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Wie sexy ist der Honda Accord Tourer wirklich?

Nachdem wir den Accord Tourer im Langzeittest unter die Lupe genommen haben, möchte ich meinen subjektiven Eindruck von “Außen und Innen” schildern. Vorab: ich stehe normalerweise gar nicht auf Kombi, Touring, Tourer, T-Modell oder wie auch immer die Version genannt wird, wo einfach “mehr reinpasst”. Robert, mein Pilot und Co-Pilot (wir haben uns abgewechselt beim Fahren) ist da schon eher begeistert. Bei Autos ist seine Devise: “Je länger, je lieber”. Die Meinung teile ich sonst auch in vielen Lebenslagen, aber eben nicht bei Autos, die ich täglich fahren möchte, da mag ich es gern sportlich kurz, oder eben Coupé.

Bei Reisen sieht das natürlich immer anders aus, auf der Landstraße, der Autobahn ist ein langer Radstand schon sehr komfortabel, das Fahrverhalten hat mir ausnahmslos gut gefallen. Wäre “Reisesofa” als Bezeichnung jetzt zu negativ? Nein, ich meine es wirklich als Kompliment.

Optik / Appeal

Ich musste mich erstmal an das Weiß gewöhnen, mir gefallen dunkle Farben für den Accord besser. Für die Fotos war es natürlich die optimale Farbe, oder? Das Erscheinungsbild insgesamt ist auch etwas für den zweiten Blick, wenn man den Accord erstmal in den Fingern hat, dann gewöhnt man sich schnell an ihn. Das mag natürlich auch im Zusammenhang mit den inneren Werten gelten. Ich sage nur: es ist wie im wirklichen Leben, letztlich zählt der Charakter und auf das Zusammenspiel plus Harmonie kommt es an. Ich rede immer noch über das Auto!

Das einzige, wo mich der Accord wirklich nicht überzeugt hat, war die Ablagekonsole in der Mitte. Ich sitze sehr gern sehr tief in Fahrzeugen, drehe den Sitz immer ganz herunter. Da ich über lange Beine, aber einen nicht allzu langen Oberkörper verfüge, ist mein rechter Ellenbogen öfter mal dagegengestoßen (ja, ich schalte gern etwas platzausufernder). Abhilfe hat Roberts Idee geschafft: er hat die Klappe der Ablage geöffnet und es störte nichts mehr. Okay, ich hätte den Sitz auch höher stellen können, aber das wäre ja zu einfach gewesen. ;-)

Die Sitze (Leder) bieten einen normalen Seitenhalt, etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Bequem sind sie, denn wir haben schon eine etwas längere Strecke (Almcamp) ausgetestet, so dass wir das gut beurteilen konnten.

Die Sitzverstellung (am Sitz selber) lässt sich gut bedienen und dazu kommt ein riesiger Vorteil: wir konnten 2 Positionen abspeichern, das nennt sich “Memory-Funktion”.
Links bei den Türbedienelementen sind zwei Knöpfe, beschriftet mit “1″ und “2″, die durch Druck auf den jeweiligen Knopf die Sitzposition speichern und abrufen.
So war der Fahrerwechsel sehr schnell durchzuführen, die drei Spiegel sind wieder anzupassen, die Seitenspiegel natürlich elektrisch. Bei mehr als zwei eingestellten Fahrpositionen: der Letzte, der speichert, gewinnt! ;-)

Lenkrad und Bedienelemente

Das Lenkrad liegt angenehm in der Hand. Höhenverstellbar, klar, aber auch die Weite lässt sich regulieren. Auch da haben Robert und ich andere Vorlieben, ich mag das Lenkrad gern tief eingestellt und etwas näher.

Die Instrumente sind gut ablesbar, man muss sich an die vielen Informationen jedoch gewöhnen, die die Assistenten mit sich bringen. Dazu später (in einem weiteren Beitrag) mehr.
Neulich habe ich mir mal wieder ein Auto aus den 90er Jahren angeschaut. Da gab es Lichtschalter, heizbare Heckscheibe, 2 Hebel: Blinker und Scheibenwischer,  Radio: Senderwahl + An/Aus/Lautstärke, das war’s. Damit darf man natürlich nicht vergleichen. Mir wurde erstmal wieder so richtig deutlich, wie wir einerseits unseren Komfort erhöht haben, gleichzeitig zum “Piloten” mutiert sind, der ohne Handbuch nicht “starten” darf. Nicht falsch verstehen, ich liebe diese Technik und komme auch sofort mit den Features zurecht.

Das Cockpit ist vom Gesamteindruck soweit klar gestaltet, das einzige Element, was einem Buzzer ähnelt und somit ein wenig die Harmonie stört, ist der “Enter-Knopf” für Navi und so weiter. Ist bestimmt extra auf Usability getestet worden, doch warum muss Gebrauchstüchtigkeit diesmal ein bisschen zu klotzig sein?

Das Navi sitzt übrigens in der Mitte des Cockpits, ein 7-Zoll Farbmonitor. Wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird, dann schaltet das Navi aus und die kleine Kamera am Heck sendet ihre Bilder über den Monitor. Dieses Vergnügen kenne ich schon vom FCX Clarity (Silvretta E-Auto Rallye), sehr praktisch, wenn die Parklücke sehr kurz ist. Ich gucke doch immer zusätzlich ganz gern, wie es hinter dem Auto aussieht, auch wenn die Parksensoren sehr zuverlässig arbeiten, warnen sie doch schon immer sehr früh, finde ich (wie bei allen Modellen unterschiedlichster Fahrzeughersteller, die ich bisher testete).

Weitere Info — über Selbstverständlichkeiten wie Sicherheit + Airbag etc. spricht man ja nicht mehr — gibt es im PDF vom Honda Accord Tourer, wir hatten übrigens die Version “Executive”; beim Dönermann hieße das: “Mit alles!”.

Robert hatte sich schon mal die Komfort-Fahrsysteme und -technik vorgenommen, ich komme dann im nächsten Honda Accord Tourer Artikel auch noch mal auf CMBS, LKAS, ACC und VSA/TSA zurück. Und auf den versprochenen Lovetest — endlich und sehnlichst (u. a. von Alex) erwartet.

Disclosure: Honda zahlte einen kleinen Dieselkraftstoff-Zuschuss und stellte uns den Wagen, Idee und Ausführung basieren auf unseren eigenen Ideen.



4 Kommentare

  1. endlich der 2. Teil (von 3): Wie sexy ist der #Honda Accord Tourer wirklich? #probefahrt http://bit.ly/dcUaCz

  2. Robert Basic sagt:

    Wie sexy ist der Honda Accord Tourer wirklich? | Lovetest Nicole 2.0 http://bit.ly/9qjfN8

  3. [...] Update: der zweite Beitrag von mir ist online, gleich weiterlesen: Wie sexy ist der Honda Accord Tourer wirklich? [...]

  4. Alex Kahl sagt:

    Wie sexy ist der Honda Accord Tourer wirklich? http://bit.ly/dl7frF da isser ja! :-) @enypsilon

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