Auto-Diva A-Klasse

Mercedes-Benz A-Klasse: Navi spinnt und man fühlt sich trotzdem sicher

Die neue A-Klasse: ich bin sie gefahren, siehe auch meinen ersten Artikel. Im wilden Slovenien. Wild? Ja, weil man sich in den Bergen verirren kann. So schön die Serpentinen und kleinen Bergstraßen sind, das Navi kommt damit wohl nicht so ganz klar.

Hier — in meiner Hand — ist der kleine Bösewicht … nein, ich meine nicht die neue A-Klasse von Mercedes-Benz. Es ist ein Teil davon. Neben dem COMAND online gibt es nun noch eine Version mit iPhone (Android kommt erst später).

„Drive Kit Plus für das iPhone®“ heißt es ganz lang und ausführlich (als Zubehör ab September 2012 und als Sonderausstattung voraussichtlich ab erstem Quartal 2013 lieferbar).

Und das war mein kleines Verhängnis, nämlich, dass ich nicht wusste, wie ich das Drive Kit wieder abgeschaltet bekomme. Oder ist in meinem Auto nur das Drive Kit aktiv gewesen und es funktioniert kein COMAND System mehr? Ich weiß es nicht, ich habe es auch nicht mehr herausgefunden, ich war froh, dass ich nicht verloren gegangen war.

Woran das alles lag? Ich wollte gern noch ein Foto-Shooting mit Konstantin Tschovikov am zweiten Tag machen. Der erste Tag — Ihr erinnert Euch — war ja verregnet, bis auf den Abend mit dem Performance-Driving. Im zweiten Zuge wollte ich mich dann auf der Rückfahrt mit dem iPhone Dingens beschäftigen. Leider ging alles ein bisschen durcheinander und ich habe den Einbau des iPhones draußen im Auto verpasst, weil ich drinnen auf die Ansprechpartnerin wartete. So fuhr ich ohne genauere Einführung los. Zwar hatte ich mich am Vortag schon ein bisschen spielerisch mit beschäftigt, doch über die Navigations-Funktionen hatten wir uns nicht unterhalten.

Das Shooting begann und wir haben ein paar schöne Fotos produziert, Danke an Konstantin und seinen Assistenten:

Und natürlich der „Klassiker“ – Auto-Diva auf Motorhaube! 😉

Nun begann der Teil mit der Technik

Ich wollte das Navi laufen lassen und Facebook einstellen und Statusmeldungen posten. Doch leider war keine Kurzanleitung dabei, wie man seinen Account einrichtet. Durch die Herumspielerei hatte ich dann im Instrumenten-Display in der Mitte nur noch die Pfeile und eine Himmelsrichtung angezeigt. SE (South-East) wechselte mit anderen Himmelsrichtungen.

Ich überlegte und schaute erstmal, dass ich vom Hafen wieder auf eine Hauptstraße kam. Die Angaben des Navis waren ungenau und widersprachen sich. Ich hielt an und schaute nach, ob ich an die eingespeicherten Routen komme. Das klappte ganz gut. Ich fuhr nun endlich auf der Strecke zur Mittagsstation in Llubjana. Dachte ich.

Special POI, mein Verhängnis

Als besonderes Special hatte Mercedes-Benz noch die Fahrtstrecken mit eigenen POI (Interessante Wegpunkte) ausgestattet. Rechts sah ich schon ein Schild Richtung Llubjana. Doch mein „Sprecher“ erzählte mir, dass ich nun eine tolle Bergstraßen-Tour unternehmen könnte. Ich sollte doch links abbiegen. Ich hatte keine Ahnung, wo ich war und fuhr nur nach den Pfeilen, ohne Navi-Display. Da ich mir gut vorstellen konnte, dass Mercedes-Benz sich noch eine kleine Tour, also einen kleinen Umweg durch interessantes Gelände ausgedacht hatte, stimmte ich zu. Zeit war auch noch ausreichend. Also los!

Die Bergstraße fing ganz normal an.  Auf dem Display — was ich mittlerweile auf Navi-Modus mit Karte gebracht hatte, sah ich, dass es eine lustige Straße sein wird. Ich schaute auf die Zeit, die Distanz. Alles klar, passt. Ich fuhr und fuhr, die Distanz wurde immer geringer nach Llubjana. Daher war ich nie auf die Idee gekommen, das ich auf dem „Holzweg“ wäre. Doch je höher ich die Berge erklomm, je schmaler die Wege wurden, dachte ich nur: Das ist ein schlechter Scherz, was hier abläuft.

Schlechter Scherz, ich musste durch

Was tun? Weiterfahren, denn ich konnte nicht wenden, die Straße, ach, was sag ich, der Weg war einfach zu schmal. Endlich kam eine Stelle, an der ich wenden konnte. Doch mein Navi half mir nicht im geringsten, es sagte mir immer nur, ich solle wieder wenden und noch höher in die Berge fahren. Ich fuhr wieder runter, entgegen der Meinung des Navis, bis ich an eine Straße kam, die ziemlich gerade verlief. Rechts oder links? Ich stand an der Einmündung und war schier am Verzweifeln. Ich entschied mich für … irgendeine Richtung, ich weiß es nicht mehr.

Menschen!

Endlich, endlich sah ich ein Haus, eine Auffahrt, … Leben, jemand, der mir vielleicht helfen kann? Ein alter roter Golf II fuhr in den Hof. Ein älterer Mann, nur mit Unterhemd bekleidet, es war ziemlich heiß, also die Temperatur, nicht das Hemd. Ich fragte ihn auf englisch. Auf deutsch. Er schüttelte mit dem Kopf. Ich versuchte Zeichensprache und sagte „Llubjana“. Da, endlich kam seine Tochter zur Tür heraus. Sie konnte englisch sprechen. Gerettet!

Der nette Herr erklärte sich sofort bereit mir sogar den Weg „nach unten“ zu zeigen, in dem er mit dem Golf vorfuhr. Ich sagte (zur Tochter zum Übersetzen), dass ich es ganz eilig hätte und zum Flughafen müsste (die Mittagsstation hatte ich zeitlich schon geknickt). So half mir dieser freundliche Slovene spontan, obwohl er sicherlich nicht sofort ins Nachbardorf (also in dieselbe Richtung) fahren wollte. Danke an diese gastfreundlichen Menschen.

Jetzt wird’s hektisch

Als ich wieder einigermaßen wusste, wo es lang ging, hielt ich nochmal an und stellte die Navigation auf „Flughafen“ ein. Mist, ich sah, dass meine ETA um 14:05 Uhr ist und ich noch reichlich Wegstrecke vor mir hatte. 14:30 sollte der Flieger in die Luft gehen. Endlich funktionierte mein Handy auch wieder und ich konnte die SMS von Wolfgang empfangen, denn ich hatte keine Notfall-Rufnummer dabei, … das Roadbook lag schon im Koffer. Da, wo es hingehört.

Und nun, wo alles geklärt war, konnte ich wieder aufatmen, doch hielt gleichzeitig die Luft an, ob ich die Strecke (Serpentinen-Landstraße mit wenig Überholmöglichkeiten) in der Zeit schaffe. Ich verrate jetzt nicht die Kilometer, denn dann könnte man vermuten, ich hätte reichlich Gas gegeben. Ich sage nur, ich habe 10 Minuten rausgefahren, auf eine nicht unerhebliche Kilometeranzahl …

Fotos habe ich nicht mehr gemacht, obwohl es im Nachhinein eine tolle Story abgegeben hätte. Hier ein „Symbolfoto“, dass ich endlich am Flughafen ankam, noch etwas wackelig und voller Adrenalin. 😉

Fahrzit?

Die A-Klasse hielt zu mir, sie ließ sich willig durch die Kurven scheuchen, auf sie war Verlass. Nie war ich so froh, ein zuverlässiges und agiles Auto in so einer Notsituation zu haben.

Wörtchen reden …

Doch mit der iPhone Integration, dem Drive Kit Plus muss ich nochmal ein Wörtchen reden. Aber bis September ist ja noch Zeit, solche Fehler auszumerzen … zumindest für Slovenien.  😉
Wer meinen ersten Artikel, noch lesen möchte, hier geht es zu Mercedes-Benz A-Klasse: der gute Tag

Heute geht die A-Klasse übrigens in Produktion, Happy Birthday sozusagen! 🙂

Weitere Informationen, die Ihr hier noch vermisst, haben meine Auto-Blogger Kollegen und meine -Kollegin  zusammengefasst:

Disclosure: Mercedes-Benz hat mich zu dem Presse-Fahrevent eingeladen

18 Gedanken zu “Mercedes-Benz A-Klasse: Navi spinnt und man fühlt sich trotzdem sicher

  1. Pingback: Nicole Y. Männl
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  4. Interessant nachzulesen wie es sich zutrug. Wobei ich ja glaube, das das Navi vom IPhone einfach sch…. Ist. Ich glaube auch, dass der Guide die Punkte vom Hinweg abgespult hat. Für den Rückweg waren nämlich keine gesetzt. Ich hatte das gleiche, ich war kurz unsicher als der Guide sich von mir verabschiedete und mir einen schoenen abend wuenschte als ich noch 50 km zu fahren hatte. 😉 das war aber der letzte Punkt am Meer gewesen, des Vortags, da hat das Navi oder wer auch immer nicht erkannt, dass wir in die andere Richtung fahren. Ich ziehe nach wie vor meinen Hut wie locker du in der letzten sekunde in den Airport Bus gestiegen bist, 🙂 mir war schon im Restaurant aufgefallen, dass du fehlst. Dachte aber, du machst noch Fotos…

    1. Der einzige Guide-Punkt, der bei mir auf dem Rückweg stimmte, war der kurz vor’m Flughafen auf der Strecke. Als ich abgehetzt hören „musste“, dass das doch eine tolle Tour war (Wortlaut ist mir nicht mehr im Sinn, nur noch der grobe Sinn), war ich zwischen Lautloslachen und hysterischem Kichern. Aber sie haben ja bis September Zeit, das zu richten. Es wäre wirklich gut, wenn routenspezifische Ansagen nur in einer Richtung möglich wären. Bei Denkmälern oder anderen POI ist es ja egal.
      Naja, sooo locker war ich gar nicht. Ich war unendlich erleichtert, dass ich den Charter noch bekommen habe. DAS war eine Punktlandung vor dem Abflug. 😉

  5. Nicole, es GAB auf dem Rückweg gar keine Guidepunkte. 🙂 Ich habe nachgefragt… Du hast es also geschafft, die Strecke in die falsche Richtung zeitlich zu Ende zu bringen. 😉

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  7. Huhu, Ihr bringt da etwas durcheinander.

    Die Audio-Guide Punkte per Lautsprecher kamen von der SD-Karte im Entertainment System und hatten nichts mit Navigation oder iPhone zu tun.

    Die Navigation auf dem iPhone ist ein normales Navigon und hat bei mir exzellent funktioniert.

    Um zur Bordnavi des Benz zurüück zu kommen, hättest Du nur das Kabel aus dem iPhone im Handschuhfach rausziehen müssen. Dann hättest Du zusätzlich zum Kompass auch wieder das normale navi angezeigt bekommen.

    Denkt man in der Hektik aber auch nicht unbedingt dran. Die Technik kann in diesem Fall aber nix dafür 😉

    1. Alex, Danke, aber ich hatte ein nicht funktionierendes System, weil genau DAS habe ich als technikaffine zuerst versucht: trenne den Connect zwischen iPhone und System. Da blieb der Monitor unttätig. ich bin nicht aus dem iPhone-Modus rausgekommen.

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