Hause, für die Garage kann Audi schon zeigen, dass es funktioniert. Hier ein Video:

Ja, und wenn was passiert?

Ich ahne es schon, meine lieben Leserinnen und Leser werden sofort das Thema “Haftungsfrage” aufgreifen. Tja, in der Luftfahrt ist es ja auch geklärt, denke ich. Der Pilot im Flieger ist immer noch verantwortlich für seinen Vogel, auch wenn er den Auto-Piloten eingeklinkt hat. Warum sollte das hier anders sein? Audi hat zusätzlich ein Kollisions-Kontroll-Programm, das den Wagen automatisch stoppt, integriert.

Meine weiterführenden Ideen zum Thema:

Ich könnte mir vorstellen, um bei der Haftungsfrage zu bleiben und eine mögliche Lösung zu finden, dass man mehr Eingriffsmöglichkeiten schafft. Das hat Audi NICHT gesagt, das kommt von mir! – dass man eine Kontrollkamera bzw. mehrere im Auto hat, auf die man vom Smartphone aus zugreifen kann, damit man die Vorgänge auch kontrollieren kann. Ein Notstop-Knopf wäre dann obligat. So meine Vorschläge zum Auto-Auto-Piloten.

Schöne Zukunftsvision, mal sehen, wann das erste Parkhaus diesen Parkservice implementiert hat.

Fotos, Video und kursiver Text aus der Pressemappe von Audi entnommen. Der Rest = meine Gedanken + Text!

Auto-Diva Nicole Y. Männl: Blogmagazin-Autorin Auto + E-Auto, Gastautorin für namhafte Publikationen, Bloggerin Social-Media und Produkttests. Freiberuflerin bei NY DesignBeratung für Workshops, Konzept und Ausführung sowie Beratung im Bereich Social Web und Blogger-Relations. Moderation + Vorträge. Organisatorin von LearnTank (2012), WP Blogger Hannover (2010-2012), BarCamp Hannover (2008+2011), WebMontag Hannover (2007-2012).


6 Kommentare

  1. Nie wieder parken, mit dem Parkhaus-Piloten http://t.co/aOLwEKCA

  2. Nie wieder parken, mit dem Parkhaus-Piloten http://t.co/Xzq9Id5a /cc @Audi_Online

  3. Und keine Sprüche über Frauen, die nicht einparken können, … ;-) Hier geht es um High-Tech-Parken, das sowohl … http://t.co/dyBmey16

  4. RT @enypsilon: Nie wieder parken, mit dem Parkhaus-Piloten http://t.co/xl4p1dzc #Auto-Diva

  5. […] 0511webNie wieder parken, mit dem Parkhaus-PilotenParkhäuser können dunkler, niedriger an Deckenhöhe und schmaler in den Parkbuchten werden. Huch, aber da wil… […]

  6. Mark sagt:

    Ach irgendwann kann doch keiner mehr einparken. Wenn die Elktronik mal ausfällt kann ohne den Parkpiloten niemand mehr die Lücke treffen. Stelle mir das echt lustig vor :-)

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